Es ist der heißeste Monat in der Major League Baseball (MLB): Zwei Außenseiter wollen ab Mittwochabend (Ortszeit) dafür sorgen, dass Stimmungs- und Adrenalinpegel im Duell um die World Series weiterhin Höchstwerte erreichen.
Mit den Tampa Bay Rays steht ein junges und eigentlich unerfahrenes Team ebenso überraschend wie verdient im Finale. Die "Rochen" aus Südflorida treffen in der "Best of seven"-Serie auf die Philadelphia Phillies, die die Titelsehnsucht einer ganzen Stadt stillen wollen.
Denn seit dem Gewinn der NBA-Meisterschaft 1983 durch die 76ers lechzt die Sportstadt Philadelphia nach einem Titel. Die Chancen dazu stehen jedoch zumindest in den Casinos in Las Vegas schlecht. Hier sind die Rays Favorit. Zu Saisonbeginn lag ihre Quote noch bei 200:1. Kein Wunder, denn das Team war seit seiner Gründung 1998 jedes Jahr Schlusslicht.
Rays zu stark für Yankees und Red Sox
Heuer spielt die Mannschaft von Trainer Joe Maddon allerdings groß auf und hat landesweit Sympathien gewonnen. Zunächst ließen die Rays in der regulären Saison Rekordmeister New York Yankees hinter sich. Dann schlugen sie im Halbfinale Titelverteidiger Boston Red Sox.
"Wir hatten so viele Ausfälle zu kompensieren, aber wir haben als Team zusammengehalten und stehen jetzt in den World Series. Das ist Wahnsinn", sagt Center Fielder B. J. Upton, der Historisches leisten und erstmals in der US-Sportgeschichte den Vorjahresletzten zum Meister machen will. Wer auf ihn und seine Mitspieler setzt, bekommt bei einem Dollar Einsatz nur 1,35 Dollar zurück.
Verliererimage soll abgelegt werden
Kaum lukrativer ist die Quote der Phillies (1,15:1). Sie haben im Gegensatz zu Tampa Bay bereits Finalerfahrung - 1980 wurden sie zum bisher einzigen Mal Meister, 1993 unterlag man in den World Series den Toronto Blue Jays.
Geschichte schrieb das Team jedoch am 15. Juli 2007 mit einer 2:10-Pleite gegen die St. Louis Cardinals. Es war die 10.000. Niederlage der Vereinsgeschichte - kein US-Profiteam hat öfter verloren.
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