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Niederlage auch bei Vogel-Heimpremiere

Sturm kommt im Frühjahr unter Neo-Coach Heiko Vogel nicht in Fahrt. Der Winterkönig der tipico-Bundesliga verlor am Samstag auch das zweite Spiel nach der Ära von Franco Foda, unterlag der RZ Pellets WAC in der Merkur Arena mit 0:1.

Die Grazer liegen damit nach der 22. Runde bereits fünf Punkte hinter Tabellenführer und Titelverteidiger Red Bull Salzburg zurück. Ausgerechnet bei der Heimpremiere von Vogel gab es für die Steirer die erste Niederlage vor eigenem Publikum in der laufenden Saison - im zwölften Spiel.

Sturm-Heimniederlage gegen den WAC

Im zwölften Heimspiel der Bundesliga-Saison gab es für Sturm Graz die erste Heimniederlage. Der WAC gewann in Graz 1:0.

Neuzugang Ashimeru als Matchwinner

Zum Matchwinner für die Wolfsberger avancierte der starke Majeed Ashimeru. Der bis Sommer von Salzburg ausgeliehene 20-jährige Offensivspieler aus Ghana erzielte in der 50. Minute in seinem zweiten Spiel seinen ersten Bundesliga-Treffer.

Majeed Ashimeru (WAC)

GEPA/Hans Oberlaender

Majeed Ashimeru erzielte in seinem zweiten Bundesliga-Match das erste Tor

Für den WAC war es ein Befreiungsschlag, ließen die Wolfsberger doch eine Serie von 15 sieglosen Spielen hinter sich und holten zum ersten Mal seit 26. August 2017 (2:1 gegen St. Pölten) drei Punkte. In der Fremde war es der erste Ligasieg seit 30. November 2016 - auch beim 4:0 damals war St. Pölten der Gegner.

Sturm bleibt ziemlich harmlos

Sturm war nach dem missglückten Frühjahrsstart (0:1 in Mattersburg) ohne den erkrankten Dario Maresic auf Wiedergutmachung aus, blieb allerdings vieles schuldig. Ungenaue Zuspiele, viele Fehler, von denen Vogel gehofft hatte, dass es sie nicht mehr geben werde, prägten das Spiel. Auch deshalb gab es auch in der Offensive wenig nennenswerte Aktionen.

Vor der Pause wurden die Hausherren nur zweimal gefährlich. Ein Schuss von Deni Alar wurde von Michael Sollbauer geblockt (31.), bei einem Hierländer-Abschluss aus fast 20 Metern konnte sich Goalie Alexander Kofler auszeichnen (40.). Die Gäste sorgten für eine offene erste Hälfte, konnten allerdings selbst vorne auch keine Akzente setzen.

Schoissengeyr-Fehler leitet Siegestor ein

Das änderte sich gleich nach dem Seitenwechsel dank tatkräftiger Mithilfe der Steirer. Nach einem katastrophalen Stoppfehler von Christian Schoissengeyr nach nicht idealem Schulz-Zuspiel konnte Ashimeru aufs Tor ziehen und überlegt ins lange Eck vollenden (50.). Tormann Jörg Siebenhandl hatte keine Chance.

Fünf Minuten später war das Comeback von Jakob Jantscher zu Ende. Der Ex-Türkei-Legionär, der zum ersten Mal seit dem gewonnenen ÖFB-Cup-Finale gegen Wr. Neustadt 2010 für Sturm spielte, war völlig farblos geblieben. Das traf aber großteils auch auf seine Kollegen zu. Alar hatte zumindest zwei weitere Möglichkeiten, sein Volleyschuss nach Eze-Flanke fiel aber zu schwach aus (65.) und sein Fallrückzieher landete deutlich über dem Tor (79.).

Der WAC verteidigte die Führung geschickt, verabsäumte es aber, die eigenen Angriffe fertig zu spielen. Trotzdem änderte sich nichts mehr am zweiten Spiel ohne Niederlage in Folge. Nach dem 0:0 gegen Altach sind die Kärntner mit vier Punkten aus zwei Spielen stark ins Jahr 2018 gestartet. Der Abstand auf Schlusslicht SKN St. Pölten beträgt bereits beruhigende 13 Punkte.

Stimmen zum Spiel:

Heiko Vogel (Sturm-Trainer): „Durch die aggressive Spielweise des Gegners haben wir zu Beginn sehr schwer ins Spiel gefunden. Wir haben dann das Spiel in die Hand genommen, aber nichts Zählbares erreicht. Nach dem Gegentor haben wir nicht die Mittel gefunden, das Bollwerk zu knacken. Wir hätten den letzten Willen haben müssen, das Tor zu erzwingen.“

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): „Es ist ein wunderschöner Tag für uns, wir haben gegen einen übermächtigen Gegner auswärts gewonnen. Wir haben von Anfang an Druck ausgeübt, waren die ersten 20 Minuten sehr präsent. Wir haben über weite Strecken ein sehr gutes Spiel abgeliefert, müssen aber die Offensivaktionen besser zu Ende spielen, da sind wir noch zu hektisch. Dieser Sieg ist eine riesengroße Befreiung. Mit Igor und Ashimeru haben wir im Winter zwei Spieler dazubekommen, die uns fußballerisch gut tun.“

Tipico-Bundesliga, 22. Runde

Samstag:

Sturm Graz - WAC 0:1 (0:0)

Merkur Arena, 7.200 Zuschauer, SR Jäger

Tor: Ashimeru (50.)

Sturm: Siebenhandl - Koch, Schoissengeyr, Schulz, Schrammel - Jeggo - Huspek (79./Schmerböck), Hierländer, Potzmann (76./F. Schubert), Jantscher (55./Eze) - Alar

WAC: Kofler - Sollbauer, Rnic (76./Drescher), Igor - Frieser, Zündel, Offenbacher, Wernitznig - Ashimeru (89./Rabitsch) - Gschweidl, Ouedraogo (72./Orgill)

Gelbe Karten: Schoissengeyr, Eze, Hierländer bzw. Frieser

Die Besten: Hierländer, Eze bzw. Ashimeru, Igor, Sollbauer

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