Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, hat seinem österreichischen Amtskollegen Karl Stoss nach dessen Dopingmutmaßungen über deutsche Wintersportler um Aufklärung gebeten.
"Herr Bach hat ihn angeschrieben und darum gebeten, Namen zu nennen, wenn er es tun kann", berichtete der deutsche Chef de Mission Bernhard Schwank am Dienstag. Wenn er das nicht tun könne, "bleibt es beim alten Stand".
Stoss, Präsident des Österreichischen Olympischen Comites (ÖOC), hatte die Spekulation über die Beteiligung deutscher Athleten an der Wiener Blutdopingaffäre neu entfacht. "Wenn sie das Wort Humanplasma in den Mund genommen haben, dann denke ich, dass auch eine ganze Menge deutscher Sportler da auf der Liste stehen", sagte Stoss in der ZDF-Dokumentation "Mission Gold", die am Mittwoch ausgestrahlt wird. Beweise für eine Verstrickung deutscher Athleten gab es bisher nicht. Stoss nannte keine Namen.