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Titelverteidiger weiter auf Erfolgskurs

Titelverteidiger Vienna Capitals, Red Bull Salzburg und Zagreb haben am Sonntag auch ihre zweiten Viertelfinal-Spiele in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gewonnen. Die Wiener siegten in Innsbruck erst nach Verlängerung mit 3:2, die „Bullen“ feierten einen 2:0-Erfolg in Dornbirn, und die Kroaten fegten im Heimspiel Linz mit 6:2 vom Eis. Der KAC schaffte mit einem 3:2-Sieg in Bozen den 1:1-Ausgleich in der „Best of seven“-Serie.

Die Vienna Capitals hatten im packenden Krimi gegen Innsbruck mehr Mühe, als ihnen lieb war. Zum Matchwinner avancierte der 30-jährige Routinier Rafael Rotter mit seinem Siegestreffer nach exakt 72:36 Minuten. Es war der 14. Play-off-Erfolg en suite für die Wiener. Die bisher letzte Niederlage datiert vom 6. März 2016, als es ein 2:3 n. V. im Viertelfinale gegen den VSV setzte. Die Serie ging damals mit 1:4 verloren.

Goalies zeichnen sich aus

Gegen Innsbruck gingen die Caps, die das erste Spiel noch klar mit 4:1 gewonnen hatten, durch Brandon Buck in Führung (12.). Doch ein Powerplay-Doppelschlag von Tyler Spurgeon (16.) und Andrew Michael Yogan (17.) innerhalb von 90 Sekunden brachte die Tiroler voran, die zwölf Torschüsse im Startdrittel verzeichneten. Auch die Wiener nutzten gleich ihr erstes Überzahlspiel zum Ausgleich durch Riley Holzapfel zu Beginn des Mittelabschnitts (21.).

Danach ließen die Goalies aber nichts mehr zu, wobei vor allem Wiens Schlussmann Jean Philippe Lamoureux gleich mit mehreren Paraden und insgesamt 35 Saves glänzte. Deshalb ging es wie im Vorjahr im zweiten Spiel in Innsbruck in die Overtime. Damals hatten die Wiener die Partie erst in der 104. Minute zu ihren Gunsten entschieden, diesmal gelang ihnen das deutlich schneller.

Salzburg tat sich in Vorarlberg sehr schwer, durfte erst in der 29. Minute nach einem Treffer von John Hughes über die Führung jubeln. Matthew Generous sorgte schließlich 4:05 Minuten vor dem Ende für die endgültige Entscheidung zugunsten der Gäste.

KAC gibt Tempo vor

Österreichs Rekordmeister KAC war in der Eiswelle Bozen von Beginn weg spielbestimmend, benötigte jedoch exakt 16 Minuten für den Führungstreffer von Manuel Ganahl. Die Südtiroler schafften aber noch vor der ersten Pause durch ein Traumtor von Anton Bernard den Ausgleich: Der 28-jährige Flügelspieler traf mit dem Rücken zum Tor stehend aus spitzem Winkel per Backhand-Schuss ins kurze Eck unter die Latte (19.).

Die Gäste aus Klagenfurt steckten diesen Rückschlag schnell weg und erhöhten noch vor der zweiten Pause durch Tore von Thomas Hundertpfund (30.) und David Fischer (36.) auf 3:1. Im Finish nahm Bozen schon vier Minuten vor dem Ende den Goalie für einen zusätzlichen Angreifer vom Eis, mehr als das 2:3 durch Mike Angelidis 81 Sekunden vor der Schlusssirene war allerdings nicht mehr drin.

Linz kämpft vergeblich

Zagreb schien bereits nach 30 Minuten und drei Mittelabschnitt-Toren innerhalb von 3:15 Minuten wie der sichere Sieger. Doch Linz machte die Partie mit zwei schnellen Powerplay-Toren von Sebastien Piche (33.) und Brian Lebler (34.), die innerhalb einer knappen Minute auf 2:3 verkürzten, noch einmal spannend. Allerdings erhöhte Sondre Olden zu Beginn des Schlussdrittels auf 4:2 (41.) und brach damit den Widerstand der Oberösterreicher, die wenig später noch einen weiteren Doppelschlag kassierten (46./47.).

Erste Bank Eishockey Liga, Play-off, Viertelfinale

Sonntag:

Innsbruck - Vienna Capitals 2:3 n. V.

(2:1 0:1 0:0 0:1)

Innsbruck, 2.800 Zuschauer

Tore: Spurgeon (16./PP), Yogan (17./PP) bzw. Buck (12.), Holzapfel (21./PP), Rotter (73.)

Strafminuten 8 bzw. 12

Stand in der „Best of seven“-Serie: 0:2

Zagreb - Linz 6:2

(0:0 3:2 3:0)

Zagreb, 5.342 Zuschauer

Tore: Morley (27./PP, 47.), Poyhonen (28.), Ranov (31.), Olden (41.), Simsic (46.) bzw. Piche (33./PP), Lebler (34./PP)

Strafminuten: 10 bzw. 18

Stand in der „Best of seven“-Serie: 2:0

Bozen - KAC 2:3

(1:1 0:2 1:0)

Bozen, 4.800 Zuschauer

Tore: Bernard (19.), Angelidis (59.) bzw. Ganahl (17.), Hundertpfund (30.), Fischer (36.)

Strafminuten: 4 bzw. 12 plus 10 Disziplinarstrafe gegen Ganahl

Stand in der „Best of seven“-Serie: 1:1

Dornbirn - Salzburg 0:2

(0:0 0:1 0:1)

Dornbirn, 3.918 Zuschauer

Tore: Hughes (29.), Generous (56.)

Strafminuten: 10 bzw. 6

Stand in der „Best of seven“-Serie: 0:2

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