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„Keine Wunderdinge erwarten“

Mit zwei Weltcup-Rennen starten nun auch die Skicrosser am Donnerstag und Samstag in Val Thorens in die Olympiasaison. Österreichs Aufgebot wird dabei von Ex-Weltmeisterin Andrea Limbacher angeführt, die nach 21-monatiger Verletzungspause wieder in den Weltcup zurückkehrt. „Von mir darf sich hier keiner Wunderdinge erwarten“, so die 28-jährige Oberösterreicherin.

Limbacher bestreitet im mit 2.300 Metern höchstgelegenen Skiort Europas ihr erstes Weltcup-Rennen seit dem 28. Februar 2016, als sie im südkoreanischen Bokwang die Olympiageneralprobe für die Winterspiele im kommenden Februar gewonnen hat. Danach warfen sie zwei schwere Knieverletzungen weit zurück. „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent. Das kann ich auch gar nicht sein, denn dafür fehlen mir einfach noch die Rennkilometer“, erklärte Limbacher, die 2015 bei der Heim-WM an Kreischberg Gold erobert hatte.

Andrea Limbacher

GEPA/Daniel Goetzhaber

Limbacher (Mi.) startet erstmals seit fast zwei Jahren wieder im Weltcup

Große Zuversicht bei Cheftrainer

Der „Doppelpack“ in der französischen Region Auvergne-Rhone-Alpes markiert zudem den Auftakt der zweiten Auflage der „Cross Alps Tour“, die innerhalb von 15 Tagen nicht weniger als sechs Rennen umfasst. Neben Val Thorens sind Arosa am kommenden Dienstag, das Montafon (15.12.) und Innichen (21./22.12.), wo ebenfalls zwei Konkurrenzen ausgetragen werden, die weiteren Tourstationen.

Willi Zechner, der neue Cheftrainer des ÖSV-Skicross-Teams, versprühte vor den beiden Auftaktrennen Zuversicht: „Wir haben in der Vorbereitung sowohl im neuen Crosspark auf der Reiteralm als auch auf dem Pitztaler Gletscher sehr gut trainiert. Jetzt gilt es, die Trainingsleistungen auch im Rennen umzusetzen. Der Saisonauftakt ist immer ein Sprung ins kalte Wasser, aber wir sind gut vorbereitet und freuen uns, dass es jetzt endlich losgeht.“

Wahrstötter hat viel vor

Der Tiroler Christoph Wahrstötter hat nach seinem vierten Platz im Vorjahr gute Erinnerungen an Val Thorens. „Dieser Kurs stellt für uns gleich am Saisonstart eine Herausforderung dar“, sagte der Fünfte der jüngsten Weltmeisterschaft. „Ich bin jedenfalls gut drauf und möchte heuer dort anschließen, wo ich im Vorjahr mit dem vierten Platz aufgehört habe.“

Da die Wetterprognose für Val Thorens ab Freitag eine massive Verschlechterung mit intensivem Schneefall verheißt, wurde das erste Rennen von Freitag auf Donnerstag (ab 12.30 Uhr) vorverlegt.

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