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Kein Sieger im Oberösterreich-Derby

Die SV Guntamatic Ried sucht in der Sky Go Ersten Liga weiter den Weg zurück auf die Siegerstraße. Die Innviertler kamen am Freitagabend zum Abschluss der 23. Runde im Oberösterreich-Duell bei Schlusslicht Blau-Weiß Linz über ein 2:2 nicht hinaus und teilten damit zum bereits fünften Mal in Folge die Punkte. Der Rückstand auf Tabellenführer Wacker Innsbruck vergrößerte sich auf vier Zähler.

Die Rieder liegen zudem nur noch aufgrund des besseren Torverhältnisses vor dem punktegleichen Dritten Wiener Neustadt. Nur die Top Zwei steigen fix in die Bundesliga auf, der Dritte muss in der Relegation gegen das Oberhaus-Schlusslicht sein Glück versuchen.

Innsbruck hatte zuvor mit einem 2:1 bei Wattens auch das dritte Frühjahrsspiel gewonnen, Wiener Neustadt beim FAC klar mit 3:0 die Oberhand behalten. Dem Fünften Hartberg fehlen nach einem 0:2 gegen die nicht aufstiegsberechtigten Lieferinger schon sechs Zähler auf Rang zwei. Der Sechste Austria Lustenau ist davon nach einem 3:1-Sieg gegen Kapfenberg zwölf Punkte entfernt.

Ried legt vor, Linz kontert zweimal

Das Oberösterreich-Duell lief vor 2.564 Zuschauern in beiden Hälften nach dem selben Muster ab, die Rieder legten vor, die Hausherren gaben jeweils die richtige Antwort. Thomas Reifeltshammer war schon in der elften Minute per Kopf nach einem Kerhe-Eckball erfolgreich. Für den langjährigen Abwehrchef der Innviertler war es ein toller Einstand bei seinem Comeback nach mehr als halbjähriger Verletzungspause.

Reifeltshammer bringt Ried in Führung

Ein abgefälschter Schuss von Seifedin Chabbi führt zu einem Eckball. Aus diesem köpfelt Thomas Reifeltshammer den Rieder Führungstreffer zum 1:0.

Freuen durfte er sich aber nur kurz. Schon drei Minuten später stellte mit Mamby Koita eine Liefering-Leihgabe auf 1:1. Für den 19-jährigen Stürmer aus Mali war es der erste Ligatreffer. Bei der neuerlichen Führung der Innviertler nach der Pause stand wieder ein Liefering-Leihspieler im Mittelpunkt. Der 19-jährige Finne Juhani Pikkarainen brachte Thomas Fröschl im Strafraum ungeschickt zu Fall. Den verhängten Elfmeter setzte Julian Wießmeier (60.) in die Maschen.

Oberösterreicher als Meister der Punkteteilung

Wieder benötigten die Linzer nur wenige Minuten für ihre Reaktion. Und auch das 2:2 fiel aus einem Elfmeter, nachdem Pius Grabher den Linzer Manuel Krainz knapp innerhalb des Strafraums gefoult hatte. Gabriel Lüchinger (64.) behielt vom Punkt die Nerven. Sonst drückte Ried auf den Siegestreffer, Abschlüsse von „Joker“ Philipp Prosenik (69.) und Kennedy Boateng (87.) fanden aber nicht den Weg ins Tor. Die letzte Aktion hatten noch die Gastgeber, Thomas Hinum (95.) scheiterte jedoch.

Lüchinger verwertet Elfer zum 2:2

Erneut halten die Rieder ihren Vorsprung nicht lange. Die eigene Leihgabe Gabriel Lüchinger gleicht per Elfmeter zum 2:2 aus.

Das Unentschieden war eigentlich das logische Resultat, für beide Teams war es bereits die achte Punkteteilung in der laufenden Saison. Auch am 11. August hatte es eine davon im direkten Duell in Linz (1:1) gegeben. Die Linzer rückten bis auf einen Punkt an den Vorletzten Wattens heran und haben unter Neo-Coach Thomas Sageder nach dem 2:1 gegen Liefering nun vier Punkte aus zwei Spielen geholt. Auf Ried wartet nun nächste Woche der Heimschlager gegen Innsbruck.

Sky Go Erste Liga, 23. Runde

Freitag:

Blau Weiß Linz - Ried 2:2 (1:1)

Tore: Koita (14.), Lüchinger (64./Elfmeter) bzw. Lüchinger (11.), Wießmeier (60./Elfmeter)

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