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„Das Ergebnis tut der Seele gut“

Sturm Graz und der LASK haben in den Samstagsspielen der tipico-Bundesliga glatte Siege gefeiert. Die Linzer kommen dank des 3:1 in St. Pölten einem Europacup-Startplatz immer näher. Und die Steirer hielten mit einem souveränen 3:0 über Mattersburg ihre kleine Titelchance am Leben.

„Es war eine sehr reife Leistung“, freute sich Sturm-Sportdirektor Günter Kreissl. Ein Doppelpack von Deni Alar (28., 34.) und ein herrliches Hebertor von Emeka Eze (57.) krönten eine starke Vorstellung, mit der sich Sturm auch für das 0:2 daheim gegen die Austria eine Woche zuvor rehabilitierte. „Heute haben wir besser miteinander gespielt als zuletzt gegen die Austria und haben den Gegner laufen lassen“, sagte Alar, der in der Torschützenliste mit 16 Treffern auf Rang zwei hinter dem Salzburger Leader Munas Dabbur (19) liegt.

Selbstvertrauen für den Cup

Durch den Sieg gegen Mattersburg bleibt das Titelrennen zumindest noch ein bisschen spannend. Vom Kampf um Platz eins wollte in Graz freilich keiner reden. Vielmehr verwies man auf das Cuphalbfinale gegen Rapid am Mittwoch. „Das Ergebnis tut der Seele gut und gibt weiteres Selbstvertrauen für den Cup“, sagte Kreissl.

Trainer Heiko Vogel war rundum zufrieden. „Wir haben 90 Minuten lang klar dominiert, sehr viel Druck ausgeübt und Fehler des Gegners erzwungen. Es war von der ersten bis zur letzten Sekunde ein sehr gutes Spiel“, betonte der Deutsche nach dem fünften Sieg in den jüngsten sechs Partien.

Gäste lassen Aggressivität vermissen

Mattersburg war im Prinzip ohne echte Chance, einzig kurz nach der Pause wirkte man engagierter. „Zu Beginn der zweiten Hälfte waren wir fünf Minuten zu passiv“, sagte dann auch Alar über eine Phase, in der Mattersburgs Markus Pink die große Gelegenheit auf den Anschlusstreffer liegen ließ.

„Wir hatten es nach zwei individuellen Fehlern gegen eine sehr starke Sturm-Mannschaft sehr schwer“, resümierte SVM-Trainer Gerald Baumgartner. Sein Defensivchef Nedeljko Malic betrachtete die Leistung als Warnung für das ebenfalls am Mittwoch stattfindende Cuphalbfinale gegen Salzburg: „Wir waren nicht so aggressiv wie sonst. So dürfen wir gegen Salzburg nicht auftreten.“

Sieben starke Minuten reichen dem LASK

Der Cup ist für den LASK in dieser Saison kein Thema mehr, der Aufsteiger sicherte aber mit nur einem Punkt Rückstand auf Rapid Rang vier ab. „Jetzt kann man schon langsam über Europa reden“, sagte Torschütze Peter Michorl in Sky. Sein Team tat sich beim Schlusslicht allerdings lange nicht leicht, sieben starke Minuten bzw. Tore von Michorl (57.), Joao Victor (61./Foulelfer) und Samuel Tetteh (63.) bescherten der Elf von Oliver Glasner schließlich den fünften Sieg in Folge.

LASK-Spieler

GEPA/Walter Luger

Die LASK-Spieler durften sich über die nächsten drei Punkte freuen

„St. Pölten war gut organisiert, hat es uns schwer gemacht. Es waren drei schöne Tore, aber wir haben in der zweiten Hälfte zu viele Chancen zugelassen und auch zu viele Standards“, blieb Glasner selbstkritisch. St. Pöltens Neo-Coach Dietmar Kühbauer blieb auch im zweiten Match ein Punkt verwehrt. „Es war ein Spiel, das so nicht enden hätte müssen. Sie haben ein Spiel weggeschmissen“, betonte der Burgenländer.

Auch beim WAC kein Trainereffekt

Wenig besser geht es seinem Kollegen Robert Ibertsberger, der in zwei Spielen beim WAC das Ruder ebenfalls noch nicht herumreißen konnte. „Den Trainereffekt kann man vergessen“, sagte Ibertsberger nach dem 1:2 daheim gegen Altach. Doch obwohl acht Niederlagen in Folge sämtliche Alarmglocken läuten lassen müssten, kann man sich quasi auf St. Pölten verlassen: Der Vorsprung auf die Niederösterreicher beträgt weiterhin zehn einigermaßen beruhigende Punkte.

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