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„Ein richtig geniales Heimspiel“

Bei der Tour of the Alps durch das Trentino, Süd-, Ost- und Nordtirol kommt es ab Montag zu einer hochkarätig besetzten Generalprobe für den Giro d’Italia. Die fünf Gebirgsetappen sind für Chris Froome und Co. ein Vorgeschmack auf die Italien-Rundfahrt im Mai, aber auch auf die Radweltmeisterschaft im Herbst. Denn das letzte Teilstück mit Ziel in Innsbruck führt teilweise über den WM-Kurs.

Daher absolvieren nicht nur die Stars wie Froome und Fabio Aru bei der Alps-Tour mit mehr als 13.000 Höhenmetern einen letzten Formtest vor dem Giro. Die Österreicher Felix Großschartner, Giro-Etappensieger Lukas Pöstlberger und Georg Preidler wollen vor Heimpublikum natürlich besonders gut abschneiden. Dazu erhalten Riccardo Zoidl und andere ÖRV-Profis aus den Continental-Teams Felbermayr und Tirol Cycling die seltene Möglichkeit zum Vergleich mit den internationalen Assen.

Tour of the Alps führt über WM-Kurs

Am Montag startet in Arco die Tour of the Alps. Eine hochkarätig besetzte Radsport Veranstaltung, die vom Trentino über Südtirol zum Etappenziel nach Innsbruck führt.

„Ein großer Motivationsschub“

Großschartner zeigte heuer schon mit starken Leistungen bei Paris - Nizza und der Baskenlandrundfahrt auf. Der Oberösterreicher geht als Kapitän im deutschen Bora-Team dementsprechend motiviert ins Rennen. „So oft fahren wir ja nicht bei uns daheim. Für uns Österreicher ist es gerade im Jahr der Heim-WM in Tirol ein richtig geniales Heimspiel. Wir wollen uns dort sehr gut präsentieren“, betonte der 24-Jährige vor dem Start am Gardasee.

Tour of the Alps

  • 1. Etappe, 16. April: Arco - Folgaria (134,6 km)
  • 2. Etappe, 17. April: Lavarone - Alpe di Pampeago (145,5 km, Bergankunft)
  • 3. Etappe, 18. April: Auer - Meran (138,3 km)
  • 4. Etappe, 19. April: Klausen - Lienz (134,3 km)
  • 5. Etappe, 20. April: Rattenberg - Innsbruck (164,2 km)

Insgesamt 716,9 km und 13.100 Höhenmeter

Preidler ist in seiner neuen Mannschaft Groupama-FDJ hauptsächlich für Helferdienste vorgesehen. „Die Tour ist sehr schwer, und ich werde vor allem meinen Kapitän Thibaut Pinot unterstützen. Im Vorjahr wurde er ja Gesamtzweiter hinter Geraint Thomas, und heuer will er ganz oben stehen“, sagte Preidler, der sich ebenfalls auf die Auftritte in Tirol freut. „Für mich bringt das einen großen Motivationsschub, dass ich den WM-Kurs erstmals sehe und endlich wieder in der Heimat ein Rennen bestreite. Wir alle freuen uns sehr auf die Rundfahrt, wo wir uns den letzten Feinschliff für den Giro d’Italia holen wollen.“

Froome weiter unter Dopingverdacht

Tour-de-France-Seriensieger Froome ist nach wie vor an zwei Fronten beschäftigt. Sportlich hat der Brite im Kampf gegen Aru, Pinot und andere Topkletterer wie Miguel Angel Lopez nach bescheidenen Saisonleistungen ohne einen einzigen Top-6-Platz gehörigen Aufholbedarf. Hinter den Kulissen ficht er mit seinen Anwälten weiterhin einen juristischen und sportmedizinischen Kampf gegen eine drohende Dopingsperre aus.

Chris Froome

APA/AFP/Jaime Reina

Froome hofft auf sportliche Schagzeilen

Denn weiterhin ist unklar, ob und in welcher Form er für seinen stark überhöhten Salbutamol-Wert bei der Vuelta im vergangenen September bestraft wird. Die möglichen Sanktionen reichen bis zu einer Zweijahressperre samt Aberkennung seines Vuelta-Sieges. Der regelkonform zumindest bis zur Klärung startberechtigte Brite muss die mutmaßlich zu hohe Asthmamitteldosierung gegenüber dem Weltverband (UCI) begründen. Bis dato ist nicht bekannt, wie lange das Verfahren noch dauern wird. Eine Lösung vor dem Giro-Start am 4. Mai ist sehr unwahrscheinlich.

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