Themenüberblick

2:1-Heimsieg gegen Zenit

RB Leipzig darf auf das Erreichen des Viertelfinales in der Europa League hoffen. Der deutsche Tabellensechste gewann das Achtelfinal-Hinspiel gegen Zenit St. Petersburg am Donnerstagabend daheim mit 2:1 (0:0). Vor allem der späte Treffer der Russen war ein kleiner Wermutstropfen beim deutschen Vizemeister.

Der Portugiese Bruma (56.), der vor ÖFB-Nationalspieler Marcel Sabitzer den Vorzug erhalten hatte, und Deutschlands Teamstürmer Timo Werner (77.) legten für RB vor, ehe Domenico Criscito (86.) per Freistoß verkürzte.

Bruma (Leipzig) schießt ein Tor gegen St. Petersburg

GEPA/Sven Sonntag

Bruma erzielte den Führungstreffer

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl bot mit Konrad Laimer nur einen Akteur seines Österreicher-Trios von Beginn an auf. Der Salzburger wurde zur Pause ausgetauscht. Sabitzer kam dann zwei Minuten vor Werners Treffer auf das Feld. Ein Schuss des Steirers in der fünften Minute der Nachspielzeit ging am Tor vorbei.

Kein Gegentor - das war die Forderung von Hasenhüttl vor dem Match gewesen - und sie wurde nicht erfüllt. In allen drei Champions-League-Heimspielen und in der Zwischenrunde der Europa League war das zuvor ebenfalls nicht gelungen.

Zenit setzt auf Defensive

Die russischen Gäste machten die Umsetzung der Devise lange Zeit nicht schwer. Nach schwungvollem Beginn zog sich Zenit teilweise mit acht Spielern in die Abwehr zurück. Entsprechend kompliziert war es für die Leipziger wiederum, Räume für das schnelle Passspiel zu finden. Der in die Startelf gerückte Portugiese Bruma war oft am Ball, versuchte aber ähnlich wie Naby Keita oder Werner zu oft, alleine durch die Abwehr des Gegners zu dribbeln.

Emil Forsberg hatte die Chance zur Führung auf dem Fuß, doch sein Freistoß (36.) prallte von der Innenstange wieder ab. Nach 56 Minuten war es dann so weit: Werner legte per Ferse für Bruma auf und der Portugiese traf zur ersehnten Führung. Zenit lockerte notgedrungen die strikte Defensivhaltung. Nun boten sich auch Räume. Werner (59.) hätte das zweite Tor nachlegen müssen, scheiterte aber frei vor Andrej Lunew. Nach Zuspiel von Keita machte es der 22-Jährige dann besser und vollendete aus ähnlicher Position wie zuvor Bruma. Doch der bittere Schlusspunkt folgte mit Criscitos Freistoß.

„Mit dem Spiel muss man heute sehr zufrieden sein. Das Traumergebnis war es leider nicht, dafür haben fünf Minuten gefehlt“, sagte Trainer Ralph Hasenhüttl.

Link: