Saudischer WM-Referee in Heimat lebenslang gesperrt

Der für die WM vorgesehene saudische Schiedsrichter Fahad al-Mirdasi ist in seiner Heimat wegen versuchter Spielmanipulation lebenslang gesperrt worden. Das gab der Fußballverband von Saudi-Arabien (SAFF) am späten Dienstagabend bekannt. Mirdasi gestand, dass er gegen Bezahlung angeboten habe, das nationale Cupfinale zugunsten von al-Ittihad zu manipulieren.

Der saudische Schiedsrichter Fahad al-Mirdasi Karim Jaafar

APA/AFP

Der SAFF ersuchte den Weltverband (FIFA), über den Referee eine weltweite, lebenslange Sperre zu verhängen und ihn von der Liste der WM-Schiedsrichter für Russland zu streichen. Mirdasi ist seit 2011 auf der FIFA-Schiedsrichterliste, beim Confederations Cup 2017 in Russland war er im Einsatz.

Der 32-jährige Mirdasi hatte sich mit seinem Manipulationsvorhaben per WhatsApp an Al-Ittihad-Chef Hamad al-Senaie gewandt, der die Nachrichten sofort an Funktionäre des nationalen Verbandes weiterleitete. Mirdasi wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen, wo er sein korruptes Vorgehen gestand. Al-Ittihad gewann das Cupfinale gegen al-Faisaly, als Schiedsrichter fungierte der ehemalige FIFA-Referee Mark Clattenburg.