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„Der richtige Schritt“

Der bereits erwartete Transfer von Louis Schaub vom SK Rapid zum 1. FC Köln ist seit Mittwoch in trockenen Tüchern. Wie die Hütteldorfer per Aussendung bekanntgaben, unterschrieb der 23-jährige offensive Mittelfeldspieler beim deutschen Traditionsclub einen Vertrag bis 2022. Nach mehr als 200 Pflichtspielen für Rapid nutzte Schaub seine vereinbarte Ausstiegsklausel und will mit den in die zweite deutsche Bundesliga abgestiegenen Kölnern den sofortigen Wiederaufstieg in die höchste Klasse schaffen.

„Rapid ist über ein Jahrzehnt und damit fast die Hälfte meines Lebens meine fußballerische Heimat gewesen und ich werde mich dem Club immer verbunden fühlen“, sagte Schaub, der mit Rapid wohl noch die zwei verbleibenden Bundesliga-Spiele absolvieren wird. „Ich bin sehr dankbar für diese Zeit und hätte mich natürlich lieber mit einem Titel verabschiedet. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf meine neue Aufgabe in Köln und bin überzeugt, dass dieser Schritt für mich und mit bald 24 Jahren der richtige ist.“

Louis Schaub (Rapid)

GEPA/Wolfgang Grebien

Zweimal könnte Louis Schaub noch für den SK Rapid auf das Spielfeld gehen

Abschiedsschmerz in Wien - Vorfreude in Köln

Fredy Bickel, Geschäftsführer Sport bei Rapid, meinte zum Abgang der Nummer zehn: „Natürlich tut uns das leid, denn wir hätten ihn gerne länger bei uns gehabt. Louis hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, und es ist legitim, dass er von seiner vertraglich vereinbarten Möglichkeit Gebrauch macht. Er hat in der Vergangenheit einige verlockende Angebote aus dem Ausland abgelehnt, für uns mehr als 200 Pflichtspiele bestritten, was für einen jungen Spieler mit seinen Qualitäten und internationalen Auftritten alles andere als selbstverständlich ist“, so der Schweizer.

„Louis ist ein vielseitiger, technisch starker Spieler, der auf allen Offensivpositionen im Mittelfeld eingesetzt werden kann“, sagte Kölns Sportdirektor Armin Veh auf der Website der Deutschen. Sein Urteil über den achtfachen Teamspieler: „Er hat für sein Alter schon viel Erfahrung gesammelt und verfügt über großes Potenzial. Ich bin überzeugt, dass er uns mit seiner Qualität sofort helfen kann und dass er in unserer Mannschaft und bei unserem Trainerteam sehr gut aufgehoben ist, um sich weiterzuentwickeln.“

Schaub wechselt zu Köln

Louis Schaub verlässt Rapid und wechselt in die zweite deutsche Bundesliga zum 1. FC Köln. Dieser Transfer wurde bei der Privataudienz der Rapidler beim Papst am Mittwoch offiziell.

Ablöse soll 3,5 Millionen betragen

Deutschen Medienberichten zufolge beträgt die Ablöse 3,5 Millionen Euro. Das wurde von den beteilgten Vereinen allerdings nicht bestätigt. Für Schaub ist es gewissermaßen auch eine Rückkehr zu den Wurzeln. Der Sohn des 2003 verstorbenen ehemaligen deutschen Admira-Legionärs Fred Schaub wurde in Fulda geboren, wo nach wie vor Mitglieder seiner Familie leben. Mit Köln peilt Schaub die sofortige Rückkehr ins deutsche Oberhaus an. Für Köln war Ende April eine turbulente Saison, zu deren Beginn man sogar in der Europa League vertreten war, mit dem Abstieg zu Ende gegangen. Von Trainer Peter Stöger hatte man sich im Dezember getrennt.

„Der 1. FC Köln ist ein großer Club mit viel Wucht, großartigen Fans und einer besonderen Atmosphäre. Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich absolut davon überzeugt, zum FC zu wechseln“, wurde Schaub auf der Homepage seines neuen Arbeitgebers zitiert. Köln ist Schaubs zweite Profistation. Der 1,77-Meter-Mann machte seine ersten Schritte in der Akademie von Admira Wacker, ehe er 2007 nach Hütteldorf wechselte. Seit 2012 absolvierte er 203 Pflichtspiele für Rapids Kampfmannschaft.

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