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Eindrucksvolle Rückkehr in Erfolgsspur

Rapid hat das Kalenderjahr 2017 mit einem Sieg abgeschlossen. Die Hütteldorfer setzten sich am Samstag in der 20. Runde der tipico-Bundesliga auswärts gegen Schlusslicht St. Pölten durch Tore von Joelinton (32., 85.), Stefan Schwab (35./Elfmeter, 90.) und Veton Berisha (54.) mit 5:0 durch und holten damit nach vier Partien wieder einen vollen Erfolg.

Während die drittplatzierten Grün-Weißen den Rückstand auf Spitzenreiter Puntigamer Sturm Graz zumindest bis Sonntag auf zehn Punkte verkürzten, bleibt die Lage der Niederösterreicher trostlos. Der Tabellenletzte geht mit einem Abstand von neun Zählern auf den von Pellets WAC gehaltenen Rang neun in die Winterpause.

St. Pölten - Rapid Wien 0:5 (0:2)

Tore: Joelinton (32., 85.), Schwab (35./Elfmeter, 90.), Veton Berisha (55.)

Gelb-Rot: Rasner (81./St. Pölten)

Joelinton eröffnet Trefferreigen

In der Anfangsphase konnten die Niederösterreicher die Partie noch offen gestalten. Die erste Chance des Spiels hatte zwar Rapid, als Louis Schaub aus spitzem Winkel an Goalie Christoph Riegler scheiterte (11.), doch auch St. Pölten wurde bei einem Kopfball von Husein Balic genau auf Gaolie Richard Strebinger gefährlich (14.).

Dann aber führte ein Eigenfehler zur Gästeführung. Joelinton schnappte sich einen Einwurf von David Stec, zog der gesamten SKN-Abwehr davon, überspielte Riegler und schob zum 1:0 für die Wiener ein. Schon eine Minute später fand Balic aus guter Position neuerlich in Strebinger seinen Meister, was sich im Gegenzug rächen sollte.

Draufgabe nach dem Seitenwechsel

Michael Huber brachte Philipp Schobesberger mit einer ungeschickten Attacke im Strafraum zu Fall, den dafür verhängten Elfmeter verwertete Schwab sicher (35.). Die endgültige Entscheidung folgte in der 54. Minute: Nach Pass von Schobesberger ließ Veton Berisha Keeper Riegler aussteigen und netzte zum ersten Mal für Rapid ein.

Danach ließ es Rapid ruhiger angehen. St. Pölten kombinierte sich immer wieder gefällig vor den gegnerischen Strafraum und wurde das eine oder andere Mal auch halbwegs gefährlich. Die zwingenderen Möglichkeiten hatten aber weiterhin die Gäste. In der 79. Minute parierte Riegler einen Elfmeter von Joelinton, drei Minuten danach vereitelte der Tormann eine Topchance von Schobesberger.

Im Finish reichte es noch zu einem Kantersieg. Joelinton stellte in der 85. Minute per Kopf und frisch blondierter Haarpracht auf 4:0, wobei Assistgeber Stephan Auer vor seiner Flanke wohl im Abseits stand. Für den Schlusspunkt sorgte Schwab per Volley nach Idealpass des eingewechselten Steffen Hofmann (90.).

Kaltschnäuzigkeit zahlt sich aus

Bei ihrem höchsten Bundesliga-Sieg seit Juli 2016 agierten die Hütteldorfer vor dem gegnerischen Tor im Vergleich zu den vergangenen Partien um einiges kaltschnäuziger. Deshalb erzielte die Elf vom Goran Djuricin auch zum ersten Mal seit elf Pflichtspielen wieder mehr als zwei Tore. St. Pölten hingegen muss weiter auf den zweiten Sieg in dieser Saison warten.

Stimmen zum Spiel:

Oliver Lederer (Trainer St. Pölten): „Diese Partie war symbolisch und charakteristisch für SKN in der Hinrunde. Wir haben zu Beginn gut mitgespielt und dann die Chance verpasst, in Führung zu gehen. Auch nach dem 0:1 hatten wir eine Riesenchance. In der Winterpause liegt viel Arbeit vor uns. Ich werde zu 100 Prozent an meiner Spielweise festhalten, weil ich überzeugt davon bin, dass es so funktioniert. Ich bin nach wie vor sehr zuversichtlich.“

Goran Djuricin (Trainer Rapid): „Wir haben in der ersten Hälfte nicht gut ins Spiel gefunden. Die Chancen, die wir hatten, haben wir aber gemacht. In der zweiten Hälfte waren wir drückend überlegen, da haben wir unsere individuelle Klasse ausgespielt. Wir haben heute nicht so gut gespielt und trotzdem 5:0 gewonnen, so kann’s auch einmal gehen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Stürmer wieder treffen. Es waren harte fünf Monate als Cheftrainer bei Rapid, sehr intensiv. Spielerisch haben wir uns sehr gut weiterentwickelt.“

Tipico-Bundesliga, 20. Runde

Samstag:

St. Pölten - Rapid 0:5 (0:2)

St. Pölten, NV-Arena, 3.669 Zuschauer, SR Jäger

Torfolge:
0:1 Joelinton (32.)
0:2 Schwab (35./Elfmeter)
0:3 Veto Berisha (54.)
0:4 Joelinton (85.)
0:5 Schwab (90.)

St. Pölten: Riegler - Stec, Huber, Muhamedbegovic, Mehmedovic - Rasner - Balic (86. Diallo), Ambichl (59. Pak), Bajrami, Schütz - Entrup (80. Riski)

Rapid: Strebinger - Auer, Sonnleitner, Galvao, Bolingoli - Ljubicic, Schwab - Schaub (86. S. Hofmann), Ve. Berisha (76. Murg), Schobesberger - Joelinton (87. Kvilitaia)

Anmerkung: Joelinton scheiterte mit einem Elfmeter an Riegler (79.)

Gelb-Rot: Rasner (81./wiederholtes Foulspiel)

Gelbe Karten: Stec bzw. Strebinger

Die Besten: Riegler bzw. Schwab, Schobesberger, Ljubicic, Joelinton

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