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Hirscher und Shiffrin sind die großen Sieger

Mit je vier Rennen bei Damen und Herren und einem Teambewerb geht der alpine Skiweltcup beim Finale in Aare in der kommenden Woche zu Ende. Vier von insgesamt zwölf Entscheidungen um die Kristallkugeln in den einzelnen Disziplinen sind noch offen. Als die großen Gewinner der Saison stehen US-Star Mikaela Shiffrin und der Salzburger Marcel Hirscher als unter anderem Weltcup-Gesamtsieger fest.

Seine insgesamt siebente große Kristallkugel machte Hirscher schon mit zwei Siegen in den Technikbewerben von Kranjska Gora (SLO) vor einer Woche dingfest. Der 29-Jährige liegt mit derzeit 1.494 Punkten uneinholbar vor dem Norweger Henrik Kristoffersen (1.205), der bereits fix Zweiter ist. Dagegen wackelt Platz drei des Norwegers Kjetil Jansrud (815) noch gehörig.

Jubel von Marcel Hirscher in Kranjska Gora

GEPA/Wolfgang Grebien

In Krajnska Gora sicherte sich Hirscher mit zwei Siegen vorzeitig den Gesamt-, Slalom- und Riesentorlauf-Weltcup

Shiffrin sicherte sich den Gesamtweltcup zum zweiten Mal in Folge. Die US-Amerikanerin reist mit 1.673 Zählern auf dem Konto nach Aare - also mit 623 mehr als die Schweizerin Wendy Holdener, die aber gute Chancen hat, Platz zwei gegenüber ihren Verfolgerinnen Petra Vlhova (SVK/864), Viktoria Rebensburg (GER/847) und Ragnhild Mowinckel (NOR/815) erfolgreich zu verteidigen. Bernadette Schild ist als 14. mit 539 Punkten beste Österreicherin vor der zweifachen Weltcup-Gesamtsiegerin Anna Veith (15. mit derzeit 488 Punkten).

Noch vier Kristallkugeln bei Ski-Weltcupfinale

Beim Ski-Weltcupfinale in Aare sind noch vier Kristallkugeln zu vergeben. Am spannendsten ist die Entscheidung in der Abfahrt bei Damen und Herren. Für Beat Feuz wäre es die erste Kugel seiner Karriere.

Keine offenen Fragen im Slalom

Auch die Slalom-Wertungen gingen vorzeitig an Hirscher und Shiffrin. Beide schlugen in dieser Disziplin zum fünften Mal zu, Hirscher hatte die kleine Kristallkugel im Slalom davor von 2013 bis 2015 und 2017 geholt. Kristoffersen gibt erneut den Kronprinzen. Platz drei wird sich Olympiasieger Andre Myhrer wohl nicht mehr nehmen lassen, der Olympiadritte Michael Matt liegt als Vierter 72 Zähler hinter dem Schweden.

Shiffrin holte sich wie erwartet bereits in Ofterschwang zum fünften Mal die Slalom-Kristallkugel. Dahinter kämpfen in Aare die Slowakin Petra Vlhova (655), Holdener (625) und die Schwedin Frida Hansdotter (621) um Rang zwei. Die Salzburgerin Bernadette Schild ist bereits fix Fünfte.

Fast alles klar im Riesentorlauf

Im Riesentorlauf der Herren ist alles klar für Hirscher. Wie im Slalom fixierte er auch in dieser Disziplin den fünften Gesamtsieg in Kranjska Gora. Für Hirscher ist es die vierte RTL-Kugel in Serie, zudem gewann er 2012. Kristoffersen ist von Platz zwei nicht mehr zu verdrängen. Der Tiroler Manuel Feller hat als Vierter 46 Zähler hinter dem Franzosen Alexis Pinturault noch eine Chance auf Rang drei.

Bei den Damen muss Rebensburg ihre dritte Riesentorlauf-Kugel nach 2011 und 2012 nur noch abholen. Der Deutschen reicht mit 92 Zählern Vorsprung selbst bei einem Sieg der französischen Titelverteidigerin Tessa Worley ein 15. Platz, um die Kugel zu gewinnen. Für Stephanie Brunner ist als beste Österreicherin nur noch eine Verbesserung von Position sechs auf fünf möglich.

Hochspannung in der Abfahrt

Spannend geht es in Aare noch in der Abfahrt her. Das Herren-Duell um die Kristallkugel heißt Beat Feuz gegen Aksel Lund Svindal. Der Schweizer geht mit einem Polster von 60 Zählern auf den Norweger in das finale Rennen am Mittwoch in Aare, wo Svindal in Weltcup-Abfahrten noch ungeschlagen ist. Für Feuz wäre es die erste Kugel in seiner Karriere, für Svindal die dritte in der Abfahrt nach 2013 und 2014. Der ÖSV kämpft mit Vincent Kriechmayr, Hannes Reichelt und Matthias Mayer noch um einen Platz in den Top Fünf.

Beat Feuz (Schweiz) und Aksel Lund Svindal (Norwegen)

GEPA/Andreas Pranter

Das Abfahrtsduell zwischen Beat Feuz und Aksel Luind Svindal geht in Aare in die letzte Runde

Sogar noch heißer als bei den Herren dürfte die Entscheidung bei den Damen werden - gleich drei Läuferinnen haben noch die Chance auf die Abfahrtskugel. In Führung liegt die Italienerin Sofia Goggia (429) vor US-Superstar Lindsey Vonn (406) und der Liechtensteinerin Tina Weirather (358). Vonn hat bereits rekordmäßige achtmal die Abfahrtswertung gewonnen (2008 bis 2013, 2015, 2016), für Goggia wäre es eine Premiere.

Super-G-Kugel bei Damen offen

Im Super-G reist Weirather als Führende nach Schweden, sie geht auf die erfolgreiche Titelverteidigung los. Einzige verbliebene Gegnerin ist die Schweizerin Lara Gut mit 46 Zählern Rückstand. Veith wird versuchen, ihren dritten Platz gegen zahlreiche Konkurrentinnen abzusichern. Ihre erste Verfolgerin ist die Schweizerin Michelle Gisin, die 44 Zähler hinter der Salzburgerin liegt.

Die Super-G-Kugel der Herren ging zum siebenten Mal in Folge an Norwegen. Wie 2015 und 2017 heißt der Gewinner Jansrud. 2012 bis 2014 gewann Svindal, 2016 war Aleksander Aamodt Kilde erfolgreich. Jansrud, der mit dem Heimsieg am Sonntag in Kvitfjell für die Entscheidung sorgte, hat nach fünf Rennen 360 Punkte auf dem Konto. Um die Plätze dahinter Plätze kämpfen Reichelt (222), Kriechmayr (220), Svindal (214), Max Franz (204) und Feuz (174).

Kombination an Holdener und Fill

Die Kombinationswertungen wurde in diesem Winter in nur zwei Bewerben entschieden. Der Südtiroler Peter Fill gewann die kleine Kristallkugel im Herren-Bewerb vor Jansrud und dem Franzosen Victor Muffat-Jeandet. Bei den Damen ging die kleine Kugel an Holdener vor ihrer Schweizer Landsfrau Gisin und der Italienerin Federica Brignone. Beste Österreicher waren Ramona Siebenhofer als Sechste und Mayer als Siebenter. In Aare steht keine Kombination mehr auf dem Programm.

Beim Weltcup-Finale von Mittwoch bis Sonntag sind jeweils die Top 25 der Disziplinenwertungen (bei verletzungsbedingten Ausfällen wird nicht aufgefüllt), alle zusätzlichen Athleten mit zumindest 500 Punkten (so sie die notwendigen FIS-Punkte haben), Olympiasieger und die aktuellen Junioren-Weltmeister qualifiziert. Punkte erhalten in den einzelnen Rennen nicht wie gewohnt die Top 30, sondern nur die Top 15.

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