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Federer bleibt auf Erfolgskurs

Roger Federer ist am Dienstag als erster Teilnehmer ins Halbfinale der mit acht Millionen Dollar dotierten ATP World Tour Finals in London eingezogen. Der Favorit rang im Schlager der Gruppe „Boris Becker“ den Weltranglistendritten Alexander Zverev aus Deutschland nach 2:13 Stunden mit 7:6 (7/6) 5:7 6:1 nieder.

Federer ist damit schon vor dem Schlusstag Gruppensieger, er trifft im Halbfinale auf den Zweiten der anderen Gruppe. Zum Abschluss der Gruppenphase bekommt es der Weltranglistenzweite am Donnerstag mit dem noch sieglosen Kroaten Marin Cilic zu tun.

Federer im ATP-Masters-Halbfinale

Nach dem Auftakterfolg über den US-Amerikaner Jack Sock bezwang der 36-jährige Schweizer auch den deutschen Jungstar Alexander Zverev.

Federer zeigte sich jedenfalls erleichtert, dass ihm im Schlussmatch Rechenspiele erspart bleiben. „Ich kann frei aufspielen gegen Cilic. Gegen ihn habe ich vor ein paar Monaten im Finale von Wimbledon gespielt. So wird das kein Match zum Nägelbeißen, aber natürlich möchte ich es trotzdem versuchen zu gewinnen.“

Auch der 20-jährige Zverev hat nach seinem Auftaktsieg gegen Cilic weiterhin die Chance auf den Einzug in die Runde der letzten vier. Für das Weiterkommen muss er am Donnerstag aber gegen den US-Amerikaner Jack Sock gewinnen, der Cilic am Dienstag ebenfalls bezwungen hatte.

Jubel von Roger Federer

Reuters/Hannah McKay

Federer wird seiner Favoritenrolle in London bisher eindrucksvoll gerecht

In seinem fünften Match gegen Federer musste Zverev seine dritte Niederlage hinnehmen. „Es war ein guter Kampf“, sagte der Rekord-Grand-Slam-Turniersieger und lobte seinen jungen Rivalen: „Ich freue mich auf seine Zukunft. Er ist ein wundervoller Typ, ein großartiger Spieler.“ Federer, der schon sechsmal den Saisonabschluss der acht besten Spieler gewann, hat in der laufenden Saison erst vier Partien verloren - eine davon gegen Zverev im Montreal-Finale im August.

Beschwerlicher Beginn für Federer

Auch in London machte er Federer den Sieg nicht einfach. Der erste Satz war zunächst vom starken Aufschlagspiel der beiden Kontrahenten geprägt, zum Ende des Durchgangs gab es vermehrt längere Ballwechsel. Der Schweizer ließ ebenso wie der Deutsche kein Break zu. Deshalb musste ein Tiebreak entscheiden, in dem Zverev einen Satzball nicht nutzte und sich knapp geschlagen geben musste.

Im zweiten Satz erspielte sich Federer sofort einen Vorteil: Er nahm Zverev gleich das erste Aufschlagsspiel ab. Der Finals-Debütant ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und glich mit einem Break zum 2:2 aus - ein weiteres brachte den Satzgewinn.

Leichtes Spiel im Entscheidungssatz

Der entscheidende dritte Durchgang begann wieder mit einem Rückschlag für Zverev, weil er sein zweites Aufschlagsspiel verlor. Davon konnte er sich diesmal nicht erholen, gab noch ein weiteres Break ab und biss enttäuscht in seinen Schläger. Federer schenkte diesen Vorsprung nicht mehr her. Nach den beiden ausgeglichenen ersten Sätzen leistete sich Zverev im dritten Abschnitt zu viele Fehler.

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