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Start in Buenos Aires, Rio und Acapulco

Dominic Thiem spielt in den nächsten Wochen bei drei Turnieren, bei denen er jeweils schon einen Titel geholt hat. In Buenos Aires und Acapulco hat der Niederösterreicher jeweils 2016 zugeschlagen, in Rio de Janeiro 2017. Der Turniersieg in der Olympiastadt von 2016 war sein achter und bisher letzter auf der ATP-Tour und ist fast schon ein Jahr her. Für Thiem dauert diese Durststrecke schon entschieden zu lange.

„Ein Turniersieg wäre wieder einmal schön. Es wäre wieder einmal an der Zeit“, hatte der 24-Jährige vor seinem am Donnerstag erfolgten Abflug nach Buenos Aires gesagt. „Ich will in den nächsten Wochen gut spielen. In den letzten ein, zwei Jahren ist das bei dieser Mini-Sandsaison sehr gut für mich gelaufen.“ In Acapulco wird bereits auf Hartplatz gespielt, womit es quasi eine Vorbereitung auf die Masters-1000-Turniere im März in Indian Wells und Miami ist.

Lob für Interimscoach Blanco

Bei einem dieser zwei Events wird Trainer Günter Bresnik seinem Schützling nachreisen. Bis dahin wird der Weltranglistensechste von Galo Blanco betreut. „Er ist ein richtig guter Trainer“, lobte Thiem den 41-jährigen Spanier. „Er war auch schon bei der Saisonvorbereitung in Teneriffa mit. Er war selbst ein sehr, sehr guter Spieler und kann sich reinfühlen in das, was ich mache. Er ist doch in einer Zeit Spieler gewesen, die ähnlich ist wie meine. Er ist auch richtig motiviert, es macht Spaß.“

Gestiegener Druck

Die Aufmerksamkeit der Zuschauer ist mittlerweile immer auf Thiem gerichtet, das war etwa vor zwei Jahren bei seinen Triumphen in Buenos Aires und Acapulco noch nicht ganz so. „Da habe ich in fast jedem Match frei aufspielen können. Jede gewonnene Runde bei einem größeren Turnier war ein großer Erfolg. Das ist heute natürlich komplett anders. Wenn ich ein Achtelfinale bei einem Grand Slam verliere, ist es eine halbe Enttäuschung.“

Dominic Thiem

APA/AFP/Joao Paulo Engelbrecht

Am 26. Februar 2017 bejubelte Thiem den Titelgewinn in Rio de Janeiro

Befreit aufspielen, das gebe es für ihn heutzutage nicht mehr, denn eine so gute Weltranglistenposition verschaffe auch einen gewissen Druck. „Aber da gewöhnt man sich auch daran. Doch klar will man die gute Position halten.“ Wenn das gelingt, sei die Anzahl der Titel auch nicht so wichtig. „Solange ich in den Top Fünf abschließe, ist es mir eigentlich egal. Aber sicher ist jeder Turniersieg schön, weil es selten ist, dass man einmal eine Woche ohne Niederlage abschließt.“

In Buenos Aires gegen Zeballos

In Buenos Aires hat der topgesetzte Österreicher zum Auftakt ein Freilos, in der zweiten Runde, zugleich das Achtelfinale, bekommt er es mit dem 32-jährigen Argentinier Horacio Zeballos zu tun. Gegen Zeballos, der im ATP-Ranking auf Position 66 liegt, hat er das bisher einzige Duell 2017 bei den French Open in Paris glatt in drei Sätzen für sich entschieden.

Haider-Maurer in erster Runde out

Auf eine erfolgreiche Woche hatte auch Andreas Haider-Maurer gehofft. Der Niederösterreicher war dank seines „Protected Rankings“ im Hauptbewerb dabei, musste sich aber gleich zum Auftakt Diego Schwartzman geschlagen geben. Der 25-jährige Argentinier, Weltranglisten-24. und daher Favorit gegen den auf Position 420 abgerutschten Haider-Maurer, setzte sich schließlich mit 6:4 6:3 durch. Im Head-to-Head steht es 3:0 für Schwartzman.

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