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Zweite Ligapleite für Stöger

Schalke 04 hat in der deutschen Bundesliga mit dem Sieg im Revierderby gegen Borussia Dortmund am Sonntag seinen Platz als erster Verfolger von Meister Bayern München gefestigt. Die Gelsenkirchner setzten sich in der 92. Ausgabe des Klassikers sicher mit 2:0 durch und beendeten damit eine fast vierjährige Durststrecke gegen den Erzrivalen.

Vor 61.786 Zuschauern in der ausverkauften Schalker Arena trafen am Sonntag Jewgeni Konopljanka (50.) und Naldo per Freistoß (82.) zur Entscheidung für die Gastgeber, bei denen die ÖFB-Teamspieler Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf über die volle Distanz zum Einsatz kamen. Konopljankas Tor war der 2.500. Schalker Treffer der Bundesliga-Geschichte.

Jubel des Schalke-Torschützen Yevhen Konoplyanka

AP/Martin Meissner

Der Ukrainer Konopljanka legte kurz nach der Pause den Grundstein zum Derby-Sieg der Schalker

Während Schalke einen großen Schritt Richtung Champions League schaffte, rutschte Dortmund nach der zweiten Bundesliga-Niederlage unter Trainer Peter Stöger auf den vierten Platz hinter die punktegleichen Leverkusener und muss nun um den angestrebten Einzug in die Königsklasse bangen. Für Stöger war es die erste Niederlage in Gelsenkirchen überhaupt. Im Herbst hatten sich die beiden Teams in Dortmund mit 4:4 getrennt, damals hatte der BVB eine 4:0-Führung noch aus der Hand gegeben.

Schalke ist gefährlicher

In Gelsenkirchen entwickelte sich von Beginn an ein Spiel mit viel Engagement und Zweikämpfen. Den ersten Warnschuss gab Schöpf (5.) ab, BVB-Schlussmann Roman Bürki konnte den Ball aber zur Ecke lenken. Auf der Gegenseite war Ralf Fährmann zum ersten Mal bei einem Freistoß des ansonsten unauffälligen Spielmachers Marco Reus (23.) aus gut 25 Metern gefordert. Der Schalke-Torhüter musste sich gehörig strecken, um den Ball aus dem Winkel zu fischen.

Schalke übernahm mit Fortdauer der Partie das Kommando. Dortmund wurde nach gut 25 Minuten in die eigene Hälfte gedrängt und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Allerdings konnte sich die BVB-Offensive gegen die aufmerksame Abwehr der Gastgeber kaum in Szene setzen, weil es im Aufbau an Ideen mangelte. Doch auch den Gastgebern fehlte es an Präzision, sodass Torraumszenen bis zur Pause Mangelware blieben. Allein Konopljanka (45.) sorgte mit einem Schlenzer knapp neben das Tor noch einmal für etwas Gefahr.

Blitzstart in zweite Hälfte

Der erste Angriff im zweiten Abschnitt bescherte die Führung durch Konopljanka, der mit seinem dritten Saisontreffer die Arena zum Kochen brachte. Daniel Caligiuri hatte den Ukrainer perfekt bedient, und dieser ließ Bürki mit einem platzierten Schuss keine Abwehrchance.

Erst nach dem Rückstand wurden die Gäste aus Dortmund etwas aktiver und bemühten sich um den Ausgleich. Doch ein Schuss von Christian Pulisic nach Reus-Vorarbeit strich über das Tor. Schließlich beseitigte Abwehrchef Naldo, der bereits beim Hinspiel-4:4 in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielt hatte, alle Zweifel am ersten Schalker Derby-Sieg seit fast vier Jahren.

„Joker“ rettet Leipzig Punkt in Bremen

Im Sonntagabend-Spiel konnte RasenBallsport Leipzig im Gastspiel bei Werder Bremen einen weiteren Tiefschlag abwenden. Nach der 2:5-Abfuhr im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Olympique Marseille rettete „Joker“ Ademola Lookman dem Team von Trainer Ralph Hasenhüttl mit dem Ausgleich in der 50. Minute ein 1:1. Niklas Moisander (28.) hatte Werder in Führung gebracht.

Die Bremer, bei denen Zlatko Junuzovic und Marco Friedl in der Startelf standen und Florian Kainz kurz vor Abpfiff eingewechselt wurde, bleiben unter Trainer Florian Kohfeldt zu Hause ungeschlagen und dürften als Zwölfter mit nunmehr 37 Punkten mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben. Leipzig, wo von den österreichischen Legionären der einzige gesunde, nämlich Stefan Ilsanker, im Einsatz war, muss nach dem Unentschieden um die Teilnahme an der Champions League bangen. Der Rückstand des Tabellenfünften auf Platz vier beträgt bereits vier Punkte.

Deutsche Bundesliga, 30. Runde

Montag:

Mainz - Freiburg 2:0 (1:0)

Tore: De Blasis (45.+7/Elfmeter, 78.)

Onisiwo (Mainz) auf der Bank

Sonntag:

Schalke - Dortmund 2:0 (0:0)

Tore: Konopljanka (50.), Naldo (82.)

Burgstaller und Schöpf (Schalke) spielten durch

Bremen - Leipzig 1:1 (1:0)

Tore: Moisander (28.) bzw. Lookman (50.)

Friedl (Bremen) spielte durch, Junuzovic bis zur 79. Minute, Kainz ab der 90. Minute bzw. Ilsanker (Leipzig) spielte durch

Samstag:

Bayern München - Mönchengladbach 5:1 (2:1)

Tore: Wagner (37., 41.), Thiago (51.), Alaba (68.), Lewandowski (82.) bzw. Drmic (9.)

Alaba (Bayern) bis zur 73. Minute

Hoffenheim - Hamburger SV 2:0 (2:0)

Tore: Gnabry (18), Szalai (27.)

Grillitsch (Hoffenheim) bis zur 70. Minute

Hertha BSC - Köln 2:1 (0:1)

Tore: Selke (49., 52.) bzw. Bittencourt (29.)

Lazaro (Hertha) spielte durch

Leverkusen - Frankfurt 4:1 (1:1)

Tore: Brandt (20.), Volland (71., 77., 88.) bzw. Fabian (23.)

Baumgartlinger (Leverkusen) spielte durch, Özcan auf der Bank

Stuttgart - Hannover 1:1 (0:0)

Tore: Thommy (53.) bzw. Füllkrug (91.)

Harnik (Hannover) spielte durch

Freitag:

Wolfsburg - Augsburg 0:0

Gregoritsch und Hinteregger (Augsburg) spielten durch

Tabelle

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