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Prevljak-Doppelpack bei Schlusslicht

Das „rettende Ufer“ ist für den SKN St. Pölten in der tipico-Bundesliga immer weiter entfernt. Am Samstag unterlag das Schlusslicht vor eigenem Publikum dem SV Mattersburg glatt mit 0:3 (0:0). Matchwinner war Stürmer Smail Prevljak, der in der zweiten Hälfte zweimal traf. Die Burgenländer überholten damit in der Tabelle Altach und rückten auf Platz sieben vor.

Beide Teams taten sich vor schütterer Kulisse in der NV-Arena schwer. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Prevljak die Gäste in der 49. Minute nicht unverdient in Führung, da Mattersburg bis dahin die gefährlichere Mannschaft war. In der 63. Minute legte die Nummer 14 einen weiteren Treffer nach, ehe der eingewechselte Alois Höller (84.) nach Prevljak-Vorarbeit den Endstand besorgte.

Smail Prevljak (SV Mattersburg)

GEPA/Mario Kneisl

Smail Prevljak avancierte zu Mattersburgs Matchwinner in St. Pölten

Für St. Pölten erscheint der Kampf um den Klassenerhalt nach der fünften Niederlage in Serie immer aussichtsloser. Nach 22 Runden liegt die Truppe von Trainer Oliver Lederer bereits 13 Punkte hinter dem Vorletzten WAC, der Sturm Graz auswärts mit 1:0 bezwang.

Entscheidung nach der Pause

In einer zerfahrenen Partie hatte Mattersburg die besseren Aktionen in der Offensive. Kopfbälle von Masaya Okugawa (14.) und Markus Pink (19.) waren allerdings keine Gefahr für Filip Dmitrovic, der wieder den Vorzug im SKN-Tor bekommen hatte. In der 31. Minute verhinderte der 22-Jährige gegen Prevljak den Gegentreffer, indem er beim Schuss des Bosniers den Weg durch seine Beine versperrte. St. Pölten hatte zwar in den meisten Statistiken die Nase vorne, brachte jedoch keinen einzigen Torschuss zustande.

St. Pölten unterliegt Mattersburg

Bundesliga-Schlusslicht SKN St. Pölten erlitt am Samstag eine 0:3-Heimschlappe gegen SV Mattersburg.

Nach Wiederanpfiff brachte Prevljak den Ball nach einem cleveren Doppelpass mit Okugawa aus kurzer Distanz im Tor unter. Der Treffer war schön herausgespielt, wenngleich sich die Hintermannschaft der Gastgeber relativ leicht auseinandernehmen ließ. Kurz darauf hatten die Niederösterreicher Glück, dass die Salzburg-Leihgabe nicht gleich im Doppelpack zuschlug. Ein Schuss Prevljaks vom Sechzehner segelte nur knapp am Tor vorbei.

St. Pölten fand auch danach kein probates Mittel im Vorwärtsgang. Ein Versuch von Kapitän Dominik Hofbauer (59.) aus rund 20 Metern ging vorbei. Auf der Gegenseite machte es Prevljak besser, der nach Flanke von rechts und Kopfball von Pink den Ball wieder aus wenigen Metern über die Linie drückte. Jano (70.) verfehlte aus der Distanz das 3:0, das schließlich „Joker“ Höller machte: Nach einem energischen Antritt spitzelte er den Ball an Dmitrovic vorbei.

Stimmen zum Spiel:

Oliver Lederer (St.-Pölten-Trainer): „Erste Halbzeit waren wir gut im Spiel. Wir hätten darauf aufbauen müssen, das ist uns aber nicht gelungen. Wir hatten dann in der zweiten Hälfte viele Fehler im Spielaufbau. Nach dem 0:1 haben wir dann leider nicht die richtige Reaktion gezeigt. Unsere Situation ist sehr herausfordernd und schwierig, aber es sind noch einige Runden zu spielen. Wir müssen jetzt Punkte holen, Punkte holen, Punkte holen, und wenn wir am Ende Letzter sein sollten, werden wir uns auf die Relegation konzentrieren.“

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): „Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden kann. Der SKN hat es uns in der ersten Hälfte schwer gemacht. Wir haben dann drei wunderschöne Tore erzielt. Ein Kompliment an die Mannschaft. Wir müssen jetzt permanent Punkte holen. Das ist der nächste Step, den wir machen wollen. Wir wünschen dem SKN alles Gute für die Zukunft. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben.“

Tipico-Bundesliga, 22. Runde

Samstag:

St. Pölten - Mattersburg 0:3 (0:0)

NV-Arena, 2.400 Zuschauer, SR Lechner

Torfolge:
0:1 Prevljak (49.)
0:2 Prevljak (63.)
0:3 Höller (84.)

St. Pölten: Dmitrovic - Luan, Huber, Muhamedbegovic - Rasner (78./Keles), Malicsek (56./Entrup), Hofbauer, Bajrami, Mehmedovic (46./Schütz) - Atanga, Pak

Mattersburg: Kuster - Novak, Malic, Mahrer, Lercher - Grgic (74./Ertlthaler), Jano - Okugawa, Perlak (71./Ortiz), Pink (76./Höller) - Prevljak

Gelbe Karten: Hofbauer bzw. Okugawa

Die Besten: Hofbauer bzw. Prevljak, Pink, Mahrer

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