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Tauziehen um vorzeitigen Abgang

Nach dem millionenschweren Abgang von Philippe Coutinho zu Barcelona arbeitet Liverpool offenbar intensiv daran, Naby Keita bereits im Winter von RB Leizpig loszueisen. Laut „Bild“-Zeitung sind die „Reds“ bereit, weitere 15 bis 20 Millionen Euro zu zahlen, damit der 22-jährige Mittelfeldspieler vor dem Inkrafttreten seines Vertrags im Sommer schon jetzt in die Premier League wechselt.

Den Transfer zur Sommerpause 2018 hatten die beiden Vereine im August vergangenen Jahres für ein angebliches Gesamtvolumen von 70 Millionen Euro fixiert. Schon damals betonten die Leipziger, dass ein früherer Abgang nicht verhandelbar sei. Noch im November hatte Sportdirektor Ralph Rangnick betont, dass sie ihn auch dann nicht früher nach Liverpool gehen lassen, „selbst wenn wir nicht in der Champions League überwintern sollten“.

Keita, Hasenhüttl

APA/AFP/Thomas Kienzle

Hasenhüttl will Keita nicht vorzeitig Richtung Liverpool ziehen lassen

Dass sich daran nichts geändert hat, bekräftigte am Donnerstag Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl. „Der aktuelle Stand ist der, der sich eigentlich unverändert darstellt in der gesamten Saison: dass es keinen Grund für uns gibt, Naby Keita vorher abzugeben“, sagte der Steirer vor dem Rückrundenauftakt am Samstag. „Er wird gegen Schalke spielen, und ich hoffe, dass er gut spielen wird.“

Handlungsbedarf nach Coutinho-Abgang

Dass Liverpool und Trainer Jürgen Klopp Handlungsbedarf sehen, ist klar. Die „Reds“ suchen Ersatz für Coutinho, der für kolportierte 120 Millionen zum FC Barcelona gewechselt ist, die Portokasse ist also prall gefüllt. Wie die „Bild“-Zeitung schrieb, soll sich die Führungsetage der Leipziger nun doch mit einem Verkauf im Winter beschäftigen, obwohl RB den Verbleib in der Champions League verpasst hat und stattdessen im Achtelfinale der Europa League gegen den SSC Napoli antreten muss.

Ein frühzeitiger Wechsel von Keita würde allerdings eine große Lücke in die Mannschaft von Hasenhüttl reißen. Gemeinsam mit ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer und DFB-Stürmer Timo Werner bildet der 22-jährige Nationalspieler aus Guinea das offensive Herzstück der Sachsen. Seine Aufgabe sei es, Fußball zu spielen, sagte Hasenhüttl. „Ich habe keine Sekunde einen Zweifel daran, dass er das am Samstag nicht machen wird“, betonte der RB-Coach.

Die neuerlichen Spekulationen um Keita, der im Sommer 2016 für angeblich 15 Millionen Euro von Red Bull Salzburg nach Leipzig gekommen war, kommen für die Leipziger jedenfalls zu keinem guten Zeitpunkt. „Über Was-wäre-wenn-Fragen mache ich mir zwei Tage vor dem Spiel gegen Schalke keinen Kopf und möchte auch nicht drauf antworten“, entgegnete Hasenhüttl auf die Frage, ob er womöglich einen eigenen neuen Vertrag von einem Verbleib Keitas abhängig mache.

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