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Harris wird zu Matchwinner

Red Bull Salzburg fehlt nur noch ein Sieg zum Gewinn der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Die „Bullen“ setzten sich am Sonntag im fünften Spiel der Finalserie zu Hause gegen den HC Bozen mit 6:5 (2:1 1:2 2:2 / 1:0) in der Verlängerung durch und stellten im „Best of seven“ auf 3:2. In einer dramatischen und turbulenten Partie wurde Brant Harris in der Overtime zum Matchwinner.

Vor 3.400 Zuschauern in der Salzburger Eisarena im Volksgarten holten sich die Gastgeber den ersten „Matchpuck“ gegen den EBEL-Vertreter aus Italien. Am Dienstag (20.20 Uhr) können die „Bullen“, die bereits als österreichischer Meister feststehen, zum siebenten Mal auch die EBEL für sich entscheiden. Bozen kämpft in der heimischen Palaonda um den neuerlichen Ausgleich in der Serie. Die Südtiroler krönten sich 2014 zum EBEL-Champion.

Jubel der Salzburger Eishockey-Spieler

APA/EXPA/Jfk

Siegestorschütze Harris war in der Jubeltraube der Salzburger Cracks nicht mehr auszumachen

In Spiel fünf verspielte Salzburg dreimal einen Vorsprung und ging mit einem 3:4-Rückstand in die letzten beiden Minuten, die nichts für schwache Nerven waren. Die Mannschaft von Greg Poss drehte mit zwei Powerplay-Toren die Partie wieder um, vergab die große Chance auf einen Empty-net-Treffer und kassierte 54 Sekunden vor der Schlusssirene noch den Ausgleich zum 5:5. Harris entschied schließlich die Partie in der 16. Minute der Verlängerung, womit die „Bullen“ erstmals in dieser Serie voranliegen.

Bozen lässt sich nicht abschütteln

Dabei hatte die Partie für die Gastgeber nach Maß begonnen, obwohl die ersten zwei Spielminuten den Gästen gehörten. Salzburg aber verwertete gleich seine erste Chance durch Peter Hochkofler (2.). Nach zwei Metalltreffern nützten die von Kai Suikkanen betreuten Gäste aus Italien ein Zwei-Mann-Überzahlspiel zum Ausgleich durch Dominic Monardo (8.). Doch dank Ryan Duncan (18.) gingen die Salzburger doch mit einer Führung in die erste Pause.

Eine Unaufmerksamkeit ermöglichte den Südtirolern im zweiten Drittel das 2:2. Robin Gartner kam direkt von der Strafbank, konnte ungehindert auf Torhüter Bernhard Starkbaum zufahren und knallte den Puck ins Kreuzeck (28.). Duncan sorgte aber mit seinem zweiten Treffer für die neuerliche Salzburger Führung (38./PP). Nur 69 Sekunden später war aber der Gleichstand wiederhergestellt: Bozen verwertete einen perfekten Unterzahlkonter durch Chris DeSousa zum 3:3 (39.).

Verrückte Schlussphase

DeSousa brachte die Südtiroler schließlich erstmals in Führung (45.) - es war aber nur der Startschuss für eine verrückte Schlussphase. Mit zwei Mann mehr auf dem Eis glich Bobby Raymond aus (58.), Harris nützte das weitere Überzahlspiel zur Führung (59.). John Hughes hatte danach die Scheibe auf dem Schläger und freie Sicht auf das leere Tor, traf aber nicht. So sorgte Michael Halmo nach schöner Einzelleistung für eine Verlängerung, in der Harris ein zweites Mal zuschlug und Salzburg dem Titel ganz nahe brachte.

„Die Mannschaft hat gut und hart gearbeitet, sich aber teilweise das Leben selbst schwergemacht und damit die Bozner immer wieder aufgebaut. Allein zwei Gegentore sind nach Kontern gefallen. Aber so ist das im Play-off“, sagte ein erleichterter Salzburg-Coach Poss, „am Ende haben sich die Jungs den Sieg aber erarbeitet, und das ist das Wichtigste. Nun heißt es Kopf frei machen, regenerieren und auf das nächste Spiel fokussieren, noch haben wir nichts erreicht.“

Erste Bank Eishockey Liga, fünftes Finalspiel

Sonntag:

Salzburg - Bozen 6:5 n.V.

(2:1 1:2 2:2 / 1:0)

Salzburg, Volksgarten, 3.400 Zuschauer

Tore: Hochkofler (2.), Duncan (18., 38./PP), Raymond (58./PP2), Harris (59./PP, 76.) bzw. Monardo (8./PP2), Gartner (28.), DeSousa (39./SH, 45.), Halmo (60.)

Strafminuten: 12 bzw. 14

Stand in der „Best of seven“-Serie: 3:2

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