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Verabschiedung im Haus des Sports

Die Verabschiedung durch Neo-Sportminister Heinz-Christian Strache (FPÖ) hat für Österreichs Handball-Männer am Dienstag die letzte Phase vor der EM in Kroatien eingeläutet. „Ich glaube an die neue Mannschaft“, betonte dabei Erfolgstrainer Patrekur Johannesson, dessen verjüngte Truppe gleich zum Auftakt am Freitag (18.15 Uhr, live in ORF Sport +) gegen Weißrussland ein „Endspiel“ erwartet.

Ein Sieg im ersten Gruppenspiel über die Weißrussen würde in Gruppe B, wo weiters Weltmeister Frankreich (Sonntag, 18.15 Uhr) und Vizeweltmeister Norwegen (Dienstag, 20.00 Uhr, jeweils live in ORF Sport+) warten, wohl zumindest Platz drei und den Aufstieg in die Hauptrunde bringen. Eine Niederlage wiederum könnte das frühe Aus bedeuten. „Wir haben nur Weißrussland im Kopf“ bestätigte Johannesson. Mit dem 17-Mann Kader bricht der Isländer am Mittwoch zum Spielort nach Porec auf.

Heinz Christian Strache mit den Teammitgliedern

GEPA/Christian Ort

Neo-Sportminister Strache weiß um den Stellenwert einer EM-Teilnahme

Quasi zum Abschied stellte sich am Dienstagvormittag im Haus des Sports der neue Minister ein. Er hob die erfolgreiche Qualifikation für die fünfte WM- oder EM-Endrunde seit 2010 hervor. „Man kann das gar nicht hoch genug einschätzen“, lobte Strache das Team. Auch dass Österreich mit Schweden und Norwegen Koveranstalter der EM 2020 ist, sei „von immensem Wert“. Zugleich komme da auf ihn „einiges zu, gemeinsam mit der Stadt Wien bei der Sportstättengestaltung einiges im positiven Sinn umzusetzen“.

Ohne Erfolgserlebnis nach Kroatien

Die ÖHB-Herren treten die Reise nach Kroatien allerdings ohne finales Erfolgserlebnis an. Am Sonntag zog eine ersatzgeschwächte rot-weiß-rote Truppe zwei Tage nach der 23:26-Heimniederlage gegen Tschechien auch bei der Revanche und EM-Generalprobe in Brno mit 21:35 (10:13) den Kürzeren. Johannesson verzichtete im Gegensatz zum Freitagspiel mit Rückraumspieler Nikola Bilyk und Flügel Sebastian Frimmel auf zwei Stammkräfte, die aufgrund von leichten Blessuren geschont wurden. Zudem fehlte Lukas Herburger nach überstandener Übelkeit.

Österreichs Team, das nach der Heim-EM 2010, der WM 2011, der EM 2014 und der WM 2015 zum insgesamt fünften Mal bei einem Großereignis dabei ist, blieb nur bis zum Stand von 6:7 am Gegner dran, verzeichnete aber insgesamt zu viele Fehlwürfe und musste die Tschechen dann trotz einer starken Vorstellung von Goalie Kristian Pilipovic immer weiter ziehen lassen. Besonders nach der Pause hatten die Österreicher den Hausherren, die ebenfalls bei der EM vertreten sind, nur noch wenig entgegenzusetzen.

„Der Halbzeitstand von 10:13 war okay, da waren wir noch im Spiel. Nach Seitenwechsel war Tschechien dann deutlich besser als wir“, musste auch Johannesson gestehen. Der Isländer konnte zumindest der zweiten Reihe mehr Anteile verschaffen. „Das Positive ist aber, dass durch die Ausfälle von Bilyk, Frimmel und Herburger einige Spieler mehr Spielzeit bekommen haben. Wichtig ist das Spiel am 12. Jänner gegen Weißrussland, und bis dahin gilt es für mich, Lösungen zu finden.“

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