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Zahlreiche Siegesanwärterinnen

Nach dem Programmtausch wegen der Pistenprobleme beginnt das Speed-Wochenende der Damen in Bad Kleinkirchheim am Samstag mit dem Super-G (10.45 Uhr, live in ORF eins und im Livestream). Es ist der fünfte im Olympiawinter, bisher gab es vier verschiedene Siegerinnen. Besonders motiviert ist daher Lara Gut, die Schweizerin jagt noch immer ihren ersten Saisonsieg hinterher.

Tina Weirather (Lake Louise), Jasmine Flury (St. Moritz), Lindsey Vonn und Anna Veith (jeweils Val d’Isere) heißen die bisherigen Gewinnerinnen, Weirather führt in der Disziplinenwertung. Österreich hat in Kärnten heiße Eisen am Start. Weltmeisterin Nicole Schmidhofer war Dritte in Kanada, Cornelia Hütter hat einen möglichen weiteren Sieg in Val d’Isere erst im Finish verspielt und Veith die französische Skistation im Dezember zum großen Comebacksieg genutzt.

Cornelia Hütter

GEPA/Daniel Goetzhaber

Hütter freut sich auf ein „spannendes Wochenende“

Erstmals seit diesem emotionalen Triumph geht die Salzburgerin am Samstag wieder in einen Super-G. Die drei Riesentorläufe seitdem waren allerdings ernüchternd. „Es gibt nun mal Aufs und Abs. Aber auch die Täler bringen mich weiter. Ich brauche einfach den Rennrhythmus, und jede Erfahrung hilft“, betonte Veith.

Noch viel Luft nach oben bei Veith

Natürlich sei skifahrerisch bei ihr noch viel Luft nach oben vorhanden, sagte Veith und erinnerte an die lange Zeit ohne Rennen seit ihrer schweren Knieverletzung vom Oktober 2015. Sie sehe sich daher auch als aktuellste Siegerin am Samstag nicht als Favoritin.

„Es ist natürlich befreiend zu wissen, dass man es draufhat. Aber die Dichte im Super-G war schon lange nicht mehr so groß. Auch Lara hat das Zeug, Schmidi sehe ich sogar weit vorne“, sagte Veith, die in Gut und Schmidhofer die Favoritinnen sieht. „Es ist jedenfalls immer schön, in der Heimat zu fahren.“

Hütter hat in Kanada gleich ihre erste Abfahrt nach dem Comeback gewonnen und einen Triumph im Super-G in Frankreich am drittletzten Tor verspielt. „Das hat mich schon richtig berührt. Wenn dich so was kalt lässt, bist du nicht mit Herz dabei“, sagte die Steirerin, die beim Vonn-Sieg in Val d’Isere nach Spitzenzwischenzeit „eingefädelt“ hatte.

„Herz in die Hand nehmen“

„Ich weiß, dass ich schnell gewesen wäre. Das muss ich mitnehmen und die Fehler beiseitelassen“, meinte Hütter, die sich für Bad Kleinkirchheim viel vorgenommen hat. Für beide Rennen gelte: „Es wird von der Sicht her finster und auch unruhig. Da muss man das Herz in die Hand nehmen und Vollgas geben. Aber das haben einige andere auch drauf, es wird also ein spannendes Wochenende.“

Zum Mini-Abfahrtstraining am Freitag meinte Hütter: „An so etwas kann ich mich nicht einmal aus den Europacup-Zeiten erinnern. Wo es lustig geworden wäre, mussten wir wieder bremsen. Es war ein bissl komisch.“ Sie freue sich nach der ewig langen Abfahrtspause dennoch: „Lange Ski und daheim, das ist ein cooles Gefühl.“

„Mit Runterschwingen gewinnst hier nix“

Auch Schmidhofer fand das Kurztraining etwas seltsam. „Vielleicht hätte man stattdessen lieber am Samstag ein ganzes Training fahren sollen“, meinte die Steirerin. Sie hoffe aber, vom vorweihnachtlichen Training der ÖSV-Damen hier zu profitieren. „Es ist doch sehr finster auf der Strecke. Vielleicht ist das also doch ein kleiner Vorteil. Zumindest habe ich dabei aus dem Kopf bekommen, dass es so schwer ist, wie ich es noch vor drei Jahren empfunden habe.“

Als Weltmeisterin sei man natürlich immer Mitfavoritin. „Dass ich Ski fahren kann, wissen mittlerweile alle“, so Schmidhofer. „Wichtig ist, das Herz in die Hand zu nehmen. Mit Runterschwingen gewinnst hier nix.“

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