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Zurück in der Erfolgsspur

Nach Silber im Super-G hat sich Claudia Lösch bei den Paralympics in Pyeongchang am Mittwoch mit Bronze ihre zweite Medaille gesichert. Die Niederösterreicherin belegte im RTL sitzend Rang drei und holte ihre insgesamt neunte Medaille bei Winterspielen. Bei den Herren belegte Markus Salcher, der in Abfahrt und Super-G Bronze geholt hatte, im Stehendbewerb den fünften Platz.

Bei den Damen ging Gold überlegen an Momoko Muraoka. Die Japanerin setzte sich 2,71 Sekunden vor der Niederländerin Linda van Impelen durch. Lösch lag nach dem ersten Durchgang auf Rang drei. Trotz vollen Risikos und starker Fahrt konnte die 29-Jährige in der Entscheidung keinen Platz mehr gutmachen und verpasste Silber um 0,06 Sekunden. Pech hatte auch Heike Eder. Die Vorarlbergerin schied nach Platz fünf im ersten Durchgang im Finale aus.

Linda van Impelen (Niederlande), Momoka Muraoka (Japan) und Claudia Lösch (Österreich)

Reuters/Paul Hanna

Nach der Enttäuschung in der Kombination fand sich Claudia Lösch im RTL erneut auf dem Podest wieder

„Medaille ist Medaille“

Nach ihrem Sturz in der Abfahrt und dem Malheur in der Kombination, als sie sich auf dem Weg zu Gold verfahren hatte, freute sich Lösch auch über Platz drei. „Ob ich Zweite oder Dritte werde, ist mir nicht wichtig, Medaille ist Medaille. Gold ist es nicht – bitter wäre es nur gewesen, wenn Momoka ausgeschieden wäre und die sechs Hundertstel über Gold und Silber entschieden hätten“, sagte Lösch nach der vierten ÖPC-Medaille in Pyeongchang.

Vor allem mit ihrer Leistung in der Entscheidung war Lösch sehr zufrieden. „Mir geht es mit Bronze viel besser als mit Silber vor ein paar Tagen, weil der zweite Lauf wieder einigermaßen mit Skifahren zu tun hatte. Hundertprozentig zufrieden bin ich nicht, weil der erste Durchgang, für das was ich draufhabe, nicht gut war“, sagte Lösch. Im abschließenden Slalom hat die sechsfache Behindertensportlerin des Jahres die Möglichkeit, ihr Medaillenkonto auf zehn zu erhöhen. „Das ist definitiv das Ziel“, sagte Lösch.

Salcher zieht zufrieden Bilanz

Die ÖPC-Herren zeigten ebenfalls starke Leistungen, verpassten die Medaillen jedoch. Salcher lag nach dem ersten Durchgang auf Rang sieben. In der Entscheidung verbesserte sich der Kärntner noch um zwei Plätze, verpasste aber das Podest klar um 1,98 Sekunden. Gold ging an den Schweizer Theo Gmur vor dem Russen Aleksej Bugaew (1,02) und dem Kanadier Alexis Guimond (1,20).

„Ich hätte einen herausragenden zweiten Durchgang gebraucht. Mit der Platzierung bin ich ganz zufrieden. Es ist die Region, die ich im Riesenslalom erwartet habe. Mit zwei Medaillen muss ich mich bei diesen Spielen sicher nicht verstecken und kann zufrieden nach Hause fahren“, bilanzierte Salcher nach zweimal Bronze.

Martin Würz landete im Stehendbewerb an der zehnten Stelle, Thomas Grochar und Nico Pajantschitsch schieden aus. In der Klasse Sitzend fuhr Roman Rabl als bester Österreicher auf den siebenten Rang. „Ich fahre gut, aber es reicht einfach nicht für ganz vorne“, so Rabl. Markus Gfatterhofer jubelte bei seinen ersten Paralympics über Platz neun, Simon Wallner belegte Rang 19.

Medaillenspiegel Paralympics 2018

Gold Silber Bronze Gesamt
1. USA 13 15 8 36
2. Unabhängige Teilnehmer 8 10 6 24
3. Kanada 8 4 16 28
4. Frankreich 7 8 5 20
5. Deutschland 7 8 4 19
6. Ukraine 7 7 8 22
7. Slowakei 6 4 1 11
8. Weißrussland 4 4 4 12
9. Japan 3 4 3 10
10. Niederlande 3 3 1 7
11. Schweiz 3 0 0 3
12. Italien 2 2 1 5
13. Großbritannien 1 4 2 7
14. Norwegen 1 3 4 8
15. Australien 1 0 3 4
16. Finnland 1 0 2 3
. Neuseeland 1 0 2 3
. Südkorea 1 0 2 3
19. Kroatien 1 0 1 2
20. China 1 0 0 1
. Kasachstan 1 0 0 1
22. Österreich 0 2 5 7
23. Spanien 0 1 1 2
24. Schweden 0 1 0 1
25. Belgien 0 0 1 1
. Polen 0 0 1 1
Endstand nach 80 Entscheidungen

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