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„Viel besser als in letzten Wochen“

ÖTV-Star Dominic Thiem war nach der Auftaktpleite bei den ATP World Tour Finals in London am Montag gegen Grigor Dimitrow aus Bulgarien enttäuscht, hat aber schnell den Fokus auf die nächsten Tage gerichtet. Immerhin ist es die Besonderheit beim „Masters“, dass es drei Gruppenspiele gibt und man trotz Niederlage noch das Semifinale erreichen kann.

„Erstens war es generell viel besser als in den letzten Wochen. Der Return war in Ordnung, beim Aufschlag habe ich mich auch relativ wohlgefühlt“, konstatierte Thiem nach der 3:6 7:5 5:7-Niederlage gegen die Nummer sechs des ATP-Rankings. „Das Problem ist, dass ich für meine Verhältnisse von der Grundlinie nicht gut genug spiele und teilweise falsche Entscheidungen treffe. Das muss ich halt abstellen, wenn ich das nächste Match erfolgreich absolvieren will.“

Thiem verliert gegen Dimitrow

Kein Happy End für Dominic Thiem in seinem ersten Gruppenspiel beim ATP Masters in London. Er muss sich in drei Sätzen geschlagen geben.

Unerzwungene Fehler als Stolperstein

Alles in allem war das Match spannend, aber doch von vielen unerzwungenen Fehlern auf beiden Seiten geprägt: Thiem schlug 22 Winner (davon acht Asse), beging aber 39 unerzwungene Fehler (davon sechs Doppelfehler). Dimitrows Quote lautete 24:44. „Wir haben beide nicht unsere Bestleistung erbracht, da waren viele unerzwungene Fehler dabei“, gestand auch Thiem nach seinem ersten Match als neue Nummer vier der Tenniswelt. Es sei eine Niederlage, die wehtut. „Das Positive ist, dass trotz der Niederlage nichts verloren ist.“

Und auch Spaß hat er wieder mehr auf dem Platz als zuletzt. „Heute hat es auf jeden Fall wieder mehr Spaß gemacht als in Wien oder Paris, wo ich richtig schlecht gespielt habe.“ Zwar habe er nicht seine Bestleistung erbracht, aber: „Es war ein offenes Match, ein guter Fight bis zum Ende, und wenn es so ist, macht es trotz der Niederlage immer bis zu einem gewissen Grad Spaß.“ Thiem fühlt sich nun „mehr oder weniger schmerzfrei“ nach seiner Zehenverletzung.

„Von der Grundlinie verloren“

Besonders bitter war freilich das Ende, als sich Thiem im dritten Satz von 3:5 auf 5:5 herangearbeitet hat und dann bei 0:30 mit zwei Doppelfehlern en suite seinen Aufschlag in Windeseile abgegeben hat. „Sicher ist da immer ein bisserl Nervosität, wenn es eng wird. Aber bei 5:5 habe ich Auftrieb gehabt. Dann kommt ein miserabler Volley, und es nimmt seinen Lauf. Aber ich habe das Match nicht wegen dem Game verloren, sondern bin schon davor zu oft gebreakt worden.“ Grundsätzlich habe er das Match von der Grundlinie verloren. „Da habe ich nicht souverän, nicht fehlerfrei genug gespielt.“

Über ein gelungenes Debüt freuen durfte sich dagegen Dimitrow, der zwar vor drei Jahren schon als Ersatzspieler dabei war, damals aber nicht zum Einsatz kam. „Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Match gewonnen habe. Besonders auf diese Art und Weise ist es nicht leicht, hier zum ersten Mal zu spielen“, sagte der 26-Jährige, der übrigens als erster Bulgare überhaupt beim „Masters“ dabei ist. „Es war ein Traum, dass ich bei diesem Turnier dabei sein kann, aber es war nicht nur, um mitzuspielen, sondern ich möchte gewinnen.“

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