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Heynckes sorgt für neuen Schwung

Bei Bayern München ist nach dem 3:1-Prestigeerfolg gegen Paris Saint-Germain am letzten Spieltag der Gruppenphase in der Champions League das Selbstverständnis als europäische Spitzenmannschaft zurückgekehrt.

Zwar reichte es trotz der gelungenen Revanche für die 0:3-Abfuhr im September nur zum zweiten Rang in Gruppe B hinter den Franzosen, dennoch ist bei den Bayern der Glaube wieder da, unter Trainer Jupp Heynckes auch in der Champions League zu Großem bereit zu sein.

Jubel bei Bayern

APA/AFP/Cristof Stache

Die Bayern feierten einen erfolgreichen Abschluss der Gruppenphase

Heynckes, der den wieder fitten David Alaba am Dienstag von Beginn an brachte, baute seine Erfolgsserie in der Königsklasse aus. Der Sieg war für den Champions-League-Gewinner von 2013 der neunte hintereinander als Trainer des deutschen Rekordmeisters. Das Hinspiel in Frankreichs Hauptstadt hatten die Bayern noch unter Carlo Ancelotti verloren. Der Italiener musste danach gehen.

„Wir sind da“

Unter Rückkehrer Heynckes ist bei den Bayern aber wieder alles wunderbar. „Mit dem heutigen Spiel haben wir untermauert, dass wir nach wie vor nicht nur wettbewerbsfähig sind, sondern dass wir eine gute Mannschaft und Ambitionen haben“, sagte der 72-Jährige nach Schlusspfiff.

„Wenn man so in die Gruppen schaut, ist nichts einfach. Aber wir sind da“, verkündete Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic selbstbewusst. PSG-Trainer Unai Emery sah ein „großes Spiel. Das sind zwei Mannschaften, die Titelanwärter sind, die gewinnen wollen.“ Seine Elf konnte sich dank des Treffers von Jungstar Kylian Mbappe damit trösten, den anvisierten Gruppensieg eingefahren zu haben.

Bayerns Franzosen ganz stark

Bei den Bayern, die durch Robert Lewandowski (8.) früh vorgelegt hatten, überzeugten vor allem die französischen Kräfte. Angeführt von Kapitän Franck Ribery zeigten Kingsley Coman und Corentin Tolisso starke Vorstellungen. Doppeltorschütze Tolisso (37., 69.) bewies, dass die Ablösesumme von über 41 Mio. Euro für ihn gut angelegt sein könnte. Insgesamt zeigten die Bayern eine abgeklärte Vorstellung, auch Alaba freute sich via Twitter über einen „starken Sieg“.

Manchester United ist wieder zurück

Mögliche Achtelfinal-Kontrahenten der Bayern sind der FC Barcelona oder Manchester United. Englands Rekordmeister fixierte die erste Achtelfinal-Teilnahme in der Eliteliga seit 2014 mit einem 2:1 gegen ZSKA Moskau. Die Elf von Trainer Jose Mourinho schaffte nach einem Rückstand zur Pause durch einen Doppelschlag von Romelu Lukaku (64.) und Marcus Rashford (66.) die Wende. „Ich glaube nicht, dass andere Mannschaften vor Freude hüpfen werden, wenn sie gegen uns antreten müssen“, posaunte Mourinho.

Jose Mourinho

APA/AFP/Oli Scarff

Mourinho hat vor keinem Gegner Angst

Hinter Manchester stieß in Gruppe A auch der FC Basel dank eines 2:0 bei Benfica Lissabon ins Achtelfinale vor. Der Schweizer Serienmeister schaffte das zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte. Ein wichtiger Faktor war erneut Dimitri Oberlin. Die Salzburg-Leihgabe schoss in Portugal das 2:0 (65.) und damit sein viertes Tor in der Gruppenphase. Trainer Raphael Wicky durfte sich freuen, richtete den Blick aber auch schon auf die Auslosung. „Natürlich würde man gerne gegen Barcelona, ManCity oder PSG spielen. Aber die sind halt auch extrem stark“, sagte der 40-Jährige.

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