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Nächste Nullnummer für die „Bullen“

Puntigamer Sturm Graz überwintert als Tabellenführer der tipico-Bundesliga. Titelverteidiger Red Bull Salzburg kam am Samstag zum Jahresabschluss nicht über ein torloses Heimremis gegen den LASK hinaus. Die Salzburger liegen damit einen Zähler hinter Spitzenreiter Sturm, der erst am Sonntag (16.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) bei der Wiener Austria gastiert.

Salzburg ist mittlerweile 22 Pflichtspiele ungeschlagen, wartet nach einer offensiv schwachen Vorstellung aber bereits vier Partien auf einen Sieg. In den vergangenen drei Spielen gab es jeweils ein 0:0.

Wenige Chancen gegen organisierten LASK

Dabei war Salzburg gegen den LASK praktisch in Bestbesetzung angetreten. Die zuletzt bei Pellets WAC geschonten Stammkräfte kehrten zurück, darunter auch der mit einer Rückkehr in seine Heimat in Verbindung gebrachte Innenverteidiger Paulo Miranda. LASK-Trainer Oliver Glasner setzte auf eine defensive Dreierkette, für Stürmer Rene Gartler blieb vorerst nur ein Platz auf der Ersatzbank. Den Vorzug erhielten Mergim Berisha und Joao Victor.

Keine Tore in Salzburg

Red Bull Salzburg musste mit einem torlosen Remis gegen den LASK Sturm Graz den Titel des Winterkönigs überlassen.

Salzburg-Kapitän Alexander Walke erhielt vor dem Spiel den von Trainer Marco Rose als „befremdlich“ bezeichneten Pokal für den Herbstmeistertitel. Sein Team hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, brachte vor 5.642 Zuschauern gegen den defensiv gut organisierten LASK vor der Pause aber nicht einmal einen Schuss aufs Tor zustande.

Salzburg vor der Pause im Glück

Die Linzer hatten vorerst sogar die gefährlicheren Szenen. Einen direkten Corner von Thomas Goiginger auf das kurze Eck lenkte Walke mit Glück an die Stange und zurück in seine Arme (24.). Mergim Berisha traf nach Kopfballvorlage von Peter Michorl aus guter Position den Ball nicht richtig (30.). Auch ein Freistoß der Salzburg-Leihgabe ging relativ deutlich daneben (40.).

Strafraumszene bei der Bundesliga-Partie Salzburg - LASK

GEPA/Daniel Götzhaber

Der LASK brachte die Salzburger vor der Pause durchaus in Bedrängnis

Den Salzburgern fiel auch nach der Pause wenig Zwingendes ein. Ein Weitschuss von Amadou Haidara ging daneben (53.), einen weiteren von Andreas Ulmer hatte LASK-Goalie Pavao Pervan im Nachfassen (62.). Die beste Gelegenheit ließ Fredrik Gulbrandsen aus. Der Norweger erwischte den Ball nach Querpass von Stefan Lainer aber schlecht (59.). Im Finish verpasste Hwang Hee-chan eine weitere Lainer-Hereingabe knapp (89.).

2017 ohne Heimniederlage beendet

Salzburg blieb im Dezember damit sieglos. Einem 1:1 bei der Austria folgten torlose Remis bei Olympique Marseille, beim WAC und gegen den LASK. Zu Hause sind die „Bullen“ mittlerweile 20 Ligaspiele ungeschlagen. Ein ganzes Jahr ohne Heimniederlage in der Liga ist dem Club in der Red-Bull-Ära bisher nur 2013 gelungen.

Gegen Aufsteiger LASK reichte es nach einem 1:1 in Runde zwei zu Hause erneut nur zu einem Zähler. Sonst haben in dieser Saison bisher nur Rapid (2:2) und die Austria (0:0) Punkte aus der Red Bull Arena entführt. Die Linzer haben seit Februar 2010 in allen vier Auftritten in Salzburg nicht verloren. Das Glasner-Team punktete nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen wieder in der Fremde und überwintert nach 20 Runden mit 27 Punkten.

Stimmen zum Spiel:

Marco Rose (Salzburg-Trainer): „Meine Mannschaft hat extrem viel probiert, viel in dieses Spiel investiert. Im letzten Drittel haben die Körner gefehlt. Heute hat nur eine Mannschaft Fußball gespielt, das waren wir. Deshalb hätten wir uns den Sieg verdient gehabt. Der LASK ist, was Stabilität betrifft, mit die bestorganisierte Mannschaft in der Liga. Wir müssen wohl oder übel mit dem Punkt leben.“

Oliver Glasner (LASK-Trainer): „Es war eine super Defensivleistung meiner Mannschaft. Wir haben fast keine Torchance zugelassen, nach vorne hatten wir aber auch nicht viele. Ich bin sehr glücklich mit dem Punkt. Die Mannschaft hat komplett das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Es ist ein super Abschluss der Herbstsaison, in der sich der LASK als absolute Bereicherung der Liga präsentiert hat.“

Tipico-Bundesliga, 20. Runde

Samstag:

Salzburg - LASK 0:0

Red Bull Arena, 5.642 Zuschauer, SR Eisner

Salzburg: Walke - Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer - X. Schlager - Haidara, Minamino (60./Hwang), Va. Berisha - Gulbrandsen (78./Ch. Leitgeb), Dabbur

LASK: Pervan - Ramsebner, Wiesinger, Pogatetz - Holland - Reiter, Goiginger, Michorl (62./Rep), Ranftl - M. Berisha (85./Gartler), Joao Victor (76./Bruno)

Gelbe Karten: Hwang, Caleta-Car bzw. Michorl

Die Besten: Miranda bzw. Ramsebner, Pogatetz

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