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Viel Positives in Mattersburg

Den sechsten Ligasieg in Folge verpasst, aber trotzdem viel Positives mitgenommen: Titelverteidiger Red Bull Salzburg konnte mit dem 2:2 in Mattersburg am Sonntag zum Abschluss der 26. Runde in der tipico-Bundesliga gut leben. Coach Marco Rose sah von seiner an acht Positionen veränderten Mannschaft viele Dinge, die er auch am Donnerstag im Europa-League-Rückspiel gegen Borussia Dortmund sehen möchte.

Da verteidigen die „Bullen“ einen 2:1-Vorsprung nach dem sensationellen Achtelfinal-Hinspiel im Signal Iduna Park. „Wenn man in so einem Spiel wie heute ein Ergebnis holt, dann kann das auch tragen. Wichtig ist, dass wir die richtigen Dinge mitnehmen. Zum einen, dass wir wieder die richtige Einstellung gefunden haben, und zum anderen, dass die Dinge nicht von alleine gehen, dass wir uns in der Liga jeden Sieg hart erarbeiten müssen“, erklärte Rose.

Mattersburg und Salzburg trennen sich 2:2

Salzburg lässt im Frühjahr erstmals Punkte liegen. Beim 2:2 in Mattersburg gibt der Meister eine 2:0-Führung aus der Hand - muss aber fast das gesamte Spiel mit einem Mann weniger auskommen.

„Starke Mentalität gezeigt“

Valon Berisha war einer von drei Akteuren, die der Deutsche nicht aus der Mannschaft rotiert hatte. Der Doppeltorschütze in Dortmund blickte nach dem Auftritt im Pappelstadion optimistisch in Richtung Retourduell mit dem von Peter Stöger gecoachten BVB. „Diesen Kampf, diese Laufleistung, für einander da zu sein, das war stark, das nehmen wir mit gegen Dortmund, dass wir als Mannschaft sehr schwer zu schlagen sind“, sagte der Offensivspieler.

Verteidiger Andreas Ulmer sah es ähnlich: „Wir können mitnehmen, dass wir gut gearbeitet und eine richtig starke Mentalität gezeigt haben. Die werden wir am Donnerstag auch brauchen.“

Vorbildliche Einstellung

Als richtige Generalprobe für Dortmund konnte man das Duell mit den Burgenländern aufgrund des stark veränderten Personals nicht werten. Dass es trotzdem zu einem Punktegewinn beim bisher besten Rückrundenteam reichte, war ein starkes Zeichen. Vor allem aufgrund des Spielverlaufs mit der frühen Roten Karte des Ex-Mattersburgers Patrick Farkas in der zwölften Minute.

„Die Mannschaft hat nach dem Ausschluss 75 Minuten lang ausgezeichnet gearbeitet“, kamen von Rose lobende Worte. In Sachen Einstellung und Bereitschaft sei die Leistung, die zur 20. Ligapartie ohne Niederlage in Folge führte, vorbildlich gewesen. Nur der grobe Patzer von Farkas in der Anfangsphase sowie zwei Handspiele von Duje Caleta-Car und Diadie Samassekou im Strafraum, die zum Elfmeter-Doppelpack von Smail Prevljak (55., 82.) führten, trübten die Salzburger Vorstellung.

„Es ist fast alles gegen uns gelaufen, was gegen uns laufen kann. Wir kriegen eine frühe Rote Karte, müssen dann alle unsere Wechsel defensiv machen, können offensiv gar nicht mehr reagieren und spielen dann noch zweimal Volleyball“, analysierte Rose. Seine „Volleyballer“ nahm er in Schutz. „Ich denke, dass es Reflexe sind, es gibt keinen Vorwurf, so etwas passiert“, sagte der 41-Jährige.

Prevljak als Mann der Stunde

Bei Mattersburg war einmal mehr Prevljak herausragend. Rose konnte sich hautnah davon überzeugen, dass der bis Saisonende an die Burgenländer verliehene 22-jährige Bosnier im Sommer eine Verstärkung für die Salzburger sein könnte. Rose („Ich hoffe, dass er anderen Mannschaften auch noch so wehtut wie uns heute“) und auch Salzburgs Sportchef Christoph Freund lobten Prevljak, wollten sich zu der Zukunft des Angreifers aber nicht genauer äußern.

Prevljak ist mit neun Toren 2018 bisher die herausragende Figur im Frühjahr, seit Sonntag ist er mit zwölf Toren zweitbester Schütze der Liga hinter Salzburgs Munas Dabbur. Dank Prevljak dürfen die mittlerweile neun Partien unbesiegten Burgenländer sogar vom Europacup träumen. Nur fünf Zähler fehlen auf den Dritten Rapid und Vierten Admira. An der Tabellenspitze büßte Salzburg etwas vom Vorsprung ein, hat aber zehn Runden vor Schluss noch einen beruhigenden Polster von acht Punkten auf Sturm Graz.

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