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Fünfte WM-Teilnahme der „Socceroos“

Australien hat sich zum vierten Mal in Serie und insgesamt fünften Mal für die Fußball-WM qualifiziert. Die erst seit Jänner vom Niederländer Bert van Marwijk gecoachten „Socceroos“ wollen in einer Gruppe mit Frankreich, Dänemark und Peru in der Außenseiterrolle überraschen.

Ein ähnlicher Erfolg wie der Achtelfinal-Einzug 2006 dürfte aber nur schwer zu realisieren sein, ist aber dennoch das erklärte Ziel. „Unser Ziel ist es, die Vorrunde zu überstehen, und ich denke, dass wir eine Chance darauf haben, sonst würde ich den Job nicht machen“, sagte Van Marwijk.

Scott Chipperfield (Australien) blockt einen Schuss von Luca Toni (Italien)

APA/AFP/John MacDougall

2006 war im Achtelfinale gegen Italien Endstation

Die Österreich-Legionäre James Jeggo (Sturm Graz) und James Holland (LASK) sind von Van Marwijk, der dem trotz erfolgreicher Qualifikation zurückgetretenen Ange Postecoglou nachfolgte, nicht für die WM nominiert worden. Angeführt wird das Aufgebot von Kapitän Mile Jedinak (Aston Villa), Tomi Juric (Luzern), Mathew Leckie (Hertha BSC), Robbie Kruse (Bochum) und Altstar Tim Cahill (Millwall). Spieler von europäischen Topclubs sucht man in der Mannschaft vergeblich.

Steckbrief Australien

Hauptstadt: Canberra
Einwohner: 24,1 Mio.

  • Teamchef: Bert van Marwijk (NED)
  • FIFA-Weltrangliste: 36. (7. Juni)
  • WM-Teilnahmen (inkl. 2018): 5 (1974, 2006, 2010, 2014, 2018)
  • Größte Erfolge: WM-Achtelfinale 2006, Zweiter Confed-Cup 1997, vierfacher Ozeanienmeister (1980, 1996, 2000, 2004)

Australiens Rekordtorschütze Cahill hatte sein Team im asiatischen Play-off gegen Syrien mit zwei Toren in das entscheidende Qualifikationsduell mit Honduras (0:0 und 3:1) geschossen. Da der 38-Jährige beim englischen Zweitligisten Millwall aber nur noch als „Edeljoker“ eingesetzt wird, war seine Nominierung umstritten. Ungeachtet dessen würde der Offensivmann mit einem weiteren WM-Tor in den erlauchten Kreis mit Pele, Uwe Seeler und Miroslav Klose aufsteigen, die als Einzige bei vier Weltmeisterschaften getroffen haben.

Schwung nicht mitgenommen

Wie Cahill verdient auch der überwiegende Teil der anderen australischen WM-Kicker sein Geld außerhalb der Heimat, in der Kricket, Rugby und Australian Football besonders populär sind. Und das Nationalteam vermochte den Aufschwung der WM 2006 nicht nachhaltig zu nutzen.

Angeleitet vom erfahrenen Van Marwijk soll in Russland dennoch der Aufstieg in die K.-o.-Phase gelingen. Gleich zum Auftakt wartet mit Frankreich (16. Juni) der härteste Brocken, danach folgen die Duelle mit den ebenfalls höher einzuschätzenden Dänen (21. Juni) und Peru (26. Juni).

Kader Australien

Tor: Mathew Ryan (Brighton & Hove Albion/ENG), Brad Jones (Feyenoord Rotterdam/NED), Danny Vukovic (KRC Genk/BEL)

Abwehr: Milos Degenek (Yokohama F-Marinos/JPN), James Meredith (Millwall/ENG), Mark Milligan (al-Ahli Dschidda/KSA), Matthew Jurman (Suwon Bluewings/KOR), Aziz Behich (Bursaspor/TUR), Joshua Risdon (Western Sydney Wanderers), Trent Sainsbury (Grasshoppers Zürich/SUI)

Mittelfeld: Massimo Luongo (Queens Park Rangers/ENG), Aaron Mooy (Huddersfield Town/ENG), Mile Jedinak (Aston Villa/ENG), Jackson Irvine (Hull City/ENG), Tom Rogic (Celtic Glasgow/SCO)

Angriff: Tim Cahill (Millwall/ENG), Mathew Leckie (Hertha BSC/GER), Tomi Juric (FC Luzern/SUI), Robbie Kruse (VfL Bochum/GER), Andrew Nabbout (Urawa Red Diamonds/JPN), Jamie Maclaren (Hibernian/SCO), Daniel Arzani (Melbourne FC), Dimitrios Petratos (Newcastle Jets)

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