Themenüberblick

Grazer bleiben an Salzburg dran

Der SK Puntigamer Sturm Graz hat den Dämpfer gegen die Wiener Austria in der vergangenen Runde erfolgreich weggesteckt. Die Steirer setzten sich am Samstag am 30. Spieltag der tipico-Bundesliga daheim gegen den SV Mattersburg klar mit 3:0 (2:0) durch und verkürzten den Rückstand auf Spitzenreiter Red Bull Salzburg damit vorläufig auf fünf Punkte.

Vor 8.378 Zuschauern in der Grazer Merkur Arena machte Sturm bereits vor der Pause so gut wie alles klar. Deni Alar legte mit seinen Saisontoren 15 und 16 in der 28. und 34. Minute den Grundstein zum Heimsieg. In der zweiten Hälfte sorgte Emeka Eze nicht nur für die Entscheidung, sondern auch für das Highlight der Partie: Der Nigerianer versenkte den Ball in der 57. Minute nach einem weiten Abschlag von Goalie Jörg Siebenhandl mit einem Kunstschuss aus rund 35 Metern im Mattersburger Tor.

Salto von Sturm-Torschütze Eze Emeka Friday

APA/Erwin Scheriau

Eze (r.) feierte sein sehenswertes Tor zum Endstand mit einem sehenswerten Salto

Sturm rückte damit nicht nur den Salzburgern, die erst am Sonntag (19.00 Uhr) bei Admira Wacker Mödling gastieren, auf fünf Punkte nahe, sondern tankte auch Selbstvertrauen für das Cuphalbfinale gegen Rapid am Mittwoch. Mattersburgs Generalprobe für das Cupduell mit Salzburg misslang hingegen gründlich, auch die Europacup-Plätze rücken für den Tabellensiebenten in immer weitere Ferne.

Sturm von Feier angestachelt

Eine Woche nach dem 0:2 gegen die Austria reagierte Sturm-Coach Heiko Vogel auf die vor allem schwache erste Hälfte mit vier Änderungen. Für James Jeggo kam Sandi Lovric im defensiven Mittelfeld, weiter vorne agierten Stefan Hierländer und Jakob Jantscher, die zuletzt als Wechselspieler Schwung gebracht hatten, für Thomas Schrammel und Philipp Huspek. An der Seite Alars stürmte erstmals seit eineinhalb Monaten von Beginn an Eze.

Die Feierlichkeiten anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums von Sturms erstem Meistertitel samt Trainerlegende Ivica Osim verfehlten ihre Wirkung auf die Spieler nicht. Der Gastgeber hatten das Heft von Beginn an in der Hand, die erste echte Chance verzeichnete Alar in der 13. Minute. Weil Goalie Markus Kuster aber parierte, musste Alar eine weitere Viertelstunde bis zum ersten Jubel warten. Dann überbrückte Fabian Koch mit einem hohen Befreiungsschlag etwas glücklich die weit aufgerückten Gegner, Jantscher setzte sich auf der Seite gegen Alois Höller durch und bediente den 28-Jährigen, der problemlos einschoss.

Sturm gewinnt gegen Mattersburg

Sturm Graz gewann zum Auftakt der 30. Bundesliga-Runde das Heimspiel gegen Mattersburg klar mit 3:0. Torjäger Alar gelang dabei ein Doppelpack, Eze aber der Treffer des Tages.

Sechs Minuten später war Alar erneut zur Stelle. Nachdem Eze eine Kuster-Abwehr knapp verpasst hatte, erzielte er seinen 16. Saisontreffer wieder aus wenigen Metern. Die Führung war hochverdient, Sturm zeigte sich spielstark, hatte vor der Pause noch weitere Möglichkeiten und ließ die Konterstärke der Gäste nicht zur Entfaltung kommen. Die hatten vor der Pause durch Manuel Seidl nur eine echte Möglichkeit, die aber Sturm-Goalie Siebenhandl vereitelte (30.).

Eze düpiert Kuster

Markus Pink hätte es kurz nach Start der zweiten Hälfte noch einmal spannend machen können, traf allerdings den Ball im Fünfer nicht (48.). Der engagierte Wiederbeginn der Burgenländer sollte unbelohnt bleiben. Neun Minuten später, als Eze einen weiten Siebenhandl-Abschlag gegen Höller behauptete und mit einem überraschenden Heber den weit herausgekommenen Kuster düpierte, war die Partie gelaufen. Kuster verhinderte gegen Bright Edomwonyi noch das 4:0 (67.), Sturm spielte die Partie schließlich unaufgeregt zu Ende.

Stimmen zum Spiel:

Heiko Vogel (Sturm-Trainer): „Wir haben 90 Minuten lang klar dominiert, sehr viel Druck ausgeübt und Fehler des Gegners erzwungen. Es war von der ersten bis zur letzten Sekunde ein sehr gutes Spiel. Schön herausgespielte Tore sind schön für die Fans, phasenweise haben wir Werbung für den Fußball gemacht. Die Struktur des Kaders ist sehr gut, ich habe einige Spieler, die sehr viele Positionen bekleiden können. Hierländer hat auf der neuen Position seine Qualitäten gezeigt und auch sehr gut gearbeitet.“

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): „Wir haben uns über weite Strecken der ersten Hälfte gut verkauft, da ist unser Matchplan aufgegangen. Wir hatten es aber nach zwei individuellen Fehlern gegen eine sehr starke Sturm-Mannschaft sehr schwer. Nach dem 3:0 - ein Tor, das es nicht alle Tage gibt - hat Sturm seine spielerischen Qualitäten gezeigt. Meine Spieler hatten sicher nicht das Cupsemifinale im Hinterkopf, wir waren sehr, sehr motiviert. Sturm hat einen enorm starken Kader und eine sehr gute Bank, deshalb sind sie auch Zweite.“

Tipico-Bundesliga, 30. Runde

Samstag:

Sturm - Mattersburg 3:0 (2:0)

Graz, Merkur Arena, 8.378, SR Weinberger

Tore:

1:0 Alar (28.)
2:0 Alar (34.)
3:0 Eze (57.)

Sturm: Siebenhandl - Koch, Spendlhofer, Maresic - Lovric - Röcher (77./Huspek), Zulj, Jantscher, Hierländer - Eze (72./Jeggo), Alar (61./Edomwonyi)

Mattersburg: Kuster - Höller, Malic, Ortiz (63./Mahrer), Novak - Seidl (46./Ertlthaler), Jano - Pink (58./Okugawa), Perlak, Gruber - Prevljak

Gelbe Karten: Malic, Gruber

Die Besten: Alar, Eze, Röcher, Hierländer bzw. Kuster

Links: