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Vorjahresfinalist mit Rücken zur Wand

Vorjahresfinalist Juventus Turin hat im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League einen herben Dämpfer erlitten. Der italienische Rekordmeister erreichte am Dienstag vor eigenem Publikum gegen Tottenham trotz einer schnellen 2:0-Führung nur ein 2:2. Praktisch weiter ist Manchester City nach einer 4:0-Gala beim FC Basel.

In Turin verlief der Start zunächst ganz nach dem Geschmack des Vorjahresfinalisten. In der zweiten Minute wurde Gonzalo Higuain nach einem Freistoß von Sami Khedira sträflich allein gelassen, und der Argentinier traf - allerdings wohl aus Abseitsposition - volley zum 1:0 für Juventus. Schon sieben Minuten später stellte der Tabellenzweite der Serie A auf 2:0. Ben Davies brachte Federico Bernardeschi im Strafraum zu Fall, den dafür verhängten Elfmeter verwertete Higuain.

Jubel von Tottenham

APA/AP/Antonio Calanni

Eriksen traf dank Mithilfe von Juve-Goalie Buffon zum 2:2-Ausgleich

Tottenham ließ sich vom schnellen Rückstand jedoch nicht beirren und kam in der 25. Minute zur ersten Topchance, als Harry Kane aus kurzer Distanz per Kopf an Juventus-Goalie Gianluigi Buffon scheiterte. In der 35. Minute war dann die italienische Tormannlegende erstmals geschlagen. Nach einem optimalen Pass von Dele Alli lief Kane unbedrängt Richtung Tor, umkurvte Buffon und erzielte seinen siebenten Saisontreffer in der „Königsklasse“.

Juventus Turin - Tottenham Hotspur 2:2 (2:1)

Torfolge: Gonzalo Higuain (2., 9.), Harry Kane (35.), Christian Eriksen (71.).

Die große Chance, den Zweitorevorsprung wiederherzustellen, ließ Higuain in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus. Der Goalgetter knallte einen Penalty an die Latte. Das sollte sich noch rächen. Christian Eriksen versenkte in der 71. Minute einen Freistoß aus rund 20 Metern flach im Tormanneck. Buffon, der mit einem Schuss über die Mauer spekuliert hatte, machte dabei keine gute Figur. Juventus ging damit nach zuletzt elf Pflichtspielsiegen in Folge erstmals nicht als Gewinner vom Platz und kassierte erstmals in diesem Jahr Gegentore. In den vergangenen 16 Partien war der Ball nur einmal im Netz der Turiner gelandet.

Manchester City spielt Basel an die Wand

Während Italiens Rekordchampion trotzdem noch Aufstiegschancen hat, ist das Duell zwischen dem FC Basel und Manchester City schon nach der ersten Partie zugunsten der Engländer entschieden. Der überlegene Premier-League-Spitzenreiter ging in der 14. Minute durch einen Kopfball von Ilkay Gündogan nach Corner von Kevin de Bruyne in Führung. Vier Minuten danach erhöhte Bernardo Silva mit einem haltbaren Schuss auf 2:0.

Basel - Manchester City 0:4 (0:3)

St.-Jakob-Park, Basel; Schiedsrichter: Jonas Eriksson; Torfolge: Ilkay Gündogan (14., 53.), Bernardo Silva (18.), Sergio Agüero (23.).

Den dritten City-Treffer erzielte Sergio Agüero in der 23. Minute mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze. Spätestens mit dem 4:0 für die Gäste durch einen sehenswerten Schlenzer von Gündogan (53.) wurden die letzten Zweifel am Aufstieg der Mannschaft von Josep Guardiola beseitigt. Die Rückspiele steigen am 7. März.

CL-Fixplatz für Österreich rückt näher

Für Österreich hat das Basel-Debakel einen angenehmen Nebeneffekt. Sollte der Schweizer Meister wie zu erwarten auch in Manchester verlieren, würde die heimische Liga die UEFA-Fünfjahreswertung definitiv vor den Eidgenossen abschließen. Sofern Viktoria Pilsen (im Sechzehntelfinale gegen Partizan Belgrad) in der Europa League nicht zwei Siege mehr als Salzburg holt und AEK Athen in der zweiten Europacup-Etage keinen Sensationslauf hinlegt, wäre Rang elf abgesichert. Das würde wohl einen Champions-League-Fixplatz für Österreichs Meister der Saison 2018/19 bedeuten.

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