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Triplepack gegen Admira

Smail Prevljak hat den SV Mattersburg zu einem 3:2-Sieg gegen FC Flyeralarm Admira geschossen. Der Bosnier erzielte am Samstag in der 25. Runde der tipico-Bundesligist im Pappelstadion alle drei Treffer und hält nun bei zehn Saisontoren. Der Sechste Mattersburg ist seit acht Runden ungeschlagen und hat nur mehr zwei Punkte Rückstand auf den Fünften LASK. Die Admira ist vorerst Dritter.

Nach einem Doppelpack von Prevljak, der in der 23. und in der 45. Minute einnetzte, lagen die starken Mattersburger zur Pause verdient mit 2:1 in Führung. Für die Admiraner hatte Lukas Grozurek nach einem Fehler von SVM-Goalie Markus Kuster getroffen. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Prevljak (51.), ehe nach dem Tor von Patrick Schmidt (78.) für die Admiraner noch kurz Hoffnung aufkeimte.

Smail Prevljak (Mattersburg) schießt ein Tor gegen Admira

APA/EXPA/Thomas Haumer

Mattersburg-Goalgetter Prevljak erwischte gegen die Admira einen perfekten Tag

Der von Salzburg ins Burgenland verliehene Bosnier hat nun in seinen vergangenen drei Bundesliga-Spielen jeweils mindestens zwei Tore erzielt, in der Vorwoche gegen Altach war er gesperrt gewesen. Dazu traf der Bosnier auch am Dienstag bei Mattersburgs 4:1-Sieg im ÖFB-Cup-Viertelfinale gegen Hartberg.

Mattersburg - Admira 3:2 (2:1)

Pappelstadion; Tore: Prevljak (23., 45., 51.) bzw. Grozurek (35.), Schmidt (78.)

Prevljak macht es sichtlich Spaß

Das Spiel gehörte am Anfang klar den Mattersburgern, die das Mittelfeld schnell überbrückten und ein ums andere Mal gefährlich in den gegnerischen Strafraum kamen. Bei Chancen durch Masaya Okugawa (2.), Markus Pink (16.) und den enorm auffälligen Prevljak (22.) hatten die Südstädter Glück, nicht schon in Rückstand zu geraten. Prevljak nahm aber eine Minute später einen Pass von Kapitän Nedeljko Malic perfekt mit und setzte einen flachen Schuss via Innenstange ins lange Eck.

Sein zweiter Treffer fiel kurz vor dem Pausenpfiff nach ähnlicher Entstehungsgeschichte. Nach dem weiten, öffnenden Pass, der diesmal von Linksverteidiger Michael Novak kam, tanzte der 22-Jährige im Strafraum Admira-Torhüter Manuel Kuttin aus und schoss kontrolliert aus spitzem Winkel ein.

Die erneute Führung korrespondierte im Wesentlichen mit dem Kräfteverhältnis in der ersten Hälfte. Der zwischenzeitliche Ausgleich war einem Geschenk von Kuster geschuldet, der vor dem heranstürmenden Grozurek klären wollte, aber am Ball vorbeirutschte. Völlig alleine im Strafraum eskortierte der Admiraner die Kugel dann über die Linie. Nach einem idealen Zuspiel von Jano tauchte Prevljak kurz nach der Pause wieder alleine im Strafraum auf und vollendete aus halblinker Position.

Schlussphase noch einmal spanndend

Danach hatte die Admira mehr vom Spiel, das jedoch insgesamt an Linie verlor. Ein Kopfball des mit Beginn der zweiten Hälfte eingewechselten Sasa Kalajdzic (68.) brachte keine Gefahr. Nach einem weiten Einwurf und Rückenvorlage von Kalajdzic traf allerdings Schmidt aus der Drehung, dadurch blieb die Schlussphase spannend. Admira wäre beinahe noch zum Ausgleich gekommen, aber Mattersburgs Rene Renner klärte in der 92. Minute in extremis im Strafraum.

Es blieb letztlich bei der ersten Niederlage für die Niederösterreicher nach zuletzt drei Siegen am Stück. Die Admira behielt in der Tabelle trotzdem den dritten Platz, kann allerdings am Sonntag von Rapid verdrängt werden. Den Hütteldorfern würde dazu ein Remis reichen, sie haben mit einem Auswärtsspiel bei Tabellenführer Salzburg aber freilich eine extrem schwierige Aufgabe vor sich.

Stimmen zum Spiel:

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): „Die Admira ist eine junge Mannschaft. Wir wussten, dass wir heute gut sein müssen, um zu gewinnen. In der ersten Halbzeit waren wir richtig gut, dann haben wir ihnen ein Tor geschenkt. In der zweiten Hälfte haben wir den Faden verloren. Mit den Einwechslungen ist die Admira besser ins Spiel gekommen. In den letzten 15 Minuten sind die Kräfte bei uns aufgrund des Cupspiels am Dienstag geschwunden, im Kopf waren wir aber frisch. In der Meisterschaft können wir voll angreifen, im Cup sind wir auch dabei. Smail ist in Bombenform. Die Mannschaft ist in einem Topzustand und jetzt immer gut eingestellt auf den Gegner. Einen Schlendrian will ich nicht aufkommen lassen.“

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): „Der Sieg von Mattersburg war nicht ganz unverdient. Die erste Halbzeit haben wir verschlafen. Wir haben schlecht attackiert. Die letzte halbe Stunde war okay, aber leider waren wir zu hektisch beim Torabschluss.“

Smail Prevljak (Dreifachtorschütze von Mattersburg): „Es war heute ein schwierige Spiel für uns. Wir haben gut gespielt und Tore gemacht. Die Mannschaft funktioniert gut. Es läuft momentan super für uns. Ich bin bis Sommer ausgeliehen. Nächste Woche spielen wir gegen Salzburg, das ist ein besonderes Spiel für mich. Aber jetzt bin ich hier in Mattersburg und kämpfe für diesen Verein.“

Tipico-Bundesliga, 25. Runde

Samstag:

Mattersburg - Admira 3:2 (2:1)

Mattersburg, Pappelstadion, 2.100 Zuschauer, SR Weinberger

Torefolge:
1:0 Prevljak (23.)
1:1 Grozurek (35.)
2:1 Prevljak (45.)
3:1 Prevljak (51.)
3:2 Schmidt (78.)

Mattersburg: Kuster - Höller, Malic, Mahrer, Novak - Jano, Perlak (89./Ortiz) - Okugawa (76./Fran), Ertlthaler, Pink (68./Renner) - Prevljak

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Lackner, Petlach, Scherzer - Vorsager (46./Kalajdzic), Ebner - Schmidt, Merkel, Grozurek - Jakolis (56./Hausjell)

Gelbe Karten: Höller, Perlak, Prevljak bzw. Ebner, Lackner, Merkel

Die besten Spieler: Prevljak, Jano, Perlak bzw. Grozurek

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