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Bemerkenswertes und Interessantes

Nach 20 Runden hat sich die tipico-Bundesliga am Wochenende in die Winterpause verabschiedet. Im Titelkampf kündigt sich an den ausstehenden 16 Spieltagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Herausforderer Puntigamer Sturm Graz und Red Bull Salzburg an. Im Rückspiegel bemerkenswerte Zahlen und interessante Fakten zur abgelaufenen Herbstsaison.

Mit 44 Punkten verpasste Herbstmeister und „Winterkönig“ Sturm die eigene Clubbestleistung (47) aus der Rekordsaison 1997/98 durch die 0:1-Niederlage am Sonntag im Happel-Stadion gegen die Austria im Abschiedsmatch des zum Teamchef avancierten Langzeittrainers Franco Foda. Als sie 2010/11 überraschend ihren dritten Titel holten, waren sie nach 20 Runden mit 36 Punkten als Zweite hinter Ried (37) aber deutlich schlechter gewesen.

Punkterekord außer Reichweite

Den Bundesliga-Rekord halten übrigens gemeinsam der FC Tirol/Innsbruck aus der Saison 2001/02 und die Austria (2012/13) mit je 48 Zählern (15-3-2) nach 20 Runden. Seit dem erst vierten Erfolg einer anderen Mannschaft (Austria 2005/06 und 2012/13, Rapid 2007/08 und Sturm 2010/11) als Salzburg in der nun 12,5-jährigen „Bullen“-Ära haben die Weiß-Roten den Meistertitel viermal in Folge (insgesamt achtmal bei vier zweiten Plätzen) erobert.

Jubel

APA/Grossruck Bernhard

Der FC Tirol holte 2001 in 20 Runden 48 Punkte, vier mehr als Sturm heuer

Ihre Bestleistung nach 20 Runden (nicht immer mit dem Beginn der Winterpause identisch) lautet aus der Saison 2013/14 46 Zähler. Diesmal halten sie bei 43, nicht zuletzt wegen ihrer drei Remis (Austria 1:1, WAC und LASK je 0:0) zum Herbstausklang. Vor einem Jahr lagen die „Bullen“ vor der Winterpause auch nur auf Rang zwei hinter Altach (42) und hatten mit 40 Punkten einen mehr als Sturm. In der Endabrechnung wurden sie jedoch mit 81 Punkten (Clubrekord) überlegen Champion vor der Austria (-18), Sturm (-21) und Altach (-28).

Abstiegskampf mit Bonusrunde

Der Abstiegskampf wird diesmal um ein weiteres Kapitel erweitert. Durch die Aufstockung der Bundesliga in der nächsten Saison auf zwölf Vereine hat das Schlusslicht die Chance, gegen den Dritten der Sky Go Ersten Liga (aktuell wäre das Wacker Innsbruck, aber auch SV Guntamatic Ried, Wr. Neustadt und TSV Prolactal Hartberg sind nach derzeitigem Stand mögliche Gegner) in der Relegation den Klassenerhalt zu schaffen.

Enttäuschte Spieler

APA/EXPA/Sebastian Pucher

St. Pölten braucht ein Wunder, um der Relegation doch noch zu entgehen

Erster Anwärter auf dieses Duell ist der SKN St. Pölten, der in den 20 Runden nur insgesamt sieben Punkte (ein Sieg, vier Remis, 15 Niederlagen) schaffte, was zuletzt in der Saison 2009/10 dem SK Austria Kärnten „gelang“, der schließlich mit 15 Zählern (18 hinter dem Vorletzten Kapfenberg) zum Abstieg verurteilt war. Die Niederösterreicher weisen derzeit neun Zähler Rückstand auf den WAC und 14 auf Mattersburg auf.

Sturm legte Traumstart hin

Während die St. Pöltner bis zur 17. Runde auf den ersten und bisher einzigen Sieg warten mussten, brilliert das Spitzenduo Sturm und Salzburg mit gänzlich anderen Zahlen. Die Grazer legten überhaupt einen Traumstart hin und fuhren in den ersten sechs Runden sechs Siege ein. Daheim sind die saisonübergreifend seit zwölf Spielen (zehn Siege, zwei Remis) ungeschlagen. Die letzte Heimpleite setzte es am 22. April gegen den SV Mattersburg. In der laufenden Saison mussten sie in Graz nur gegen Altach und Rapid Punkte abgeben. Insgesamt kassierte Sturm in den ersten 20 Runden im Herbst vier Niederlagen.

Jubel

APA/Georg Hochmuth

Die meisten Siege in Folge feierte Sturm mit sechs in den ersten sechs Runden

Die Salzburger mussten sich - national und international - überhaupt nur ein einziges Mal geschlagen geben, obwohl das Ausscheiden in der Champions-League-Qualifikation gegen Rijeka (1:1 h, 0:0 a) wegen der Auswärtstorregel besonders schmerzte. Seit dem 0:1 in der sechsten Runde in Graz gegen Sturm am 27. August sind sie in der Liga 14 Runden (acht Siege, sechs Remis, 26:10 Tore) ungeschlagen. Nur der zweite Platz hinter Spitzenreiter Sturm ist vor allem den gleich sieben Remis geschuldet.

Rapid mit erfolgreichem Herbst

Geht es nach der Papierform, kann der Meister der 44. Bundesliga-Saison also nur Sturm Graz oder Red Bull Salzburg heißen. Der Abstand zum ersten Verfolger Rapid beträgt bereits zehn bzw. neun Zähler. Trotz Respektabstands dürfen aber auch die Hütteldorfer auf eine erfolgreiche Herbstsaison zurückblicken. Eine Serie von fünf Siegen und zehn Runden hintereinander ohne Niederlage bedeuteten den verdienten dritten Platz. Während FC Flyeralarm Admira als Vierter einmal sechs Spiele in Serie ohne Niederlage blieb, schaffte das der fünfplatzierte Aufsteiger LASK nur drei Runden lang.

Der Wiener Austria blieb zwar zwischen der dritten und zehnten Runde ungeschlagen, allerdings zwischen der elften und 15. Runde auch ohne Sieg. Gleich sechsmal blieben die „Veilchen“ auch ohne Torerfolg, bei vier Heimspielen hintereinander ohne Sieg konnte auch nicht mehr als Tabellenplatz sechs herausschauen. Cashpoint SCR Altach schaffte es, fünf Runden ungeschlagen zu bleiben, der SV Mattersburg lediglich drei Spieltage, der Vorletzte RZ Pellets Wolfsberg immerhin vier Runden.

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