Sturm verhindert vierte Tour-de-Ski-Etappe

Die vierte Etappe der Tour de Ski der Langläufer ist vorzeitig beendet worden. Nach dem Prolog der Damen in Oberstdorf reagierte die Jury und brach den klassischen Sprintbewerb ab. Heftige Windböen ließen Bandenteile und Werbebanner über die Wettkampfstrecke fliegen, sodass die Sicherheit der Athleten nicht mehr gewährleistet war.

Wind in Oberstdorf

GEPA/Philipp Brem

Umstürzende Bäume, starker Wind, Blitz und Starkregen verhinderten einen fairen Wettkampf. Besonderes Pech hatte der Salzburger Bernhard Tritscher, der beim Aufwärmen mit einem anderen Athleten zusammenstieß und sich dabei eine Platzwunde über dem Auge zuzog. In der Geschichte der Tour ist es die erste Etappe, die während der Wettkampfserie abgesagt werden musste. Nur bei der ersten Tour de Ski 2006/2007 waren die ersten beiden Etappen wegen fehlenden Schnees gestrichen worden.

„Die einzig richtige Entscheidung“

In der Qualifikation der Damen war die Salzburgerin Teresa Stadlober 24. geworden und hätte sich damit im Gegensatz zur ihrer nur auf Platz 52 gelandeten ÖSV-Teamkollegin Lisa Unterweger, die fast von der Strecke geweht wurde, für das Viertelfinale qualifiziert. Das Resultat wurde jedoch gestrichen. Fortgesetzt soll die Tour de Ski am Donnerstag in Oberstdorf mit Massenstartrennen in der Skating-Technik werden.

Stadlober begrüßte die Juryentscheidung. „Das erste Mal hätte ich Sprint-Punkte gemacht, noch dazu in einem klassischen Sprint. Aber das war heute Nebensache, denn die Bedingungen waren mehr als irregulär“, betonte die 24-jährige Salzburgerin. „Beim Aufwärmen war ich innerhalb weniger Minuten komplett durchnässt. Der böige Wind erschwerte das Laufen ungemein, sowohl bergauf als auch in den Abfahrten. Das Rennen abzubrechen war die einzig richtige Entscheidung“, bekräftigte Stadlober.