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Erfolg mit Köpfchen

Mikaela Shiffrin hat am Donnerstag den Slalom in Lienz gewonnen und dabei einmal mehr ihre Sonderstellung im Damen-Weltcup unter Beweis gestellt. Die 22-jährige US-Amerikanerin siegte mit 0,89 Sekunden Vorsprung auf die Schweizerin Wendy Holdener. Für Shiffrin war es der 17. Sieg in den letzten 22 Slaloms, der 27. Sieg in einem Torlauf gesamt und der 36. Erfolg im Weltcup.

Im Gesamtweltcup baute Shiffrin ihre Führung mit 821 Punkten weiter aus. Die zweitplatzierte Viktoria Rebensburg (GER) liegt bereits 391 Zähler zurück. Die beste Skifahrerin der Gegenwart hatte bereits nach dem ersten Durchgang einen komfortablen Vorsprung und verwaltete ihr Zeitguthaben im Finale geschickt.

Mikaela Shiffrin gewinnt den Slalom in Lienz

Mit ihren 22 Jahren hat Mikaela Shiffrin bereits 36 Weltcup-Siege eingefahren.

Hinter Holdener und Frida Hansdotter (SWE/+1,22) holte sich Bernadette Schild (+1,77) den vierten Platz. Die 27-jährige Salzburgerin, zuletzt Ende November in Killington als Dritte auf dem Podest, brachte in einer Zitterpartie im Finale 0,05 Sekunden Vorsprung auf die bis dahin führende Slowakin Petra Vlhova ins Ziel.

„Ein wilder Ritt“

Schild trauerte im ORF-Gespräch ein wenig einer besser Platzierung nach: „Wenn ich den ersten Durchgang besser fahre, wäre das Stockerl drinnen gewesen. Ich muss zufrieden sein, aber die letzte Selbstverständlichkeit fehlt eben noch. Im Rennen will man es immer gut machen und nicht ausfallen, das bremst mich noch. Man muss aber riskieren und immer bis ins Ziel kämpfen, auch wenn man Fehler macht.“

Bernadette Schild (AUT)

APA/EXPA/Michael Gruber

Bernadette Schild war mit ihrem vierten Platz nicht restlos zufrieden

Shiffrin freute sich über ihren Sieg: „Das war ein wilder Ritt, aber ich habe es ins Ziel geschafft. Im zweiten Durchgang war es wichtig, mit Hirn zu fahren. Es gab einige Stellen, wo man den Ski auslassen konnte, aber auch einige Stellen, wo man das Endergebnis im Kopf haben musste.“

Sechs Österreicherinnen im Finale

Sechs Österreicherinnen hatten sich für das Finale qualifiziert. Katharina Truppe eröffnete die Entscheidung und wurde in ihrem Lauf immer besser, je näher sie dem Ziel kam. Im Gegensatz zum ersten Durchgang konnte sie diesmal auch ihre Spur wählen und legte mit 1:46,58 Minuten die vorläufige Bestzeit vor. Die 21-jährige Kärntnerin wurde schließlich 17. (+2,71). Carmen Thalmann hingegen fiel nach einem Ausrutscher kurz vor dem Ziel an das Ende des Feldes (27./+4,28) zurück.

Damen-Slalom in Lienz

  • 1. Mikaela Shiffrin (USA)
  • 2. Wendy Holdener (SUI)
  • 3. Frida Hansdotter (SWE)

Die Tirolerin Stephanie Brunner, die versucht, sich im Slalom ein zweites Standbein neben dem Riesentorlauf aufzubauen, war bis auf einen Fehler gut unterwegs und kam bei ihrem Heimrennen auf dem dritten Zwischenrang ins Ziel. Vor allem Truppe war mit ihrem Lauf zufrieden, wie sie im ORF-Interview sagte: „Ich habe mir gedacht, Kathi, reiß dich zusammen, deine Leute stehen im Ziel und schauen zu. Dann hat alles gepasst.“ Brunner nahm aus ihrem 14. Platz (+2,62) das Positive mit: „Die Form stimmt, es geht bergauf. Das stimmt mich positiv, auch wenn immer wieder vermeidbare Fehler passieren.“

Gallhuber fährt in die Top Ten

Katharina Liensberger lieferte über drei Viertel der Strecke eine weitere Talentprobe ab, konnte ihre beste Weltcup-Platzierung, einen 15. Platz aus Killington am Ende jedoch nicht wiederholen. Mit einem unrunden Lauf im unteren Teil fiel die 20-jährige Vorarlbergerin vom 13. Rang auf Platz 23 (+2,92) zurück.

Katharina Gallhuber (AUT)

APA/EXPA/Michael Gruber

Katharina Gallhuber zeigte im zweiten Durchgang eine Talentprobe und stellte mit Platz sieben ihr bestes Ergebnis ein

Besser erging es Katharina Gallhuber, die sich mit einer beherzten Fahrt unter die Top Ten verbesserte. Die 20-jährige Niederösterreicherin freute sich über ihren siebenten Platz (+2,01) nach einem gelungenen zweiten Lauf: „Ich bin super zufrieden, weil der Lauf oben so gerade war, und mir das nicht liegt. Aber ich dachte, komm, push dich, und es hat geklappt.“

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