Schwimm-EM

Der Österreicher Valentin Bayer hat am Freitag bei der Schwimmeuropameisterschaft in Rom über 100 Meter Brust die Bronzemedaille knapp verpasst. Bayer blieb mit neuem österreichischen Rekord von 59,54 Sekunden nur um 0,04 Sekunden hinter dem Litauer Andrius Sidlauskas und wurde Vierter.

Bernhard Reitshammer fiel im Finale nach guter erster Länge noch zurück und belegte in 1:00,12 Minuten den achten Platz. Gold holte Nicolo Martinenghi (58,26) vor Federico Poggio (beide ITA/58,98).

Auch für Simon Bucher lag Edelmetall in Reichweite: Der 22-Jährige kam im 50-Meter-Delfin-Finale auf den österreichischen Rekord von 23,12 Sekunden, womit ihm nur 0,05 Sekunden auf Bronze fehlten. Thomas Ceccon (ITA/22,89) gewann vor Maxime Grousset (FRA/23,97) und Diogo Ribeiro (POR/23,07).

Triathlon

Julia Hauser hat am Freitag bei den European Championships in München Rang neun erreicht. Die 2018 siebentplatzierte Wienerin lag über die olympische Distanz eineinhalb Minuten hinter Siegerin Non Stanford. Die Britin behauptete sich vor der Deutschen Laura Lindemann (+9 Sek.) und Emma Lombardi (+12 Sek.) aus Frankreich.

Die Kärntnerin Lisa Perterer beendete den Bewerb im Olympiapark nach großem Rückstand auf der Radstrecke vorzeitig. Das Männer-Rennen mit Luis Knabl, Tjebbe Kaindl und Leon Pauger steht am Samstag auf dem Programm, tags darauf folgt noch eine Mixed-Staffel.

Klettern

Die rot-weiß-roten Hoffnungsträger im Sportklettern haben bei den European Championships in München auch die Qualifikation der zweiten Disziplin gut gemeistert.

Jakob Schubert zog am Freitag im Vorstieg als Fünfter und einziger Österreicher in das Halbfinale der besten 20 ein. Der mehrfache Weltmeister hatte das auch – wie Nicolai Uznik – im Bouldern geschafft. Im Frauen-Bouldern gelang wie im Vorstieg Jessica Pilz (9.) der Aufstieg, das glückte auch Franziska Sterrer (13.).
Die Halbfinale und Medaillenentscheidungen fallen am Samstag (Vorstieg Frauen/Bouldern Männer) und Sonntag (Bouldern Frauen/Vorstieg Männer). Kommende Woche geht der neue Kombinationsbewerb in Szene.

Bundesliga

Fußballmeister Salzburg treibt die nächsten Personalien voran. Nachdem Christoph Freund die Wechselsaga um Benjamin Sesko mit dem für 2023 fixierten Transfer nach Leipzig beendete, dürfte Mohamed Camara bald folgen. Für den wechselwilligen Mittelfeldmotor, der in dieser Saison noch keine Pflichtspielminute absolviert hat, liege erstmals ein konkretes Angebot auf dem Tisch, erklärte Freund am Freitag.

Mohamed Camara (Salzburg)
GEPA/Mathias Mandl

Der Wechsel des Teamspielers aus Mali könne nun „auch schnell“ über die Bühne gehen, meinte Freund. Den Premier-League-Club Everton wollte er als Interessenten nicht bestätigen. Laut der Sportzeitung L’Equipe könnte es Camara zur AS Monaco ziehen.

Fußball

Den US-amerikanischen Fußballerinnen steht die Zahlung einer Millionensumme in Aussicht. Ein Bezirksgericht genehmigte am Donnerstag einen vorgeschlagenen Vergleich zwischen Spielerinnen und Verband über 24 Millionen US-Dollar (23,22 Mio. Euro). Eine endgültige Entscheidung soll am 5. Dezember fallen.

„Am wichtigsten ist, dass die Einigung ohne Widerspruch das Ziel der Klägerinnen für den Rechtsstreit erreicht: gleiches Entgelt“, hieß es in einer Erklärung: „Das Gericht ist überzeugt, dass die Einigung eine faire und angemessene Lösung ist.“

Historischer Tarifvertrag

Im Mai hatten sich der Fußballverband der USA sowie die Gewerkschaften der Frauen- und Männer-Nationalmannschaften auf einen historischen Tarifvertrag geeinigt, der allen Spielerinnen und Spielern künftig die gleiche Bezahlung einschließlich Boni garantiert. Vorausgegangen war ein jahrelanger Rechtsstreit, in dem sich die unter anderen von Megan Rapinoe und Alex Morgan angeführten Spielerinnen gegen Diskriminierung wehrten. Die Anwälte sollen dem Gericht nun eine Liste der berechtigten Spielerinnen vorlegen.

Auf die Summe von 24 Millionen Dollar hatten sich die Parteien bereits im Februar geeinigt. Zwei Millionen Dollar davon sollen in einen Fonds fließen, der Spielerinnen nach ihren Karrieren hilft und den Frauen-Fußball fördert.

Der Wechsel von Filip Kostic von Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt zum italienischen Fußballtopclub Juventus Turin ist perfekt. Kostic, in der abgelaufenen Saison Topscorer (sieben Tore, 15 Assists) der von Oliver Glasner gecoachten Frankfurter, erhält in Turin einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026. Die Ablöse beträgt nach Juve-Angaben zwölf Millionen Euro plus Nebenkosten, dazu kommen mögliche Erfolgsboni in Höhe von drei Millionen Euro.

Kostic wollte seinen bis 2023 gültigen Vertrag bei Eintracht Frankfurt nicht verlängern und sollte deshalb verkauft werden. Der 29-jährige Serbe war am Mittwoch nicht mehr bei der Supercup-Niederlage der Frankfurter gegen Real Madrid (0:2) in Helsinki mitgereist. Im Vorjahr hatte Kostic mit einem Streik bereits seinen Wechsel zu Lazio Rom forciert, damals erfolglos.

Für Kostic enden vier sehr erfolgreiche Jahre im Trikot der Frankfurter. 2019 erreichte der Club bereits das Halbfinale in der Europa League. In diesem Jahr triumphierte die Eintracht nach Siegen über den FC Barcelona, West Ham United und die Glasgow Rangers in dem zweithöchsten europäischen Clubwettbewerb und qualifizierte sich damit für die Champions League.

Der Präsident des spanischen Rekordmeisters Real Madrid, Florentino Perez, hat Rufe nach einer Verpflichtung von Superstar Cristiano Ronaldo mit wenig schmeichelhaften Worten zurückgewiesen. „Noch mal? Mit 38 Jahren?“, antwortete er Fans, die ihn baten, „das Tier“ zu den „Königlichen“ zurückzuholen, wie auf einem Video im Netz zu sehen war. Der Portugiese, der allerdings erst im Februar 38 wird, stand von 2009 bis 2018 bei den „Königlichen“ unter Vertrag.

Cristiano Ronaldo (Manchester United)
Reuters/Ed Sykes

Nachdem sich Ronaldos derzeitiger Verein Manchester United nicht für die Champions League qualifizieren konnte, strebt er dem Vernehmen nach einen baldigen Wechsel an. In den vergangenen Wochen wurde er immer wieder mit zahlreichen Vereinen in Verbindung gebracht, darunter Chelsea, AS Rom, Atletico Madrid und sogar Bayern München. Konkret wurde ein Wechsel jedoch bisher nicht.

Karim Benzema und Thibaut Courtois von Champions-League-Sieger Real Madrid sowie Kevin de Bruyne von Manchester City sind die drei Kandidaten für die Wahl zum UEFA-Spieler des Jahres 2021/22. Das gab der Europäische Fußballverband bekannt.

Der Gewinner wird gemeinsam mit dem Trainer des Jahres und der Spielerin und Trainerin des Jahres bei der Auslosung der Champions-League-Gruppenphase am 25. August in Istanbul gekürt. Die nominierten Coaches sind Carlo Ancelotti, Josep Guardiola und Jürgen Klopp.

Boxen

Schwergewichtsweltmeister Tyson Fury will doch nicht mehr in den Boxring zurückkehren. „Nach langen, harten Gesprächen habe ich mich endlich dazu entschlossen aufzuhören“, twitterte der Brite am Freitag, seinem 34. Geburtstag. Drei Tage zuvor hatte Fury noch angekündigt, doch noch ein drittes Mal gegen Landsmann Derek Chisora in den Ring zu steigen. Jetzt die Wende. Einen Grund für seinen Sinneswandel – nicht den ersten dieser Art – nannte er nicht.

Schon in den vergangenen Jahren hatte Fury vieles angekündigt, das wenig später nicht mehr galt. In der Boxszene werden Furys Aussagen mit äußerster Vorsicht genossen. Seinen letzten Kampf hatte der amtierende Weltmeister nach WBC-Version am 23. April im Wembley-Stadion gegen Landsmann Dillian Whyte bestritten. Er gewann durch technischen K. o. in der sechsten Runde. Seine schon im Vorfeld des WM-Kampfes getätigte Rücktrittsankündigung hatte er danach mehrfach selbst infrage gestellt.

Fury bringt es in 33 Profikämpfen seiner Karriere auf 32 Siege (23 durch K. o.). Eines der drei Duelle gegen Deontay Wilder aus den USA endete unentschieden. Der Brite wäre damit der erst zweite Schwergewichtler nach US-Legende Rocky Marciano (49 Siege in 49 Profikämpfen), der seine Karriere unbesiegt beendet.

Radsport

Die Tirolerin Kathrin Schweinberger ist bei ihrem Bahnrad-EM-Debüt am Freitag in München im Scratch zu Rang zwölf gefahren. Gold ging an die Norwegerin Anita Stenberg. Im Punkterennen der Männer kam Maximilian Schmidbauer auf Platz 15. Es gewann der Franzose Benjamin Thomas.

Beachvolleyball

Die nach Absagen ins Hauptfeld des Elite-16-Turniers in Hamburg gerutschten Robin Seidl und Philipp Waller sind in der Vorrunde gescheitert. Ein umkämpftes 0:2 (-20, -18) am Freitag gegen die in Wien im Team-EM-Finale gestandenen Italiener Samuele Cottafava/Paolo Nicolai bedeutete für das österreichische Duo als Gruppendritter das Aus.

Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig, Dorina und Ronja Klinger sowie Julian Hörl und Alexander Horst waren in der Qualifikation ausgeschieden. Martin Ermacora/Moritz Pristauz hatten auf die Hamburg-Teilnahme verzichtet, um sich bereits auf die EM kommende Woche in München vorzubereiten.

Golf

Sepp Straka ist mit einer starken 64er-Runde (sechs unter Par) ins PGA-Turnier St. Jude Championship in Memphis gestartet. Der austroamerikanische Golfprofi blieb am Donnerstag ohne Bogey und hat mit Zwischenrang vier zwei Schläge Rückstand auf das führende Duo Kim Si Woo aus Südkorea und J.J. Spaun (USA).

Der österreichische Golfer Sepp Straka
GEPA/ZUMA Press/CSM

Matthias Schwab liegt mit 68 Schlägen (zwei unter Par) auf Platz 49. Der Steirer geriet mit einem Doppel-Bogey auf Bahn neun mit zwei Schlägen in Rückstand, schlug aber auf den abschließenden sechs Löchern vier Birdies.

Rudern

Österreichs zwei am Freitag bei der Ruder-EM im Rahmen der European Championships in München aktive Boote sind in ihren Halbfinal-Läufen jeweils Sechste und Letzte geworden.

Christoph Seifriedsberger/Bruno Bachmair im Zweier ohne Steuermann sowie Katharina Lobnig/Tabea Minichmayr im Frauen-Doppelzweier rudern im B-Finale um die Ränge sieben bis zwölf. Ebenfalls am Samstag bestreiten Magdalena Lobnig im Einer und Julian Schöberl im LG-Einer jeweils ihr Semifinal-Rennen.

Behindertensport

Gleich zum Auftakt der Paracycling-WM in Baie-Comeau hat das österreichische Team über die erste Medaille jubeln dürfen. Im Zeitfahren der Handbiker wurde der Steirer Thomas Frühwirth Vizeweltmeister und errang hinter dem Niederländer Jetze Plat die Silbermedaille. Dem fünftplatzierten Alexander Gritsch fehlten nur zwölf Sekunden auf Bronze. Olympiasieger Walter Ablinger wurde Achter, bei den Frauen belegte Cornelia Wibmer Rang vier.

Handbiker Thomas Frühwirt
SWpix.com/ÖRV

„Es war wirklich super, ich konnte meine Leistung voll abrufen“, erklärte Frühwirth nach seinem Rennen auf dem 18,9 km langen Parcours in der kanadischen Stadt nordöstlich von Quebec. Wieder einmal musste sich der 41-Jährige seinem Langzeitkonkurrenten aus den Niederlanden geschlagen geben.

Gleiche Hierarchie wie bei den Olympischen Spielen

„Jetze war wieder in einhundertprozentiger Form, und dann ergibt sich die Hierarchie, die wir von den Olympischen Spielen kennen“, erklärte Frühwirth, der seinen Kontrahenten mit einem schnellen Start unter Druck setzen wollte: „Ich bin hart angefahren, aber er hat auch gleich gekontert. In beiden Runden habe ich gleich viel verloren.“ Am Ende war Plat 38 Sekunden schneller als Frühwirth, der 49 Sekunden vor dem drittplatzierten Polen Rafal Wilk lag.

Ablinger, der nach einem Trainingssturz und einer CoV-Infektion noch einen Trainingsrückstand hat, kam nicht über Platz acht hinaus. Wie eng umkämpft seine Klasse ist, zeigte sich daran, dass nicht nur der Olympiasieger, sondern auch die anderen beiden Medaillengewinner von Tokio das WM-Podium verpassten. Gold holte der Italiener Paolo Cecchetto.

Wibmer landete auf dem vierten Rang in ihrer Klasse, der Salzburgerin fehlte rund eine halbe Minute auf eine Medaille. Den Titel sicherte sich die Niederländerin Jeanette Jansen.

Motorrad

Vor knapp einem Monat hat die Formel 1 in Spielberg gastiert, nächstes Wochenende ist die MotoGP zu Gast. Erwartet werden rund 170.000 Besucher. Die Region Murtal profitiert besonders stark von den Großveranstaltungen am und rund um den Red Bull Ring.

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