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Verdienter Sieg der „Three Lions“

Englands Traum vom zweiten WM-Titel lebt weiter. Die „Three Lions“ gewannen am Samstag im Viertelfinale gegen Schweden mit 2:0 und stehen erstmals seit 28 Jahren im WM-Halbfinale. Vor 39.991 Zuschauern in Samara erzielten Harry Maguire (30.) und Dele Alli (59.) die Kopfballtreffer für das Team von Trainer Gareth Southgate. Maguires Tor war das achte der Engländer nach einer Standardsituation im Turnier. Im Kampf um den Finaleinzug trifft England am Mittwoch in Moskau auf Kroatien.

Im dritten Viertelfinale der WM gingen die Engländer in der Samara-Arena durch Maguire in Führung. Der Innenverteidiger traf nach Eckball per Kopf zu seinem ersten Treffer im Nationalteamtrikot. Dele Alli gelang ebenfalls per Kopf die Vorentscheidung. Englands überragender Torhüter Jordan Pickford machte davor und danach einige gute Möglichkeiten der Schweden zunichte. Die Skandinavier hatten vor allem in der ersten Spielhälfte sehr destruktiv agiert.

Pickford

AP/Alastair Grant

Englands Torhüter Jordan Pickford hielt im Semifinale gegen Schweden überragend

Die mit unveränderter Startformation angetretenen Engländer nahmen das Heft von Beginn an in die Hand, wollten aber keine Räume für Konter aufmachen. Schweden mit Emil Krafth rechts hinten statt des gesperrten Mikael Lustig stand diszipliniert, machte im Zentrum dicht. Größter Aufreger der ersten halben Stunde war ein Flachschuss von Harry Kane (19.) aus 20 Metern, der an Schwedens Schlussmann Robin Olsen, aber auch am Tor vorbeiging.

Zweimal mit „Köpfchen“ zum Sieg

Englands Kapitän - dessen sechs WM-Treffer mehr sind, als die gesamte schwedische Mannschaft (5) im gesamten Turnierverlauf erzielt hat - war bemüht, sich in Stellung zu bringen, hatte gegen die robusten Nordländer jedoch zu kämpfen. Die Schweden waren bemüht, dem Spiel das Tempo zu nehmen. Für den Weltmeister von 1966 musste wieder einmal eine Standardsituation herhalten.

Maguire stieg nach einem Eckball von Ashley Young zum Luftduell mit Emil Forsberg hoch, in dem der Leipzig-Profi gegen den 25-Jährigen von Leicester City klar den Kürzeren zog. Der zehnte WM-Treffer Englands fiel damit zum achten Mal im Anschluss an einen ruhenden Ball. Schweden musste reagieren, lief aber Gefahr, noch das zweite Gegentor einzufangen. Raheem Sterling war nach einem langen Ball in der Schlussminute der ersten Spielhälfte plötzlich auf und davon, Olsen blieb im Eins-gegen-eins aber Sieger.

Maguire erzielt das 1:0 für England (30.)

Nach einem Eckball köpfelt Harry Maguire das 1:0.

Schweden offensiv zu schwach

Von den Blau-Gelben war in der gegnerischen Spielhälfte fast überhaupt nichts zu sehen. Bei der vermeintlich besten Möglichkeit wurde der Richtung Tor stürmende Marcus Berg in der 25. Minute fälschlicherweise wegen Abseits zurückgepfiffen. Ihrer Vorstellung in den ersten 45 Minuten zum Trotz hätten die Schweden unmittelbar nach Wiederanpfiff fast ausgeglichen.

Berg kam zum Kopfball, aber der sensationelle Pickford war mit der Hand zur Stelle (47.). Englands Held im Elfmeterdrama im Achtelfinale gegen Kolumbien durfte sich kurz darauf erneut mit seinen Teamkollegen freuen. In einer englischen Druckphase fand Jesse Lingard per Flanke den sträflich vernachlässigten Alli, der aus wenigen Metern per Kopf keine Probleme hatte.

Dele Alli erhöht auf 2:0 für England (58.)

Dele Alli kommt unbedrängt zum Kopfball und baut die englische Führung auf 2:0 aus.

Pickford bewahrte die „Three Lions“ dann noch ein weiteres Mal vor einem Rückschlag, als er sich bei einem Abschluss von Viktor Claesson erneut lang machte (62.). Der offenbar hochmotivierte Everton-Schlussmann drehte zum Drüberstreuen noch einen Berg-Schuss mit den Fingerspitzen über die Latte. Schweden konnte danach nicht mehr zulegen und muss weiter auf das erste WM-Halbfinale seit Platz drei in den USA 1994 warten.

Fußball-WM, Viertelfinale

Samstag:

Schweden - England 0:2 (0:1)

Samara, 39.991 Zuschauer, SR Kuipers (NED)

Torfolge:
0:1 Maguire (30.)
0:2 Alli (59.)

Schweden: Olsen - Krafth (85./Jansson), Lindelöf, Granqvist, Augustinsson - Claesson, Larsson, Ekdal, Forsberg (65./Olsson) - Berg, Toivonen (65./Guidetti)

England: Pickford - Walker, Stones, Maguire - Trippier, Lingard, Henderson (85./Dier), Alli (77./Delph), Young - Sterling (91./Rashford), Kane

Gelbe Karten: Guidetti, Larsson bzw. Maguire

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