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Vorarlberger beenden Negativlauf

Der SCR Altach hat am Samstag seine Negativserie in der tipico-Bundesliga beendet. Die Vorarlberger feierten gegen den WAC einen 2:1-Heimsieg und fuhren damit nach zuletzt drei Niederlagen wieder einen Erfolg ein. Die Kärntner hingegen kassierten die achte Schlappe in Folge. Yusuf Otubanjo (33.) und Adrian Grbic (47.) drehten die Partie nach dem 1:0 für die Gäste durch Dever Orgill (21.).

Die Führung des WAC vor 3.827 Zuschauern in der Cashpoint-Arena entstand unter Mithilfe von Martin Kobras. Der Altach-Goalie kam bei einer Freistoßflanke von Daniel Offenbacher zu kurz, Orgill war per Kopf zur Stelle. Davor hatte sich Kobras allerdings bei einem Distanzschuss von Sasa Jovanovic (13.) ausgezeichnet.

Verlusttreffer weckt Altach auf

Erst nach dem Gegentor wurden die stark ersatzgeschwächten Altacher stärker. Ein Volley von Otubanjo verfehlte nur knapp das Ziel, nach dem darauffolgenden Corner parierte WAC-Schlussmann Christian Dobnik einen Grbic-Kopfball. Acht Minuten später gelang den Hausherren der verdiente Ausgleich: Christian Gebauer bediente Otubanjo, der Dobnik aus kurzer Distanz bezwang. In der 43. Minute rettete Dobnik erneut gegen Grbic, kurz vor der Pause wäre der Kärntner Tormann bei einem Schuss von Andreas Lienhart schon geschlagen gewesen, doch Nemanja Rnic klärte per Kopf vor der Linie.

Allzu lange mussten die Hausherren aber nicht mehr auf das 2:1 warten. Bereits knapp zwei Minuten nach Wiederanpfiff versenkte Grbic einen Freistoß sehenswert aus rund 25 Metern. Danach hätte Otubanjo in der 53. Minute nachlegen können, doch neuerlich blieb Dobnik Sieger. Praktisch im Gegenzug gab es die einzige halbwegs zwingende Chance für den WAC nach dem Seitenwechsel, als Issiaka Ouedraogo aus guter Position deutlich verzog.

Jubel von Adrian Grbic (Altach)

APA/Dietmar Stiplovsek

Grbic ließ die Altacher nach Rückstand doch noch über den ersten Sieg nach drei Pleiten jubeln

WAC tritt auf der Stelle

Die Vorarlberger ließen durch den eingewechselten Volkan Akyildiz in der 89. Minute noch einen Sitzer aus, brachten den Vorsprung aber ohne gröbere Probleme über die Zeit und durften damit über den ersten Heimsieg seit dem 1:0 über die Austria am 10. Dezember des Vorjahres jubeln. Der Vorsprung des achtplatzierten „Ländle“-Clubs auf den Vorletzten WAC wuchs auf 14 Punkte. Die Wolfsberger wiederum liegen sechs Runden vor Schluss weiterhin zehn Punkte vor Schlusslicht SKN St. Pölten.

Stimmen zum Spiel:

Klaus Schmidt (Altach-Trainer): „Wir sind sehr erleichtert. Die Mannschaft hat sehr viel investiert in einer Situation, in der es nicht leicht ist. Wir sind derzeit einfach am Limit. Es ist nicht selbstverständlich, in so einer Situation zu gewinnen. Im Moment müssen wir uns jeden Punkt erarbeiten. Es freut mich irrsinnig für die Mannschaft, dass es endlich mit dem ersten Heimsieg in diesem Jahr geklappt hat.“

Robert Ibertsberger (WAC-Trainer): „Die Leistung war okay, aber nicht gut genug. Ansonsten hätten wir aus Altach etwas mitgenommen. Wir wussten, dass Altach angeschlagen ist, und wollten uns deshalb belohnen, haben uns aber dann mit vielen kleinen Fehlern selbst bestraft. Das zieht sich schon durch das ganze Jahr. Sicher fehlt auch das Spielglück, aber wenn man sieht, dass Altach in den Schlussminuten richtig Angst vor dem Heimsieg hatte, dann hätte ich mir doch zumindest einen Punkt gewünscht.“

Tipico-Bundesliga, 30. Runde

Samstag:

Altach - WAC 2:1 (1:1)

Altach, Cashpoint-Arena, 3.827, SR Lechner

Tore:
0:1 Orgill (20.)
1:1 Otubanjo (33.)
2:1 Grbic (47./Freistoß)

Altach: Kobras - Lienhart, Gouet, Netzer, Schreiner - Salomon, Müller - Gebauer, S. Nutz (86./Tartarotti), Otubanjo (67./Meilinger) - Grbic (80./Akyildiz)

WAC: Dobnik - Wernitznig, Rnic, Igor, Palla - Frieser (72./Flecker), Ashimeru (46./Rabitsch), Offenbacher, Jovanovic - Orgill, Ouedraogo (79./Topcagic)

Gelbe Karten: Salomon bzw. Offenbacher, Igor

Die Besten: Müller, Grbic bzw. Dobnik

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