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Acht Sekunden fehlen zum Tagessieg

Patrick Konrad hat am Mittwoch auf der elften Etappe des Giro d’Italia erneut seine starke Form bewiesen. Der Niederösterreicher landete nach 156 Kilometer von Assisi nach Osimo auf dem sechsten Platz und damit zum vierten Mal bei der diesjährigen Rundfahrt unter den besten zehn. Apropos Top Ten: Dort ist Konrad als Neunter nun auch in der Gesamtwertung wieder zu finden.

Konrad fehlten am Ende nur acht Sekunden auf den Tagessieg in den Gassen von Osimo. Der ging zum zweiten Mal an den Briten Simon Yates, der damit auch seine Führung in der Gesamtwertung festigte. Der Mann im Rosa Trikot setzte sich im Finish zwei Sekunden vor seinem schärfsten Verfolger Tom Dumoulin aus den Niederlanden durch. Dritter wurde Konrads Stallgefährte im Bora-Hansgrohe-Team Davide Formolo aus Italien, der fünf Sekunden Rückstand hatte.

Radsportler Simon Yates

APA/AFP/Luk Benies

Yates durfte zum zweiten Mal beim diesjährigen Giro über einen Tagessieg jubeln

In der Gesamtwertung liegt Yates vom Mitchelton-Scott-Rennstall, der bereits die neunte Etappe für sich entschieden hatte, 47 Sekunden vor Vorjahressieger Dumoulin. Der Franzose Thibaut Pinot, auf der elften Etappe Siebenter, ist mit 1:04 Minuten Rückstand Dritter. Konrad verbesserte sich um zwei Plätze auf den neunten Rang. Auf Spitzenreiter Yates fehlen dem 26-Jährigen 2:55 Minuten.

Froome verliert weiter an Boden

Christopher Froome, der nach den Erfolgen bei der Tour de France und Vuelta 2017 die dritte große Länderrundfahrt in Serie gewinnen will, fiel hingegen weiter zurück. Auf der anspruchsvollen Schlusssteigung über Kopfsteinpflaster verlor der Brite als 23. 40 Sekunden auf seinen Landsmann Yates und liegt in der Gesamtwertung als Zwölfter 3:20 Minuten zurück. Froome, dem wegen der noch nicht geklärten Salbutamol-Affäre eine Dopingsperre droht, hofft nun auf die schwere Schlusswoche in den Dolomiten. Die Chancen auf seinen ersten Giro-Triumph sind aber inzwischen minimal.

Die weiteren beiden Österreicher im Feld hatten mit den Spitzenplätzen nichts zu tun. Georg Preidler vom Team FDJ landete mit 1:05 Minuten Rückstand auf dem 32. Platz, Konrads Bora-Teamkollege Felix Großschartner fuhr mit 2:24 Minuten Rückstand als 53. über die Ziellinie. In der Gesamtwertung liegt Preidler weiter auf Rang 34, Großschartner rangiert auf dem 51. Platz.

Gedenken an Scarponi

Die elfte Etappe stand auch im Zeichen des am 22. April 2017 verstorbenen Michele Scarponi. Bei der Fahrt durch seinen Heimatort Filottrano ließen 600 Kinder 600 Luftballons in Erinnerung an den im Vorjahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen italienischen Radprofi in die Luft steigen. Am Donnerstag und Freitag stehen beim diesjährigen Giro nun zwei Flachetappen auf dem Programm.

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