Fußball

Inmitten der Transferspekulationen um seine Person hat Marko Arnautovic am Montagabend mit dem Bologna FC die zweite Runde des italienischen Cups erreicht. Die „Rossoblu“ mühten sich zu Hause gegen den Zweitligisten Cosenza zu einem 1:0-Sieg. Arnautovic spielte durch, den einzigen Treffer erzielte sein Sturmpartner Nicola Sansone (64.). Einem möglichen Transfer des ÖFB-Teamspielers zu Manchester United erteilte sein Club eine Absage.

„Wir sind stolz, dass Manchester United an ihm interessiert ist“, sagte Bolognas Sportdirektor Marco Di Vaio im Rahmen des Cupspiels dem TV-Sender Italia 1. Laut Medienberichten hat sein Club ein erstes Neun-Millionen-Euro-Angebot des englischen Großclubs für den 33-Jährigen abgelehnt. „Es ist aber keine Frage des Preises“, betonte Ex-Nationalspieler Di Vaio. „Er ist unbezahlbar in dem, was er für uns bedeutet. Er steht im Zentrum unseres Projektes.“

Aufregung bei Manchester United

Arnautovic war im vergangenen Sommer nach einem unglücklich verlaufenen China-Intermezzo nach Bologna gewechselt und hatte dort mit 14 Ligatoren zu alter Form gefunden. „Wir sind überzeugt, dass er es noch besser kann und uns helfen kann zu wachsen“, sagte Di Vaio. „Er ist immer der erste beim Training, um andere zu ermutigen. Er hat keinen Marktwert.“ Arnautovic selbst soll einem Wechsel nicht abgeneigt sein. Mit Uniteds neuem Trainer Erik ten Hag hatte er bereits zu Beginn seiner Karriere bei Twente Enschede zusammengearbeitet.

Cremonese ohne Aiwu weiter

Cremonese hatte ebenfalls gegen einen Zweitligisten zu kämpfen. Der Serie-A-Aufsteiger behielt noch ohne Neuzugang Emanuel Aiwu gegen Ternana mit 3:2 (2:0) die Oberhand. Beim Ligaauftakt am Sonntag bei ACF Fiorentina könnte der Ex-Rapidler aber sein Debüt für Cremona geben.

Für ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic ist in der deutschen Bundesliga eine Tür bei einem Topclub zugegangen. Borussia Dortmund machte am Montagabend die Verpflichtung von Anthony Modeste perfekt. Der 34-jährige Franzose kommt für eine kolportierte Ablöse von fünf Millionen Euro vom Ligarivalen 1. FC Köln. Modeste erhielt einen Einjahresvertrag und soll den wegen eines Hodentumors monatelang nicht zur Verfügung stehenden Millionenneuzugang Sebastien Haller vertreten.

Anthony Modeste im Dress von Köln
APA/AFP/Ina Fassbender

Für Modeste ist es der zweite Abschied aus Köln. Der bullige und kopfballstarke Mittelstürmer war 2017 nach China gewechselt. Auch diesmal wird sein Weggang von den „Geißböcken“ von Misstönen begleitet. Vor der Verpflichtung von Haller, der vor einem Monat für mehr als 30 Mio. Euro von Ajax Amsterdam gekommen war, hatten sich die Dortmunder dem Vernehmen nach auch intensiv mit Kalajdzic beschäftigt. Der 25-jährige Wiener steht beim VfB Stuttgart nur noch bis Sommer 2023 unter Vertrag.

Der deutsche Bundesligist RB Leipzig steht nach dem als fix geltenden Transfer von Timo Werner vor einer weiteren Verpflichtung. Nach dpa-Informationen kommt der Slowene Benjamin Sesko im Sommer 2023 von Österreichs Serienmeister Salzburg zum DFB-Pokalsieger. Zuerst hatte die „Bild“ darüber berichtet. Salzburg soll als Ablösesumme 24 Millionen Euro erhalten.

Salzburg-Spieler Benjamin Sesko
GEPA/Christian Walgram

Der 19-Jährige Angreifer soll einen Fünfjahresvertrag unterschreiben, der erst zur nächsten Saison Gültigkeit hat. Um den Stürmer hatten sich nach „Bild“-Informationen auch Manchester City, Manchester United und der FC Chelsea bemüht. Dem 1,95-Meter-Mann werden ähnliche Qualitäten wie Topstar Erling Haaland attestiert.

Sesko steht bei den Salzburgern noch bis Sommer 2026 unter Vertrag. Ein Clubsprecher wollte zu der Personalie der APA am Montag keinen Kommentar abgeben. Er verwies aber darauf, dass die Aussagen der vergangenen Tage Gültigkeit hätten. Sportdirektor Christoph Freund hatte mehrfach betont, dass Sesko diese Saison definitiv in Salzburg bestreiten werde. Der Stürmer ist nach dem Abgang von Karim Adeyemi zu Dortmund im Angriff gesetzt.

Werner bereits in Leipzig

Der deutsche Nationalstürmer Werner landete derweil am Montagabend in Leipzig und soll laut „Bild“-Informationen am Dienstag nach dem Medizincheck einen sofort gültigen Fünfjahresvertrag unterschreiben. Als Ablöse soll Chelsea für den 26-Jährigen 20 Millionen Euro plus Bonuszahlungen erhalten – ein Schnäppchen, zumal Werner die Leipziger vor zwei Jahren für rund 55 Mio. Euro in Richtung London verlassen hatte.

Der österreichische Teamstürmer Michael Gregoritsch ist vom Fachmagazin „kicker“ in die Elf des Tages nominiert worden. Beim 4:0-Sieg des SC Freiburg in der ersten Runde der deutschen Bundesliga bei seinem Ex-Club Augsburg erzielte Gregoritsch das 1:0 (46.) und bereitete das 3:0 von Matthias Ginter (61.) vor.

Michael Gregoritsch (Freiburg)
GEPA/Witters/Lennart Preiss

Chronik

Die frühere Skirennläuferin Bernadette Schild ist zum ersten Mal Mutter geworden. Sohn Samuel erblickte am 29. Juli das Licht der Welt, gab die 32-jährige Salzburgerin bekannt.

„Keine Worte können beschreiben, was wir gerade fühlen“, schrieb Schild auf Instagram. Die jüngere Schwester von Marlies Raich ist seit sechs Jahren mit Sportwissenschaftler Armin Wierer, ihrem früheren privaten Konditionstrainer, verheiratet.

Schild hatte ihre aktive Karriere nach mehreren schweren Verletzungen im Frühjahr 2021 beendet. Im Weltcup fuhr die Technikspezialistin siebenmal auf das Podest.

Tennis

Serena Williams hat nach dem missglückten Comeback in Wimbledon erstmals in diesem Jahr ein Match gewonnen. Die 40 Jahre alte Amerikanerin siegte beim Turnier in Toronto am Montag 6:3 6:4 gegen Nuria Parrizas Diaz aus Spanien und zog damit in die zweite Runde ein. Der Erfolg stand erst nach fast zwei Stunden Spielzeit fest.

US-Tennisspielerin Serena Williams
Reuters/USA Today Sports/Dan Hamilton

„Es ist toll, zurück hier in Toronto zu sein. Ich wusste nicht, ob ich in der Lage sein würde, hier spielen zu können“, sagte Williams direkt nach dem Match.

Die Gewinnerin von 23 Grand-Slam-Turnieren hatte Mitte Juli in Wimbledon nach einjähriger Verletzungspause gleich in der ersten Runde gegen die Französin Harmony Tan verloren. Danach hatte sie zunächst offen gelassen, ob sie ihre Karriere fortsetzen würde.

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Der Australier Nick Kyrgios hat das Tennisturnier in Washington (USA) gewonnen und war damit zum ersten Mal seit 2019 wieder auf einem ATP-Turnier erfolgreich. Am Sonntag (Ortszeit) bezwang Kyrgios den japanischen Qualifikanten Yoshihito Nishioka nach zwei Sätzen mit 6:4 6:3.

Nick Kyrgios siegt in Washington

Kyrgios war in Washington zusammen mit dem US-Amerikaner Jack Sock zudem auch im Doppel erfolgreich. Der Australier stand in diesem Jahr beim Grand-Slam-Turnier von Wimbledon im Finale und musste sich Novak Djokovic geschlagen geben. Der neue 37. der Weltrangliste ist vor allem für seine Eskapaden auf dem Platz bekannt.

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Bundesliga

Der Südkoreaner Hong Hyun-seok ist von Admiral-Bundesligist LASK in die belgische Pro League zu KAA Gent gewechselt. Das gab der heimische Tabellenführer am Montag bekannt. Der 23-jährige Mittelfeldspieler absolvierte 44 Einsätze für die Oberösterreicher. Laut übereinstimmenden Medienberichten kassieren die Athletiker 1,5 Millionen Euro – und das ein Jahr vor Vertragsende. Damit wäre Hong einer der fünf teuersten LASK-Abgänge der Geschichte.

Hyun-seok Hong (LASK)
GEPA/Manuel Binder

2019 war Hong von Ulsan Hyundai zum damaligen LASK-Kooperationsverein FC Juniors OÖ in die zweite Liga gekommen. Im Juli 2021 debütierte er für die Schwarz-Weißen. In der laufenden Saison stand der Zentrumsspieler in allen vier Pflichtpartien, drei in der Liga und eine im Cup, in der Startformation. „Hyun-seok hat in seiner Zeit bei uns eine tolle Entwicklung durchlaufen. Mit KAA Gent wurde nun ein belgischer Topclub auf ihn aufmerksam, und wir konnten eine Lösung finden, die für alle Beteiligten sehr zufriedenstellend ist“, sagte LASK-Sportdirektor Radovan Vujanovic.

Pferdesport

Dressurreiter Florian Bacher hat am Montag im Grand Prix Special der Pferdesport-WM in Herning Rang 18 belegt. Der ehemalige Bereiter der Spanischen Hofreitschule verbesserte seinen persönlichen Rekordscore von 73,447 Prozent, mit dem er am Sonntag mit Fidertraum OLD als 20. ins Finale eingezogen war, noch einmal leicht auf 73,571 Punkte. Bis zur zweiten Piaffe schien für das Duo sogar das Kürfinale der Top-15 in Reichweite.

Dressurreiter Florian Bacher
ÖPS/Tomas Holcbecher

„Fider war super da, ich habe das Gefühl gehabt, ich verliere da drin nie die Kontrolle“, erklärte Bacher. Für den Punkteverlust bei der zweiten Piaffe könne sein Pferd nichts, betonte der 36-jährige WM-Debütant. „Aber egal, auch mit dem Fehler bin ich superhappy.“ Auch die Chancen auf das Olympiaticket für Österreichs Dressurteam schätzt Bacher gut ein – zumal die Equipe in Dänemark bereits Neunter geworden war, obwohl Topreiterin Victoria Max-Theurer und ihr Topas „noch ganz viel Luft nach oben“ hätten.

Mit Victoria Max-Theurers Pferd DSP Quantaz belegte Siebenfach-Olympiasiegerin Isabell Werth als beste Deutsche Rang vier. Gold holte sich mit einem Traumritt, den die Richter vor 11.500 begeisterten Zuschauern mit 82,508 Prozent bewerteten, die Britin Charlotte Fry mit Glamourdale. Auf den Plätzen landeten die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit Vamos Amigos (81,322) und die Niederländerin Dinja van Liere mit Hermes (79,407).

Voltigier-Team im Pech

Österreichs Voltigier-Team, in der Vergangenheit ein Medaillengarant bei Welttitelkämpfen, blieb dagegen auch am Montag das Pech treu. In der Gruppe blieb Rang zwölf – obwohl man nach dem Pflichtprogramm noch auf Platz vier gelegen war. Das Pferd Don Rudi war aber bereits beim Einlaufen für die Kür nicht zu beruhigen. Nach einem Sturz vom Pferd, bei dem alle Beteiligten unverletzt blieben, musste die Übung abgebrochen werden.

Leichtathletik

Die Diamond League kehrt im kommenden Jahr nach drei Jahren Pause wieder ins Londoner Olympiastadion zurück. Das gab der Verband UK Athletics am Montag bekannt.

Das Meeting in der Arena der Sommerspiele 2012 war 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden und auch 2021 aufgrund der hohen Kosten der Transformation von einem Fußball- in ein Leichtathletikstadion und zurück bei fehlenden Zuschauereinnahmen nicht ausgetragen worden. Heuer fand das Diamond-League-Meeting in Birmingham statt.

Leichtathletik-EM

Aus Sorge vor Hitzerennen bei den European Championships in München fordern internationale Läuferinnen und Läufer eine Verlegung der Marathon-Startzeit. Mehr als 50 Athletinnen und Athleten appellieren in einem offenen Brief an die Veranstalter, die Gesundheit der Athletinnen und Athleten zu schützen und den Start in die Morgenstunden zu verlegen. Das teilte die Interessenvereinigung Athleten Deutschland am Montag mit.

Die Entscheidungen im Marathon sind für den 15. August angesetzt. Die Frauen starten aktuell um 10.30 Uhr, die Männer eine Stunde später. Bei angekündigten Temperaturen von deutlich über 30 Grad würden den Sportlerinnen und Sportlern Hitzeerkrankungen drohen. Es gebe aber eine Zusage vom Europäischen Leichtathletikverband, die Startzeiten zu verschieben, falls die Wettervorhersage ein Gesundheitsrisiko für die Athletinnen und Athleten bedeuten würde.

Keine Österreicher am Start

„Es ist Aufgabe der Veranstalter, die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler zu schützen. Wir alle wollen, dass Marathon ein möglichst großes Publikum findet, und dafür sind Sendeplätze sicherlich wichtig. Dennoch dürfen solche Erwägungen nicht dazu führen, dass vermeidbare Gesundheitsrisiken für die Athletinnen und Athleten entstehen“, sagte Marathonläuferin und Präsidiumsmitglied bei Athleten Deutschland Fabienne Königstein. Österreich ist im Marathon nicht mit dabei.

Schwimmen

Für ein Sportmärchen hat im vergangenen Jahr Schwimmerin Lena Grabowski gesorgt. Sie holte bei der Kurzbahn-EM Bronze. Am Donnerstag beginnt für die Parndorferin die EM in Rom – den Feinschliff holte sie sich am Wochenende bei der Staatsmeisterschaft in Kärnten.

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Billard

Mario He hat im bulgarischen Petrich mit Platz drei sein heuer bestes Ergebnis auf der Euro Tour erzielt. Der Vorarlberger musste sich bei dem mit 45.000 Euro dotierten Turnier am Montag erst im Semifinale, dafür allerdings mit 1:9 deutlich, dem Albaner Eklent Kaci geschlagen geben.

Billard-Spieler Mario He
Simon Schmitz

„Irgendwie war ich machtlos, und das ist ärgerlich. Ich habe nur wenige Chancen gehabt, und wenn du einmal hinten bist und fühlst dich nicht richtig wohl, dann ist jeder Ball doppelt so schwer. Im Halbfinale war nur ein gutes Break von mir dabei, und da habe ich ausgemacht. Die anderen Breaks waren illegal mit einem offenen Tisch für ihn, oder ich habe nicht weiterspielen können“, ärgerte sich He, für den es nun bei den mit 200.000 Dollar dotierten European Open im deutschen Fulda weitergeht, über die Abfuhr in der Runde der besten Vier.

Für 9-Ball-Vizeeuropameister Daniel Guttenberger war die Euro Tour in Petrich bereits im Grunddurchgang zu Ende.

Ringen

Daniel Gastl hat beim Weltcup in Dortmund die Gewichtklasse bis 97 kg im griechisch-römischen Stil gewonnen. Der 29-jährige Tiroler setzte sich im Finale mit 5:1 gegen den Griechen Laokratis Kessidis durch.

Für Gastl war es ein erfolgreicher Start in die Vorbereitung für die Weltmeisterschaft Mitte September in Belgrad. Vor den anstehenden Titelkämpfen stehen noch mehrere Trainingslehrgänge auf dem Programm.