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„Natürlich wollen wir immer oben stehen“

Nach der Ehrung als Herbstmeister hofft Red Bull Salzburg auf einen weiteren inoffiziellen Titel - jenen des Winterkönigs der tipico-Bundesliga. Um auf Platz eins ins Jahr 2018 zu gehen, benötigt der Titelverteidiger am Samstag (16.00 Uhr) zum Jahresabschluss einen Heimsieg über den LASK und am Sonntag (16.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) einen Punkteverlust von Spitzenreiter Sturm Graz bei der Wiener Austria.

Zumindest den eigenen Part wollen die seit 21 Pflichtspielen ungeschlagenen, doch zuletzt dreimal sieglosen „Bullen“ erledigen. „Das Motto ist: Alle Kräfte mobilisieren, um einen erfolgreichen Abschluss zu finden“, erklärte Trainer Marco Rose. Seine Mannschaft konnte sich erstmals seit langer Zeit wieder eine ganze Woche auf ein Match vorbereiten. „Das haben wir zur Regeneration genutzt. Deswegen bin ich optimistisch, dass wir eine gute Leistung und volle Power auf den Platz kriegen“, meinte der Deutsche.

Tipico-Bundesliga, 20. Runde

Samstag, 16.00 Uhr:

Salzburg - LASK

Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, SR Eisner

Mögliche Aufstellungen:

Salzburg: Walke - Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer - Haidara, X.Schlager, Minamino, Va.Berisha - Gulbrandsen, Dabbur

LASK: Pervan - Ramsebner, Pogatetz, Ranftl - Reiter, Goiginger, Holland, Michorl - M.Berisha, Gartler, Joao Victor

Verlust der Tabellenführung schmerzt

Der vorwöchige Verlust der Tabellenführung schmerzt nach wie vor. „Natürlich wollen wir immer oben stehen“, sagte Rose, musste aber auch eingestehen: „Sturm hat eine herausragende Hinrunde gespielt, das muss man akzeptieren. Deshalb war es wichtig, dass wir eine stabile Hinrunde gespielt haben, um den Abstand klein zu halten.“

Damit der Abstand vor der Winterpause nicht größer wird, müssen gegen einen unangenehmen Gegner drei Punkte eingefahren werden. „Der LASK ist sehr gut organisiert, die machen das gegen den Ball sehr gut. Sie machen die Räume eng und verteidigen aggressiv. Sie haben aber auch Jungs, die nach vorne gut sind. Es wird ein hartes Stück Arbeit werden“, vermutete Rose.

LASK-Trainer rechnet sich Chancen aus

Das gilt wohl umso mehr für die Linzer, schließlich hat Salzburg in dieser Saison erst eine Niederlage kassiert und 2017 noch kein Heimspiel verloren. „Wir werden alles ausschöpfen, was in unseren Möglichkeiten steckt, damit wir nach einem Jahr die ersten sind, denen das gelingt“, versprach LASK-Coach Oliver Glasner.

LASK-Trainer Oliver Glasner

GEPA/Mathias Mandl

LASK-Coach Oliver Glasner fühlt sich an seinem ehemaligen Arbeitsplatz wohl

Der Oberösterreicher arbeitete beim Serienmeister bis 2014 als Assistenztrainer. „Ich komme immer gern nach Salzburg zurück, weil ich hier aus dieser Zeit noch viele Bekannte habe.“ Mit Gastgeschenken dürfen die „Bullen“ jedoch nicht rechnen - schon im ersten Saisonduell mit dem LASK in der Red Bull Arena reichte es nur zu einem 1:1. „So wie damals wird auch jetzt wieder eine kompakte Defensive der Schlüssel für uns sein“, sagte Glasner.

Sollte die Sensation gelingen und in Wals-Siezenheim ein Sieg für die Oberösterreicher herausschauen, könnte der im Moment fünftplatzierte Aufsteiger auf Rang vier überwintern. Doch selbst wenn dieses Szenario nicht eintritt, wird Glasner auf eine momentan zufriedenstellende Spielzeit zurückblicken. „Unser Ziel war es, sorgenfrei durch die Saison zu kommen, und das haben wir bisher tadellos bewerkstelligt.“

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