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Schiedsgericht als letzte Hoffnung

Dem Rennen um den Aufstieg in die tipico-Bundesliga bleibt der grüne Tisch als Komponente erhalten. Der TSV Prolactal Hartberg, als Tabellenzweiter der Erste Liga derzeit auf einem Aufstiegsrang, steht auch in zweiter Instanz ohne Lizenz für die kommende Saison in der höchsten Spielklasse da.

Die Klage der Steirer gegen die erstinstanzliche Verweigerung wurde vom Protestkomitee abgelehnt. Das gab die Bundesliga am Dienstagabend bekannt. Die Liga führte finanzielle und rechtliche Gründe für die Entscheidung an. Letztere betreffen einen Fristverzug bei der Ausgliederung des Spielbetriebs. Hartberg hat nun eine Woche (bis 22. Mai) Zeit, das Ständige Neutrale Schiedsgericht anzurufen, das bis Ende Mai eine letztinstanzliche Entscheidung treffen müsste. Bisher verfügen die Oststeirer nur über eine in erster Instanz erteilte Spielgenehmigung für die zweithöchste Spielklasse.

TSV Hartberg

GEPA/Wolfgang Grebien

Die Hartberger Spieler wissen immer noch nicht, ob sie nächste Saison mit ihrem Club in der Bundesliga spielen

Die Bundesliga wird 2018/19 von zehn auf zwölf Teams aufgestockt. Wacker Innsbruck steht bereits als einer von zwei Fixaufsteigern fest. Der Tabellendritte der Erste Liga dürfte in die Relegation gegen Bundesliga-Schlusslicht SKN St. Pölten. Drei Runden sind in der zweithöchsten Spielklasse noch ausständig, Hartberg liegt jeweils zwei Punkte vor Ried und Wr. Neustadt. Sollten die Hartberger am Ende in den Top Drei liegen und die Bundesliga-Lizenz auch vom Schiedsgericht nicht erhalten, würde die Relegation entfallen. Damit bliebe auch St. Pölten fix in der neuen Zwölferliga.

Kapfenberg kann aufatmen

Im Gegensatz zu Hartberg fiel der Bescheid des Protestkomitees für den Kapfenberger SV positiv aus. Die Obersteirer erhielten im zweiten Anlauf die Lizenz für die zweithöchste Spielklasse und sind auch 2018/19 in dieser vertreten. Vorerst nichts dürfte es mit der zweiten Liga für den SV Allerheiligen werden. Dem Regionalligisten wurde mangels Nachweis eines zugelassenen Heimstadions auch in zweiter Instanz der Zugang zur neuen 16er-Liga verwehrt.

Der Instanzenzug innerhalb der Bundesliga ist mit dem Protestkomitee abgeschlossen. Das von Hartberg und Allerheiligen noch anzurufende Ständige Neutrale Schiedsgericht entscheidet letztinstanzlich - laut Ligaangaben voraussichtlich am 28. Mai. Die letzte Runde der Ersten Liga steht bereits drei Tage davor am 25. Mai auf dem Programm.

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