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Capitals und Salzburg vor Aufstieg

Der dritte Spieltag im Viertelfinale der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) hat am Dienstag einen wahren Krimiabend gebracht. In Wien und Klagenfurt fiel die Entscheidung zugunsten der Capitals und des KAC erst in der Verlängerung, Salzburg benötigte zu Hause gegen Dornbirn einen Kraftakt, und die Black Wings Linz zerlegten Medvescack Zagreb sprichwörtlich in ihre Einzelteile.

Titelverteidiger Vienna Capitals hielt dank Kapitän Andreas Nödl seine Siegesserie im Play-off am Leben. Der ehemalige NHL-Legionär entschied in der vierten Minute der Verlängerung das Spiel gegen den HC Innsbruck mit 4:3 für die Wiener und sorgte saisonübergreifend für den 15. Play-off-Sieg der Capitals in Folge. Davor hatten die Hauptstädter zweimal einen Rückstand ausgeglichen. Die Capitals führen in der „Best of seven“-Serie nun 3:0 und benötigen nur noch einen Sieg zum Aufstieg ins Semifinale.

Jubel von Andreas Nödl (Vienna) nach seinem Siegestor gegen Innsbruck

GEPA/Christian Ort

Nödl bescherte den Wienern nach einer hart umkämpften Partie doch noch ein Happy End

Die Capitals mussten hart kämpfen, um den EBEL-Rekord auf 15 Play-off-Siege in Serie auszubauen. Die Innsbrucker, die sich schon am Sonntag erst nach Verlängerung geschlagen gegeben hatten, gingen zweimal in Führung. Nach einer rund 15-minütigen Pause aufgrund einer kaputten Plexiglasscheibe sorgten Andrew Yogan (19.) und Andrew Clark (23.) für ein 2:1 zugunsten der Haie, im Schlussdrittel brachte Mitch Wahl die Tiroler neuerlich voran (51.). Doch nur 51 Sekunden später gelang Ryan McKiernan der neuerliche Ausgleich, in der Verlängerung ließ Nödl (64.) die Fans der Gastgeber jubeln.

Salzburg biegt Dornbirn

Salzburg machte gegen Dornbirn in einer mitreißenden Partie von Beginn weg Druck, trug das Spiel viel in das Angriffsdrittel und lag dank Brant Harris (14.) auch hoch verdient voran. Doch Dornbirn schlug postwendend zurück und ging durch Tore von Ziga Pance und Stefan Häußle (15.) innerhalb von zwölf Sekunden in Führung. Die Roten Bullen waren danach weiter überlegen, mussten bei Dornbirner Kontern jedoch auf der Hut sein.

Im Finish des Mitteldrittels schlugen die Heimischen durch Dominik Heinrich (37./PP), Thomas Raffl (38.) und Ryan Duncan (40./PP), der das vierte Überzahlspiel zum dritten Salzburger Powerplay-Treffer nützte, eiskalt zu. Dornbirn gab sich aber noch nicht geschlagen und schaffte mit dem nächsten Doppelschlag den Ausgleich. James Arniel und Thomas Vallant (42.) trafen innerhalb von 15 Sekunden zum 4:4. Für eine Überraschung reichte es aber nicht, Duncan fixierte noch den Sieg für die Salzburger, die nun alle Trümpfe in der Hand haben.

Dramatik in Klagenfurt

Den zweiten Schritt Richtung Semifinale setzte der KAC, der den HC Bozen mit 2:1 nach Verlängerung in die Knie zwang und in der Serie ebenfalls auf 2:1 stellte. Die Partie in der Messehalle war allerdings nichts für schwache Nerven. Bis 17 Sekunden vor Schluss stand es zwischen den beiden Teams 0:0. Doch dann brachte Jon Rheault die Gastgeber im Powerplay doch noch in Führung, nachdem Bozens Chris Carlisle einen KAC-Schuss unglücklich an die eigene Stange abgefälscht hatte und dem KAC-Crack einen leichten Abstauber ermöglicht hatte.

David Madlener (KAC) und Alexander Petan (Bozen)

GEPA/Matic Klansek

Eine Sekunde vor Schluss konnte Alexander Petan David Madlener bezwingen und damit ausgleichen

Doch damit war die Entscheidung noch nicht gefallen. Bozen riskierte noch einmal alles und nahm Goalie Pekka Tuokkola - vergangene Saison noch beim KAC - vom Eis. Das Risiko wurde exakt eine Sekunde vor der Schlusssirene belohnt: Alexander Petan schloss einen blitzsauberen Konter zum 1:1-Ausgleich ab und versetzte nicht nur den Klagenfurter Fans einen Schock. In der Verlängerung hatte der KAC aber doch noch das bessere Ende für sich: Manuel Ganahl sorgte nach einem schönen Spielzug in der 68. Minute für die Entscheidung.

Linz fertigt Zagreb ab

In Linz schlugen die Black Wings nach zwei Niederlagen gegen Medevescak Zagreb eindrucksvoll zurück und verkürzten mit einem 8:2-Schützenfest in der Serie auf 1:2. Vor 4.865 Zuschauern in der heimischen Keine-Sorgen-Arena schossen sich die Oberösterreicher den aufgestauten Frust von den zwei Niederlagen am Wochenende so richtig von der Seele. Dan DaSilva eröffnete bereits nach 70 Sekunden die Torflut. Vor allem im zweiten Drittel hatten die Kroaten den Linzern nichts entgegenzusetzen: Nach 34 Minuten lag die Scheibe bereits achtmal im Tor der Bären aus Zagreb.

Erste Bank Eishockey Liga, dritter Viertelfinal-Spieltag

Dienstag:

Vienna Capitals - Innsbruck 4:3 n.V.

(1:1 1:1 1:1 / 1:0)

Wien, 4.450

Tore: Nödl (13., 64.), Klubertanz (40./SH), McKiernan (51.) bzw. Yogan (19.), Clark (23.), Wahl (51./PP)

Strafminuten: 10 plus 10 Disziplinar Cuma bzw. 6

Stand in der „Best of seven“-Serie: 3:0

Salzburg - Dornbirn 5:4

(1:2 3:0 1:2)

Salzburg, 2.521

Tore: Harris (14./PP), Heinrich (37./PP), Raffl (38.), Duncan (40./PP, 50.) bzw. Pance (15.), Häußle (15.), Arniel (42.), Vallant (42.)

Strafminuten: 4 bzw. 8

Stand in der „Best of seven“-Serie: 3:0

Black Wings Linz - Zagreb 8:2

(3:1 5:0 0:1)

Linz, 4.865

Tore: DaSilva (2., 33./SH), Altmann (6., 26.), Lebler (17.), Kristler (28.), Schofield (33.), Broda (34.) bzw. Morley (20.), Koskiranta (54.)

Strafminuten: 12 bzw. 14

Stand in der „Best of seven“-Serie: 1:2

KAC - Bozen 1:1 n.V.

(0:0 0:0 1:1 / 1:0)

Klagenfurt, 3.891. Tore: Rheault (60./PP), Ganahl (68.) bzw. Petan (60.).

Stand in der „Best of seven“-Serie: 2:1

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