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Innviertler trotzdem weiter voran

Die um den Aufstieg kämpfende SV Guntamatic Ried hat ebenso wie Verfolger Wiener Neustadt zum Frühjahresauftakt der Sky Go Erste Liga Punkte liegen gelassen. Die in der Tabelle weiter voran liegenden Innviertler mussten sich am Freitag im Heimspiel gegen den FAC mit einem 1:1 begnügen, die Niederösterreicher unterlagen bei Austria Lustenau nach einem späten Gegentreffer mit 1:2.

Schlusslicht Blau Weiß Linz siegte gegen den FC Liefering trotz zwischenzeitlichen Rückstands noch mit 2:1 (0:0) und verkürzte damit den Rückstand auf den Neunten Wattens auf zwei Zähler. Die Partie der Tiroler gegen Kapfenberg wurde witterungsbedingt auf 12. März verschoben. Im Abendspiel war noch Hartberg gegen Wacker Innsbruck im Einsatz. Gestartet wurden die Spiele mit einer Trauerminute für den am vergangenen Freitag verstorbenen Bundesliga-Präsidenten Hans Rinner.

Durchwachsener Einstand für Ried

In Ried lieferten die Hausherren einen durchwachsenen Einstand im neuen Jahr ab. Die Innviertler vergaben durch Thomas Fröschl zunächst gute Chancen, bissen sich am FAC aber vermehrt die Zähne aus. Die Gäste aus Wien-Floridsdorf standen defensiv stabil und setzten Nadelstiche. Nach einem torlosen Remis zur Pause gingen die Rieder in einer Drangphase dann aber doch in Führung.

Julian Wießmeier traf per Foulelfmeter (58.) nach einem Vergehen an Seifedin Chabbi. Die Freude der auf den Aufstieg fixierten Hausherren währte dennoch nur kurz. Nach einem Rieder Ballverlust im Spielaufbau kam der Ball zu Marco Sahanek. Der Rückkehrer traf umringt von vier SV-Akteuren an Thomas Gebauer vorbei zum Ausgleich (60.). Bei Ried kam noch Philipp Prosenik aufs Feld, auch mit dem neuen Angreifer gelang es aber nicht mehr, eine zwingende Torchance herauszuarbeiten. Ried tritt nun am Mittwoch im Halbfinale des Uniqa-ÖFB-Cups bei Rapid an.

Lustenau siegt dank Elfers in Nachspielzeit

Den Vorsprung auf die zuvor punktegleichen Wiener Neustädter konnte Ried immerhin ausbauen. Ronivaldo traf beim 2:1 der Lustenauer Austria in der 93. Minute per Foulelfmeter entscheidend. Felix Adjei hatte den Brasilianer zuvor ungeschickt attackiert. Die Lustenauer hatten sich davor lange Zeit vergeblich gemüht.

Spieler von Austria Lustenau jubeln

GEPA/Oliver Lerch

Austria Lustenau feierte einen Last-Minute-Heimsieg

Sie fanden schon nach wenigen Minuten durch Jodel Dossou eine Riesenchance vor, die Gäste agierten jedoch mit den gewohnten Tugenden und nutzten auch in Abwesenheit des verletzten Torjägers Hamdi Salihi (OP nach Leistenbruch) ihre erste Möglichkeit eiskalt. Bei einem weiten Pass von David Cancola war die Austria-Abwehr nicht im Bild, der davongeeilte Mario Stefel war im zweiten Versuch erfolgreich (23.). Erst nach dem Seitenwechsel kamen die Vorarlberger in Schwung: Ronivaldo traf nach einem Eckball aus kurzer Distanz per Kopf (67.), ehe er gegen zu passive Neustädter mit seinem neunten Saisontor nachlegte.

60-Meter-Fernschuss bringt den Sieg

Blau Weiß Linz gab am Tabellenende mit dem dritten Saisonerfolg ein Lebenszeichen unter Neo-Coach Thomas Sageder. Matchwinner für die Oberösterreicher war Manuel Krainz mit seinem ersten Ligatreffer. Der Mittelfeldmann hatte etwas Ballglück, überhob Lieferings Schlussmann Carlos Coronel aber dann mit einem 60-Meter-Fernschuss aus der eigenen Spielhälfte (72.).

Dabei hatte Liefering durch ein Joker-Tor vorgelegt. Der zur Pause eingewechselte Dominik Szoboszlai traf in der 51. Minute per exakt gezirkelten Freistoß. Für den im Winter von Red Bull Salzburg mit einem Profivertrag ausgestatteten Ungarn war es sein achtes Saisontor. Sekou Koita hätte eine Minute später beinahe nachgelegt, so kamen die Linzer aus einem von Gabriel Lüchinger verwandelten Handselfmeter (64.) zum Ausgleich. Lieferings Koita hatte den Ball bei einer Standardsituation zuvor klar mit der Hand berührt.

Sky Go Erste Liga, 21. Runde

Freitag:

Ried - FAC 1:1 (0:0)

Tore: Wießmeier (58./Elfmeter) bzw. Sahanek (60.)

Austria Lustenau - Wr. Neustadt 2:1 (0:1)

Tore: Ronivaldo (67., 93./Elfmeter) bzw. Stefel (23.)

Blau Weiß Linz - Liefering 2:1 (0:0)

Tore: Lüchinger (64./Elfmeter), Krainz (72.) bzw. Szoboszlai (51.)

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