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„Wird eine knappe Entscheidung“

Die Spannung steigt - am Donnerstag wird beim 51. FIS-Kongress im griechischen Costa Navarino die alpine Ski-WM 2023 vergeben (ab 18.30 Uhr in ORF Sport +). Zehn Jahre nach dem Megaevent in Schladming könnte die WM in Saalbach und damit wieder in Österreich in Szene gehen. Einziger Mitbewerber ist der französische Nobelskiort Courchevel-Meribel.

Am 9. Juli 2015 hatte sich die ÖSV-Präsidentenkonferenz für Saalbach als WM-Bewerber für 2023 entschieden, der Salzburger Skiort erhielt den Vorzug vor St. Anton am Arlberg. Saalbach-Hinterglemm war bereits 1991 WM-Ausrichter. Im Mai 2017 stand fest, dass es Saalbach im Vergabeprozess mit Courchevel-Meribel zu tun bekommen wird. Die WM 2019 findet im schwedischen Aare statt, jene 2021 in Cortina d’Ampezzo in Italien.

Saalbachs Bürgermeister Alois Hasenauer, Alexandra Meissnitzer, Bartl Gensbichler, Klaus Leistner, Petra Kronberger und Michael Walchhofer

APA/ÖSV/Erich Spiess

Alois Hasenauer, Alexandra Meissnitzer, Bartl Gensbichler, Klaus Leistner, Petra Kronberger und Michael Walchhofer (v. l. n. r.)

„Wir werden sehen, wie sich der FIS-Council entscheidet. Wir können uns jedenfalls nicht vorwerfen lassen, etwas übersehen zu haben. Wir wissen aber, dass wir mit Courchevel-Meribel einen sehr starken Mitbewerber haben. Eine knappe Entscheidung wird es auf alle Fälle, denke ich“, sagte Bartl Gensbichler, der Präsident des Salzburger Landesskiverbandes und örtlichen Skiclubs.

Bewerbung für 2025 als Alternative

Die Saalbacher hatten für die finale Präsentation, die am Dienstag stattfand, einen Messestand konstruiert, den sie beladen mit regionalen Spezialitäten auf die Reise nach Griechenland schickten. „Vier Glemmtaler Spitzenköche begleiteten dabei die 30-köpfige Delegation und versorgten die Kongressteilnehmer am Präsentationsstand mit österreichischen Spitzengerichten“, teilte der WM-Kandidat mit. Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP), Österreichs Botschafterin Andrea Ikic-Böhm und 1991-Abfahrtsweltmeisterin Petra Kronberger sind unter anderen neben der ÖSV-Spitze an Ort und Stelle.

FIS-Kongress zu Ski-WM 2023

Beim FIS-Kongress in Griechenland fiebert auch Hannes Reichelt der Vergabe der alpinen Ski-WM 2023 entgegen. Der Salzburger setzt auf seine Landsleute aus Saalbach.

Der Saalbacher Bürgermeister Alois Hasenauer (ÖVP) sagte, dass man beim FIS-Kongress die Region perfekt in Szene setzen wolle. „Sei es mit der Bewerbungspräsentation oder mit der österreichischen Gastfreundschaft und Kulinarik am Saalbach-Stand. Das gesamte Team hat sein Bestes und noch viel mehr gegeben.“ Sollten trotzdem die Franzosen den Zuschlag für 2023 erhalten, steht eine Bewerbung der Saalbacher für 2025 im Raum.

Franzosen punkten mit freiem Eintritt

Saalbach will mit kurzen Wegen punkten. Unterkünfte, Liftstationen, Sportstätten und andere infrastrukturelle Einrichtungen sollen innerhalb von 800 Metern vom Ziel entfernt liegen. Gegenüber den ebenfalls weltcuperprobten Orten Courchevel und Meribel hat man das Plus, dass alle Rennen in einem Zielraum enden. Andererseits liegt die bisher letzte WM in Frankreich (2009) länger zurück als jene in Österreich (2013). Zudem gewähren die Franzosen freien Eintritt zu allen Bewerben, geboten werden soll ein großes Skifest.

Am 51. Kongress des Internationalen Skiverbands (FIS), der noch bis Samstag dauert, nehmen rund 80 nationale Verbände mit insgesamt 1.000 Delegierten teil. Bis Mittwoch standen die Meetings der Technischen Komitees und Arbeitsgruppen auf dem Programm. Die Generalversammlung ist für Freitag angesetzt, ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel stellt sich dabei der Wiederwahl für das Council.

Sechs Bewerber, vier Weltmeisterschaften

Die Bekanntgabe der WM-Veranstalter wird am Donnerstag gegen 19.00 Uhr erfolgen. Insgesamt sechs Kandidaten stellen sich der Vergabe, neben Saalbach und Courchevel-Meribel (Alpin/2023) sind das für die Nordische WM 2023 Planica und Trondheim, für die Ski-Freestyle- und Snowboard-WM 2023 Bakuriani (Georgien) und für die Skiflug-WM 2022 Vikersund.

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