Themenüberblick

Schlusslicht wittert seine Chance

Nach zuletzt vier Partien ohne Sieg sind bei Rapid in der tipico-Bundesliga im letzten Spiel des Jahres drei Punkte eingeplant. Die Hütteldorfer streben auswärts gegen das abgeschlagene Schlusslicht SKN St. Pölten einen vollen Erfolg an, um Rang drei abzusichern und Zuversicht für das kommende Jahr zu tanken. Dazu müsse man aber kaltschnäuziger werden, erklärte Trainer Goran Djuricin.

„Spielerisch bin ich aktuell sehr zufrieden, wir kommen zu sehr vielen Möglichkeiten, aber natürlich mache ich mir Tag für Tag Gedanken, wie wir effizienter werden können“, sagte Djuricin. Der Wiener hofft auf „einen Knackpunkt, der die Blockade löst und ab dem wir wieder mehr Chancen verwerten“. In diesem Zusammenhang sei auch eine gewisse Portion Glück gefragt.

Goran Djuricin und Philipp Schobesberger (Rapid).

GEPA/Felix Roittner

Djuricin hofft, dass seine Spieler die vielen Chancen auch in Tore ummünzen

„Einmal wird der Ball auf der Linie geklärt, dann rettet die Stange oder Latte oder wir agieren zu unkonzentriert. Da fehlte uns in den letzten Partien auch einfach das sprichwörtliche Spielglück.“ Dieses Problem sei in den vergangenen Tagen intensiv besprochen werden, erzählte Djuricin. „Es galt, die Spieler positiv aufzubauen und mit ihnen Abschlüsse verstärkt zu üben. Wir müssen konzentrierter und fokussierter sein, aber auch mit einer gewissen Gelassenheit ans Werk gehen“, forderte der Coach.

Tipico-Bundesliga, 20. Runde

Samstag, 18.30 Uhr:

St. Pölten - Rapid

NV-Arena, SR Jäger

Mögliche Aufstellungen:

St. Pölten: Riegler - Stec, Huber, Muhamedbegovic, Mehmedovic - Rasner - Bajrami, Ambichl, Hofbauer, Schütz - Entrup

Rapid: Strebinger - Auer, M.Hofmann, Galvao, Bolingoli - Ljubicic, Schwab - Schaub, Murg, Schobesberger - Joelinton

SKN hofft auf nächste Überraschung

Nach dem Geschmack von St. Pöltens Betreuer Oliver Lederer kann sich Rapid damit noch etwas Zeit lassen. Der 39-Jährige spekuliert mit einer ähnlichen Überraschung wie vor zweieinhalb Wochen, als mit dem 1:0 gegen die Austria der bisher einzige Saisonsieg gelang. Wie die „Veilchen“ bevorzugt auch Rapid eine geordnete Spieleröffnung, was den Niederösterreichern laut Lederer entgegenkommen könnte.

„Für eine Mannschaft wie wir, die gern presst, kann das eine sinnvolle Geschichte sein. Es wird in diesem Match interessant sein zu sehen, wie weit wir sind.“ Selbst wenn gegen Rapid die Sensation gelingen sollte, würde St. Pölten als Letzter mit deutlichem Rückstand auf Platz neun ins Frühjahr gehen - derzeit fehlen neun Punkte auf den WAC. Dennoch ist für Lederer der Kampf gegen den Relegationsplatz noch lange nicht verloren.

„Wir werden versuchen, in der Rückrunde voll anzugreifen, und sind zuversichtlich, dass wir noch über Rang neun den Klassenerhalt schaffen“, sagte der 39-Jährige. Dazu benötigt der SKN aber wohl auch den einen oder anderen neuen Spieler. „Wir brauchen neue Impulse, doch es wird keinen Totalumbruch geben, weil wir der Meinung sind, dass wir viel mehr Qualität in der Mannschaft haben, als es die Punktezahl aussagt“, betonte Lederer.

Links: