Brawn GP feierte ohne Weltmeister Button

Das Formel-1-Weltmeisterteam Brawn GP hat am Montag die Siegesparade am englischen Firmenstammsitz Brackley ohne Fahrerchampion Jenson Button absolviert.

"Ich kann aber zu 99 Prozent versichern, dass Jenson bleibt", meinte Teamchef Ross Brawn. Der Ort hatte sich fein herausgeputzt, Schulen hatten freigegeben, und die meisten Pubs und Geschäfte trugen Willkommensgrüße.

"Ich hatte schon einige sehr besondere Momente in der Formel 1, aber das steht ganz oben auf der Liste", meinte Brawn, der vor einem Jahr das Management-Buy-out des ausgestiegenen Honda-Teams in Angriff genommen und nach erfolgreichem Abschluss in der vergangenen WM-Saison mit dem Doppeldiffusor alle Konkurrenten ausgetrickst hatte.

Dass Brawn einer der ausgefuchstesten Männer in der Formel 1 ist, hatte er schon in den 90er Jahren mit seinen - nicht immer ganz legalen - Aktionen bei Benetton und Ferrari bewiesen. Mit ihm und dem nunmehrigen FIA-Chef Jean Todt auf dem Kommandostand (und dem Österreicher Gustav Brunner) sowie Michael Schumacher als Fahrer war Ferrari jahrelang fast unschlagbar.