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Noch keine Entscheidung über Davis-Cup

Dominic Thiem hat seine Hausaufgaben für die neue Saison gemacht, nach einem rund dreiwöchigen Camp auf Teneriffa geht es nächste Woche in sein erstes Turnier. Der Turnierkalender des Weltranglistenfünften für 2018 umfasst anders als heuer wieder das Generali Open in Kitzbühel (28. Juli bis 4. August). Erst nach diesem Sand-Event wird Thiem auf die Nordamerika-Tour gehen.

Noch nicht fix ist laut Coach Günter Bresnik hingegen das Davis-Cup-Antreten seines Schützlings am 2./3. Februar in St. Pölten gegen Weißrussland. „Das entscheide ich beim Davis Cup immer zwei Wochen vorher“, verdeutlichte der Trainer. Vor Beginn der Australian Open wird da also wohl noch keine Klarheit herrschen. Bresnik habe zudem gestört, dass ÖTV-Präsident Robert Groß seine und Thiems Zusage bereits als fix vermeldet hat.

Gute Erinnerungen an Kitzbühel

Anders sei die Lage beim Sommerhöhepunkt in Kitzbühel. „Die Verantwortlichen liegen mir ständig in den Ohren, die haben für Dominic auch sehr viel gemacht“, begründete Bresnik die Entscheidung für „Kitz“. Thiem freut sich darüber: „Dort wieder zu spielen, bedeutet extrem viel für mich. Ich habe da gute Erinnerungen. Das ist eines meiner absoluten Lieblingsturniere. Ich freue mich auf die Atmosphäre, aufs Ambiente.“

Alexander Antonitsch, Dominic Thiem und Arno Schuchter

GEPA/Philipp Brem

Kitzbühel-Turnierdirektor Alexander Antonitsch und Dominic Thiem

Für Alexander Antonitsch kam mit dieser Zusage des heimischen Topstars zwei Tage vor dem Heiligen Abend Weihnachten und Ostern zusammen. „Uns war immer klar, dass das für einen Spieler wie Dominic nicht alltäglich ist, ein 250er auf Sand vor der US-Tour zu spielen“, sagte der Turnierdirektor. Der frühere Umstieg nach Nordamerika auf Hartplatz bzw. der „Kitz“-Verzicht hatten sich heuer für den French-Open-Halbfinalisten jedoch nicht bezahlt gemacht.

Sand als Untergrund im Fokus

Auf Sand als Untergrund liegt bei Thiem wie immer speziell in der ersten Saisonhälfte ein besonderer Fokus. „Sand ist mein Lieblingsbelag, daher spiele ich im Februar auch die Südamerika-Tournee statt der Hallen-Turniere“, verdeutlichte der hinter dem Spanier Rafael Nadal heuer zweitbeste Sandplatzspieler. Das ebenso auf Sand gespielte Davis-Cup-Duell unmittelbar vor dem Südamerika-Trip würde ihm da gut hineinpassen, meinte Thiem.

Vorerst und noch vor den Australian Open in der zweiten Jänner-Hälfte geht es für den Lichtenwörther aber schon am Christtag nach Abu Dhabi. Beim dortigen, von Donnerstag bis Samstag nächster Woche (28. bis 30. Dezember) gespielten Einladungsturnier spielt Thiem laut Auslosung zum Auftakt gegen Andrej Rublew, der sich für die Niederlage beim Erste Bank Open vor zwei Monaten revanchieren will.

Nadals Start in Abu Dhabi wackelt

Auch Nadal hat genannt, doch könnte der laut Informationen Bresniks eventuell noch absagen. Dann würde Thiem wie Novak Djokovic vorgereiht und erst im Halbfinale dieses von sechs Spielern bestrittenen Events einsteigen. In diesen Matches geht es sehr viel um Spielpraxis, ehe es für Thiem in der ersten Jänner-Woche in Doha richtig ernst wird. In der Woche vor den Australian Open wird der Sieger von acht ATP-Turnieren die Melbourner Kooyong-Exhibition spielen.

Auf Teneriffa hat Thiem sogar den stets kritischen Bresnik überzeugt. „Für mich beeindruckend, was Dominic da in den letzten drei Wochen für ein Programm gefahren ist. Das haben auch die anderen Spieler dort bestätigt. Ich glaube, dass sich das auf Sand wie auf Hartplatz positiv niederschlagen wird. Wenn Dominic das umsetzt, was er in den letzten Tagen im Training gezeigt hat, gehe ich davon aus, dass er jede Woche ein Kandidat für das Semifinale ist.“

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