Spiele des Tages

In Gruppe F haben Kroatien und Marokko vor dem dritten Spieltag am Donnerstag die besten Karten für den Aufstieg ins Semifinale.

Marokko hat dabei die vermeintlich leichtere Aufgabe, um erstmals seit 1986 wieder die Runde der besten 16 zu erreichen. Die Afrikaner treffen im Al Thumama Stadium auf die bereits ausgeschiedenen Kanadier. Das Spiel ist ab 16.00 Uhr live in ORF1 und im Livestream zu sehen.

Im Schlager der Gruppe steht Belgien gleichzeitig im Ahmad bin Ali Stadium gegen Vizeweltmeister Kroatien mit dem Rücken zur Wand. Die „Roten Teufel“ benötigen unbedingt einen Sieg, um sich nicht auf kanadische Schützenhilfe verlassen zu müssen. Kroatien genügt ein Punkt zum Aufstieg.

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Zum Abschluss der Vorrunde in Gruppe E haben am Donnerstag noch alle vier Teams die Chance auf den Aufstieg ins Achtelfinale. Spanien hat dabei im Duell mit Japan die besten Karten, denn der Weltmeister von 2010 benötigt nur noch einen Punkt zum Aufstieg in die Runde der besten 16.

Für Deutschland heißt es hingegen siegen oder fliegen. Der vierfache Weltmeister benötigt im Parallelspiel gegen Costa Rica einen Sieg und am besten spanische Schützenhilfe gegen Japan, um nicht so wie 2018 bereits in der Gruppenphase auf der Strecke zu bleiben.

Der Showdown Deutschland – Costa Rica ist ab 20.00 Uhr live in ORF1 und im Livestream zu sehen. Zusätzlich werden die beiden Partien mit einem Liveblog begleitet.

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Fußball-WM

Teamchef Gerardo Martino hat nach dem ersten Vorrunden-Aus Mexikos bei einer WM seit 1978 seinen Abschied angekündigt. „Mein Vertrag ist mit dem Schlusspfiff abgelaufen. Mehr muss nicht unternommen werden“, sagte der 60-Jährige am Mittwochabend nach dem 2:1-Sieg in Lusail gegen Saudi-Arabien. „Ich bin der Hauptverantwortliche für diesen Frust und diese Enttäuschung. Das macht mich sehr traurig“, sagte Martino.

Gerardo Martino
Reuters/Matthew Childs

Mexiko war bei der WM in Katar nach zuletzt sieben Achtelfinal-Teilnahmen in Serie in der Vorrunde gescheitert. „Ich übernehme alle Verantwortung für dieses Scheitern. So etwas ist lange nicht passiert“, sagte Martino. Mexikanische Medien berichteten, der Verband habe den Vertrag mit seinem Trainer eigentlich bis zur WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko verlängern wollen, Martino habe jedoch abgelehnt.

Der Argentinier Martino hatte die Nationalmannschaft 2019 übernommen. Sein größter Erfolg war der Gewinn des Gold Cups 2019. Der 60-Jährige stand in Mexiko bereits seit einigen Monaten in der Kritik.

Der englische Verteidiger Ben White ist aus persönlichen Gründen von der Fußball-WM in Katar abgereist. Das teilte der englische Verband (FA) am Mittwoch mit. Eine Rückkehr des 25-jährigen Arsenal-Profis wird nicht erwartet.

Ben White
Reuters/Hannah Mckay

White war von Teamchef Gareth Southgate etwas überraschend für die WM nominiert worden und spielte keine einzige Minute. Am Montag hatte er das Training verpasst und war laut FA krank.

Nach dem erneut verpassten WM-Achtelfinale ist die Zukunft von Tunesiens Trainer Jalel Kadri offen. Wie der 50-Jährige am Mittwoch nach dem überraschenden 1:0 gegen Weltmeister Frankreich sagte, war sein Vertrag an das Erreichen der K.-o.-Runde bei der WM in Katar geknüpft.

Jalel Kadri
Reuters/Carl Recine

„Da wir das Achtelfinale nicht erreicht haben, ist es das Recht des tunesischen Fußballverbandes, meinen Vertrag zu beenden. Sie müssen darüber entscheiden“, sagte Kadri. Der Verband werde entscheiden müssen, ob er die Mission mit der Mannschaft erfüllt habe oder nicht.

Die Tunesier sind auch bei ihrer sechsten WM-Teilnahme nicht über die Vorrunde hinausgekommen. Mit einem 1:0-Sieg gegen Frankreich verabschiedeten sich die Nordafrikaner mit vier Punkten in der Gruppe D aus Katar, lagen allerdings hinter den Franzosen (sechs) und Australien (sechs).

Während des Gruppenspiels Tunesien gegen Frankreich bei der Fußball-WM in Katar hat sich erneut ein Flitzer Zutritt zum Spielfeld verschafft und die Sicherheitskräfte genarrt. Der Mann kam am Mittwoch in Doha mit einer Palästina-Flagge aufs Spielfeld und schlug noch einen Flickflack, bevor ihn die Sicherheitskräfte unsanft entfernten. Die tunesischen Fans riefen daraufhin lautstark „Palästina, Palästina“.

Flitzer und Sicherheitskräfte
Reuters/USA Today Sports/Yukihito Taguchi

Erst vor zwei Tagen war beim Spiel Portugal gegen Uruguay ein Flitzer aufs Spielfeld gelangt. Der Mann, der in der zweiten Halbzeit des Gruppenspiels in Doha den Rasen stürmte, hatte eine Regenbogenfahne in der Hand gehalten. Auf der Vorderseite seines Superman-T-Shirts stand „Save Ukraine“, auf der Rückseite „Respect for Iranian Woman“.

Brasiliens Neymar muss nach seiner Bänderverletzung am Sprunggelenk weiter auf eine Rückkehr auf den Trainingsplatz warten. Der Superstar absolvierte am Mittwoch in Doha eine Einheit im Schwimmbad des Teamhotels der „Selecao“, wie der brasilianische Fußballverband mitteilte. Auch der an der Hüfte verletzte Linksverteidiger Alex Sandro war im Wasser.

Neymar nach Verletzung
Reuters/Molly Darlington

Der ebenfalls am Fuß verletzte Rechtsverteidiger Danilo war dagegen erstmals wieder mit seinen Teamkollegen auf dem Trainingsplatz, wo er individuell trainierte. Alle drei fallen jedoch sicher für das abschließende Vorrundenspiel am Freitag gegen Kamerun aus. Sie dürften frühestens im WM-Achtelfinale in den Kader der Brasilianer zurückkehren.

Manuel Neuer steht am Donnerstag (20.00 Uhr, live in ORF1) gegen Costa Rica vor seinem 19. Einsatz bei einer Weltmeisterschaft. Damit wird der deutsche Kapitän zum alleinigen WM-Rekordtorhüter.

Der deutsche Torhüter Manuel Neuer
Reuters/Matthew Childs

Der 36-Jährige vom FC Bayern München setzt sich von DFB-Legende Sepp Maier und dem Brasilianer Claudio Taffarel ab, die bei WM-Endrunden jeweils 18-mal im Tor standen. Neuer hofft, dass sein Rekordspiel nicht zu einem WM-Abschied wie bei Maier wird, der sein letztes WM-Spiel 1978 in Cordoba gegen Österreich mit 2:3 verlor.

Ähnlich wie zuvor die deutsche Fußballnationalmannschaft muss auch Afrikameister Senegal mit einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Schweizer Franken (10.139,93 Euro) rechnen. Der Grund ist ein Regelverstoß bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Ecuador. Die Disziplinarkommission des Fußballweltverbandes (FIFA) hat deshalb ein Verfahren eingeleitet.

Nationaltrainer Aliou Cisse war am Montag alleine erschienen, obwohl sein Spieler Krepin Diatta auch angekündigt worden war. In einem ähnlichen Fall wurde der Deutsche Fußballbund zu einer Strafe in Höhe von 10.000 Schweizer Franken verurteilt, weil Bundestrainer Hansi Flick vor dem Deutschland-Spiel gegen Spanien alleine bei der Pressekonferenz erschienen war.

Fußball

Der derzeit vereinslose Cristiano Ronaldo steht einem Medienbericht zufolge kurz vor der Vertragsunterschrift beim saudischen Club al-Nassr. Der 37-jährige Kapitän der portugiesischen Nationalmannschaft soll sich mit dem Verein auf einen Vertrag über zweieinhalb Jahre geeinigt haben, wie die spanische Zeitung „Marca“ am Mittwoch berichtete. Den Angaben zufolge soll das Gesamtvolumen des Deals einschließlich Werbeeinnahmen bei etwa 200 Millionen Euro pro Saison liegen.

Der portugiesische Fußballspieler Cristiano Ronaldo
AP/Themba Hadebe

Ronaldo ist seit der Trennung von Manchester United in der vergangenen Woche vereinslos. Zuvor hatte bereits der US-Sender CBS Sport über ein Angebot des saudischen Clubs berichtet. Der Verein könnte den Europameister von 2016 ablösefrei verpflichten. Zwei Tage vor Ronaldos erstem WM-Auftritt mit Portugal in Katar hatte dessen bisheriger Verein Manchester United die einvernehmliche Trennung bekanntgegeben. Zuvor hatte Ronaldo den Club in einem Interview heftig kritisiert und unter anderem gesagt, er fühle sich vom englischen Traditionsverein „verraten“.

Ronaldo hatte seine Zukunft seit der Trennung von United offen gelassen. Mit Portugal steht er bereits im WM-Achtelfinale, am Freitag folgt das letzte Gruppenspiel gegen Südkorea. Mit seinem Treffer beim 3:2 zum WM-Auftakt gegen Ghana ist Ronaldo nun der einzige Spieler, der bei fünf verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen hat.

Chronik

Der ehemalige italienische Radprofi Davide Rebellin ist am Mittwoch im Training bei Vicenza von einem Lkw erfasst und getötet worden. Der 51-jährige Rebellin war erst heuer zurückgetreten, nachdem er rund drei Jahrzehnte im Profiradsport verbracht hatte.

Der Unfall ereignete sich am späten Vormittag in Montebello Vicentino. Rebellin war sofort tot, wie die Lokalzeitung „Il Gazzettino“ berichtete. Der Lkw-Fahrer beging Fahrerflucht, nach ihm wurde gefahndet.

Rebellin gewann unter anderem 2004 die Klassiker Amstel Gold Race, Fleche Wallonne und Lüttich – Bastogne – Lüttich. 1996 war er Sieger einer Etappe beim Giro d’Italia. Zurückgeben musste er seine olympische Silbermedaille, die er 2008 im Straßenrennen der Olympischen Spiele in Peking gewonnen hatte. 2009 war er Ende April bei Nachkontrollen als Dopingsünder aufgeflogen.

Die brasilianische Fußballlegende Pele ist im Kampf gegen den Krebs erneut ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wie seine Tochter am Mittwoch in sozialen Netzwerken mitteilte, handelt es sich dabei allerdings nicht um einen Notfall. Zuvor hatte ESPN Brasil berichtet, dass der 82-Jährige mit „allgemeinen Schwellungen“ für genauere Untersuchungen ins Albert-Einstein-Krankenhaus musste.

„Er befindet sich im Krankenhaus und bekommt Medikamente. Es gibt keinen Notfall oder eine neue schlimme Prognose. Ich werde über Neujahr dort sein und verspreche, einige Bilder zu posten“, schrieb Tochter Kely Nascimento auf Instagram. Im September des vergangenen Jahres war Pele ein Tumor aus dem Dickdarm entfernt worden. Seitdem ist er regelmäßig zu Behandlungen im Krankenhaus.

ESPN Brasil berichtete, dass Pele mit Herzproblemen zu kämpfen hatte und das medizinische Personal sich besorgt zeigte, dass seine Chemotherapie nicht die erwarteten Ergebnisse brachte. Peles Manager und das Albert-Einstein-Krankenhaus gaben zunächst kein Statement ab.

Handball

Meister Krems hat am Mittwoch in der zwölften Runde der Handballliga Austria (HLA) einen 32:28-Sieg bei HSG Bärnbach/Köflach gefeiert. Die Niederösterreicher bleiben damit auch nach dem Auftakt der Rückrunde an der Tabellenspitze.

Am Dienstag hatten die hinter Hard nun drittplatzierten Fivers Margareten HSG Graz 34:32 besiegt. Die restlichen vier Partien der Runde werden am Freitag und Samstag ausgetragen.

Mehr dazu in Österreichische Handballligen 2022/23

Volleyball

Österreichs Volleyball-Frauenmeister Linz/Steg ist am Mittwoch im Challenge Cup in die zweite Runde aufgestiegen. Die Oberösterreicherinnen gewannen beim luxemburgischen Team RSR Walfer mit 3:1 (21, 17, -21, 18), im Hinspiel hatte es in der vergangenen Woche einen 3:0-Heimsieg gegeben.

Im Sechzehntelfinale trifft Linz/Steg auf Aris Thessaloniki. Die Duelle finden in zwei bzw. drei Wochen statt. Am Dienstag war Sokol/Post beim dänischen Vertreter Holte IF im „Golden Set“ mit 16:18 ausgeschieden.

Basketball

Die Basketballer der Swans Gmunden haben ihr Heimspiel im Europe Cup gegen Royal Hali Gaziantep am Mittwoch mit 83:75 (38:33) gewonnen. Bester Werfer der Gastgeber gegen die Türken zum Abschluss der Gruppenphase war Daniel Friedrich mit 24 Punkten.

Es war der zweite Sieg der Oberösterreicher in diesem Bewerb bei vier Niederlagen, das Ausscheiden war schon davor fix gewesen.

Formel 1

Formel-1-Legende Niki Lauda ist eine besondere Ehre erwiesen worden. Der 2019 verstorbene dreifache Weltmeister wurde von seinem früheren Mercedes-Team mit einem eigenen Straßennamen gewürdigt. Die Zufahrt auf das Werk im englischen Brackley, Heimat des Formel-1-Rennstalls, heißt künftig „Lauda Drive“. Teamchef Toto Wolff enthüllte das neue Straßenschild am Dienstag vor Teammitgliedern, wie die Silberpfeile am Mittwoch mitteilten.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff enthüllt das neue Straßenschild „Lauda Drive“  in Brackley (Englnd)
APA/Mercedes-AMG F1

„Unser lieber Freund und Kollege Niki hätte zwar nicht gewollt, dass wir viel Aufhebens machen, er wäre aber auch stolz darauf, dass diese Straße nach ihm benannt wurde“, erklärte Wolff. „Es war für uns alle ein Privileg, mit ihm zusammenzuarbeiten, und ich hatte das Glück, ihn als einen meiner besten Freunde zu bezeichnen. Er hat einen riesigen Beitrag zu unserem Erfolg geleistet, war ein großartiger Sparringspartner für mich und ein starker Teamaufsichtsrat, den wir sehr vermissen.“

Die Straße, die durch das Gelände in Brackley führt, trug bisher den Namen „Reynard Park“. Sie war benannt nach dem ehemaligen Eigentümer des Geländes, Adrian Reynard. Die Änderung erfolgte Mercedes zufolge mit Zustimmung der Behörden und von Laudas Familie. Lauda starb im Mai 2019 mit 70 Jahren.

Eishockey

Die für Freitag bzw. Sonntag angesetzten Spiele der Vienna Capitals in der win2day ICE Hockey League gegen Asiago Hockey und den Villacher SV können nicht in der Wiener Steffl Arena ausgetragen werden.

Grund für die Absagen ist das weiterhin nicht behobene Problem am Kühlsystem. Das für Sonntag angesetzte Duell der 25. Runde zwischen den Caps und den Villachern wird infolge eines Heimrechttauschs um 16.30 Uhr in der Stadthalle Villach stattfinden.

Das Spiel der 29. Runde, angesetzt für 24. Jänner 2023, wird stattdessen in Wien ausgetragen. Ersatztermine für die verschobenen Ligaspiele der Wiener gegen den HCB Südtirol und Asiago stehen noch nicht fest. Alle bisher erworbenen Tickets behalten für die Ersatztermine ihre Gültigkeit.

Tennis

Nicht nur der Termin des einzigen WTA-Turniers in Österreich ist eine Rückkehr zu alten Zeiten: Das Traditionsturnier in Linz, das seit einigen Jahren als „Upper Austria Ladies“ figuriert, geht nicht nur wieder zu Jahresbeginn (5. bis 12. Februar 2023) in Szene, sondern wird statt auf der Linzer Gugl nun wieder im Design Center ausgetragen.

Dort war das Turnier von 2000 bis 2002 schon früher zu Gast. Am Donnerstag startet der Kartenvorverkauf, übrigens am gleichen Tag wie auch für die Erste Bank Open 2023 in der Wiener Stadthalle.

Golf

Lukas Nemecz beginnt die neue Golfsaison auf der DP World Tour mit zwei Turnieren in Südafrika. Den Auftakt bestreitet der Steirer ab Donnerstag beim mit 1,5 Mio. Dollar dotierten South African Open Championship in Johannesburg. Eine Woche später schlägt der 33-Jährige beim Alfred Dunhill Championship in Malelane ab.

„Mein großes Ziel ist das Erreichen des Saisonfinales in Dubai, aber das ist nur mit mehreren Topresultaten zu realisieren“, umriss Nemecz sein Saisonziel. Der Steirer hatte das Tourfinale heuer verpasst, mit 20 geschafften Cuts bei 27 Starts sowie mehr als 400.000 Euro Preisgeld durfte Nemecz aber auf ein gutes Jahr zurückblicken.

Der österreichische Golfer Lukas Nemecz
Reuters/USA TODAY Sports/Jordan Prather

In Südafrika will der Jungvater, Sohn Leopold kam im Oktober zur Welt, wieder in den Turnierrhythmus gelangen. „Natürlich steht ein gutes Abschneiden bei den Turnieren im Vordergrund, aber ich werde die perfekten Bedingungen hier auch zum Training nützen.“

Um sich im „Race-to-Dubai“ für das Finale zu qualifizieren zu können, sieht Nemecz vor allem Verbesserungspotenzial beim Annäherungsspiel sowie bei der Arbeit mit dem Putter. Erste Saisonhöhepunkte sind die im Jänner jeweils mit neun Millionen Dollar dotierten Rolex-Series-Events in Abu Dhabi und Dubai.