Ski alpin

Am Samstag steht im italienischen Santa Caterina der erste von zwei Riesentorläufen der Herren auf dem Programm. Marco Schwarz feiert nach seinem positiven Coronavirus-Test sein Comeback. Auch Manuel Feller ist erstmals in dieser Saison mit von der Partie.

Die Startzeit des ersten Durchgangs ist am frühen Freitagabend vorerst mit 10.30 Uhr bestätigt worden. Nach Schneefällen am Nachmittag wurden solche auch für den Abend prognostiziert. Am Samstag soll es aber erst am Nachmittag wieder schneien, weshalb die Hoffnung auf einen plangemäßen Beginn aufrechterhalten wurde. Vor dem angesetzten Starttermin werde der Weltverband (FIS) jedenfalls eine endgültige Entscheidung treffen.

Der erste Durchgang ist ab 10.30 Uhr live in ORF1 und im Livestream zu sehen. Übertragungsbeginn ist um 9.25 Uhr. Der zweite Durchgang ist für 13.30 Uhr angesetzt.

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Am Samstag geht im Schweizer Nobelskiort St. Moritz mit dem ersten von zwei Super-G das erste Speed-Rennen des WM-Winters über die Bühne. Mit Stephanie Venier, Mirjam Puchner und Nicole Schmidhofer starten drei heiße österreichische Eisen mit den Nummern fünf, sechs und sieben. Ramona Siebenhofer greift mit Startnummer 28 an.

Das Rennen ist ab 11.30 Uhr live in ORF1 und im Livestreamzu sehen.

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Fußball

Ausgerechnet im Hauptstadt-Derby bei Hertha BSC hat der 1. FC Union Berlin die erste Niederlage in der deutschen Fußballbundesliga seit Mitte September kassiert.

Die Überraschungsmannschaft von Trainer Urs Fischer verlor am Freitagabend im Olympiastadion des Lokalrivalen nach Führung in Unterzahl mit 1:3 (1:0). Die Hertha kletterte durch den Sieg vorerst auf Platz elf. Das Team des österreichischen Kapitäns Christopher Trimmel, der durchspielte, ist vorerst Sechster.

Peter Pekarik (Hertha) jubelt
Reuters/

Taiwo Awoniyi (20.) brachte die „Eisernen“ in Führung, sein Teamkollege Robert Andrich sah wenig später nach einem Foulspiel die Rote Karte (23.). Peter Pekarik (51.) und Krzysztof Piatek (74. und 77.) drehten in der zweiten Hälfte das Spiel zum ersten Hertha-Heimsieg dieser Saison.

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Einen Tag nach der 2:3-Niederlage in der Europa League gegen Bayer Leverkusen hat sich OGC Nizza von Trainer Patrick Vieira getrennt. Das teilte der französische Erstligist am Freitag auf seiner Homepage mit.

Nizza-Trainer Patrick Vieira
APA/AFP/Romain Perrocheau

Mit nur drei Punkten nach fünf Runden in der Gruppe hatte der französische Weltmeister von 1998, der OGC im Sommer 2018 übernommen hatte, die K.-o.-Phase des Wettbewerbs mit Nizza klar verpasst.

Zum Nachfolger des 44-Jährigen ernannten die Franzosen den bisherigen Kotrainer Adrien Ursea, der das Team erstmals beim Auswärtsspiel in Reims am Wochenende betreuen soll.

Durch die jüngsten Erfolgserlebnisse von Salzburg, WAC und LASK hat Österreich Rang zehn in der UEFA-Fünfjahreswertung weiter gefestigt. Der Vorsprung auf den Elften Schottland wuchs auf 3,7 Punkte, jener auf den Zwölften Ukraine auf 3,725 Zähler an. Sollte die heimische Liga diese Platzierung bis Saisonende behaupten, hätte der österreichische Meister im Herbst 2022 einen Fixplatz in der Champions League.

Die Gefahr, überholt zu werden, ist relativ gering. Die Schotten sind im Frühjahr nur noch durch die Glasgow Rangers in der Europa League vertreten. Von den ukrainischen Vereinen können im besten Fall Schachtar Donezk und Dynamo Kiew im Europacup überwintern, müssten dann aber im Frühjahr eine Siegesserie hinlegen, um noch an Österreich vorbeizuziehen.

Die heimische Liga kann den Blick sogar nach oben richten – der Neunte Belgien ist 1,075, der Achte Niederlande 1,575 Punkte entfernt. Allerdings macht es in puncto Anzahl der Europacup-Starter oder Einstiegstermine praktisch keinen Unterschied, ob man am Ende an der zehnten oder achten Stelle der Fünfjahreswertung landet.

Eishockey

Die kommende Saison der National Hockey League (NHL) soll laut Medienberichten Mitte Jänner 2021 beginnen. Das Stanley-Cup-Finale der weltweit besten Eishockeyliga würde im Juli stattfinden. Die beschriebenen Szenarien sehen für jedes Team in der Regular Season 56 oder 52 statt 82 Spiele vor, ehe es in die Play-offs geht.

Laut US-Sender ESPN gilt es vor einer endgültigen Entscheidung finanzielle Details zwischen der NHL und der Spielergewerkschaft (NHLPA) zu klären. Mit Michael Raffl (Philadelphia Flyers) und Youngster Marco Rossi (Minnesota Wild) haben aktuell zwei Österreicher einen Vertrag in der NHL. Michael Grabner, dessen Engagement bei den Arizona Coyotes Anfang Oktober gelöst wurde, ist derzeit vereinslos.

Coronavirus

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) hat in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium Lockerungen für den Freizeitsport angekündigt, die ab Montag (7. Dezember) gelten werden.

So dürfen Outdoor-Sportstätten für jene Sportarten öffnen, bei deren Ausübung es zu keinem Körperkontakt kommt, teilte das Büro des Ministers am Freitagabend mit. Somit sind etwa Eislaufen, Skilanglauf, Golf und Leichtathletik wieder möglich. Bei der Sportausübung muss allerdings für jede Person eine Fläche von mindestens zehn Quadratmetern zur Verfügung stehen.

Formel 1

Formel-1-Pilot Romain Grosjean hofft trotz der Verletzungen nach seinem Feuerunfall von Bahrain weiter auf einen Einsatz beim Saisonfinale in Abu Dhabi. „Mit diesen Bildern will ich meine Karriere nicht beenden“, sagte der Haas-Pilot am Freitag. Der 34-Jährige muss den US-Rennstall nach dieser Saison verlassen, beim vorletzten WM-Lauf am Sonntag in Sachir pausiert er.

Es wird bereits spekuliert, dass der künftige Haas-Pilot Mick Schumacher schon in Abu Dhabi für Grosjean zum Einsatz kommen könnte. Seine Ärzte könnten noch keine endgültige Aussage treffen, sagte Grosjean. „Mir ist das Rennen wichtig, aber ein Rennen ist nicht so wichtig wie der Rest meines Lebens“, fügte er hinzu.

Romain Grosjean wird von Rettungskräften nach seinem Unfall versorgt
Reuters/Hamad I Mohammed

Der Franzose war am Sonntag kurz nach dem Start in Bahrain schwer verunglückt, sein Auto brach entzwei und ging in Flammen auf. „Ich habe gedacht, ich würde sterben“, sagte Grosjean. Fast wie durch ein Wunder hatte er sich aus dem Wrack retten können, zog sich aber Verbrennungen am Handrücken zu. „Der Schmerz in den letzten beiden Tagen war heftig“, bekannte Grosjean.

Privater Test als Möglichkeit für Abschluss

Er wolle für einen Start in Abu Dhabi nicht riskieren, die Mobilität von Zeigefinger und Daumen seiner linken Hand einzubüßen. Sollte er nicht rechtzeitig für das Schlussrennen fit werden, wolle er „jedes Formel-1-Team anrufen und bitten, ob sie mir im Jänner einen privaten Test ermöglichen mit zehn, 15 Runden nur für mich selbst“.

Grosjean versicherte, den Weltverband FIA bei der angekündigten Untersuchung des Unfalls unterstützen zu wollen. Dafür werde er sich auch die Bilder aus seinem Cockpit ansehen. „Das Schlimmste für mich ist nicht, was mir passiert ist, sondern was ich Menschen angetan habe. Meiner Familie, meinen Eltern, meinen Freunden. Das hat mich zum Weinen gebracht“, verriet Grosjean.

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Golf

Matthias Schwab hat am Freitag auf der zweiten Runde der Südafrika Golf Open in Sun City etwas an Boden eingebüßt. Der Steirer rangiert trotz eines Doppelbogeys und dreier Bogeys nach einer 72er-Runde (Par) mit insgesamt 139 Schlägen an der fünften Stelle, nachdem er am Vortag gemeinsam mit anderen Spielern geführt hatte.

Österreichs Profigolfer gut in Schwung

Matthias Schwab kämpft bei den South African Open an der Spitze mit.

Schwab hat fünf Schläge Rückstand auf das Spitzenduo Jamie Donaldson (Wales) und Christiaan Bezuidenhout (RSA).

Bernd Wiesberger hat beim Dubai Championship der Europatour einen weiteren Sprung nach vorne gemacht. Dem durchwachsen gestarteten Burgenländer gelang am Freitag neuerlich eine 66er-Runde, diesmal mit sogar neun Birdies, aber auch drei Bogeys. Damit näherte er sich nach drei Runden als Zwölfter den Top Ten an.

Österreichs Profigolfer gut in Schwung

Bernd Wiesberger hat bei der Dubai Championship der European Tour gute Chancen auf einen Spitzenplatz. Der Österreicher zeigt am Freitag eine starke Leistung und liegt vor dem Finaltag auf Rang zwölf.

Dem 35-jährigen Burgenländer fehlen mit dem Gesamtscore von 14 unter Par sieben Schläge auf Spitzenreiter Andy Sullivan aus England.

Schwimmen

Am zweiten Tag des Olympiaqualifikationsmeetings der Schwimmer in Rotterdam hat es für das österreichische Team einen Sieg durch Claudia Hufnagl über 400 m Lagen gegeben. Die Wienerin siegte am Freitag in 4:52,77 Minuten.

Der am Vortag wie Lena Grabowski über 200 m Rücken siegreich gebliebene Bernhard Reitshammer belegte über 50 m Rücken in 25,34 Sek. Rang zwei, Christopher Rothbauer wurde über 200 m Brust in 2:13,52 Minuten Dritter.

Basketball

Rasid Mahalbasic hat seine Position als „Mister Triple-Double“ der deutschen Basketball-Bundesliga weiter ausgebaut. Beim 119:73 der Baskets Oldenburg gegen die Niners Chemnitz schrieb der Center aus Klagenfurt am Freitagabend zum bereits fünften Mal dreifach zweistellig an. 18 Punkte, elf Rebounds und zehn Assists standen für den 30-Jährigen in 23:55 Spielminuten zu Buche.

Mahalbasic bestritt seine 110. Meisterschaftspartie für die Niedersachsen. Zum erst dritten Mal war er dabei nicht in der Oldenburger Startformation gestanden.

Tischtennis

Linz AG Froschberg hat am Freitag auch seine zweite Begegnung beim Champions-League-Turnier der Frauen in Linz gewonnen. Die Gastgeberinnen setzten sich gegen den französischen Vertreter Metz knapp mit 3:2 durch. Am Donnerstag hatten die Linzerinnen den spanischen Club Girbau-Vic mit 3:0 besiegt. Am Samstag (15.00 Uhr) geht es nun gegen die unter elf Teams als Nummer elf gesetzte ungarische Equipe Budaörsi um den Sieg in Gruppe B bzw. den direkten Einzug ins Semifinale.

Ausschlaggebend für den Sieg gegen Metz waren zwei 3:2-Erfolge von Sofia Polcanova und später Margarita Pesozka gegen die Rumänin Daniela Monteiro-Dodean. Den dritten Froschberg-Punkt holte Altmeisterin Liu Jia mit einem 3:1 gegen Leonie Hartbrich. Pesozka und Polcanova unterlagen Adina Diaconu jeweils 1:3.

Saint Quentin schlägt Villach

In Gruppe C steht TT Saint Quentin aus Frankreich nach einem 3:0 gegen TTC Villach mit einem 3:2 gegen Hodonin als Semifinalist fest. Die Villacherinnen spielen am Samstag (10.00 Uhr) gegen Hodonin darum, in einer Runde der Gruppenzweiten noch eine Chance auf den letzten Semifinal-Platz zu haben. Die Kärntnerinnen gehen als krasse Außenseiterinnen in das Duell, können sie doch nur mit zwei Spielerinnen antreten. Damit starten sie mehr oder weniger mit einem 0:1-Rückstand.

Skispringen

Daniel Huber hat am Freitag bei seiner Rückkehr aus der Coronavirus-Quarantäne in der Qualifikation für den Samstagbewerb (16.30 Uhr, live in ORF1) des Skisprung-Weltcups in Nischnij Tagil den dritten Rang belegt.

Der Salzburger hatte als Kontaktperson von positiv getesteten Teamkollegen die zweite Station in Ruka verpasst, in Russland schloss er nun an die Leistungen vom dritten Rang beim Auftakt in Wisla an.

Daniel Huber
GEPA/Wrofoto/Piotr Hawalej

Huber kam auf 130 Meter und musste nur den zwei Saisonsiegern Markus Eisenbichler (GER/135 m/138,1 Punkte) und Halvor Egner Granerud (NOR/131,5) um 7,9 bzw. 5,6 Punkte den Vortritt lassen. Jan Hörl, der als zweiter Springer der ersten Trainingsgruppe in Russland dabei ist, wurde wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert.

Manuel Fettner (125 m) landete an der zehnten Stelle. Mit Maximilian Steiner (14./126 m), Thomas Lackner (16./121,5) und Markus Schiffner (20./125,5) platzierten sich drei weitere Österreicher unter den besten 20. Nur 51 Athleten waren angetreten.

Mehr dazu in Skisprung-Weltcup 2020/21

Eva Pinkelnig hat sich am Freitag nach einer Notoperation aufgrund eines Milzrisses nach einem Sturz erstmals wieder gemeldet. Die 32-jährige Skispringerin liegt im LKH Innsbruck und bedankte sich bei den Ersthelfern und vor allem bei Teamkollegin Daniela Iraschko-Stolz. „Sie war großartig. Sie hat genau die richtigen Worte gefunden, das hat mich beruhigt“, sagte die Vorarlbergerin.

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Leichtathletik

Der Diskuswurf kehrt ins Programm der Diamond League zurück. Die auch für ÖLV-Rekordhalter Lukas Weißhaidinger gute Nachricht gab der Leichtathletik-Weltverband am Freitag im Zuge der Vorstellung des Wettkampfkalenders der Topserie mit 13 Meetings bekannt.

„Ich bin froh, dass sich diese monatelange Diskussion endlich erledigt hat, wir wieder auf höchster Ebene mit dabei sind“, sagte Weißhaidinger. Der Auftakt erfolgt am 23. Mai in Rabat, das Finale im September in Zürich.

Motorrad

Der sechsfache MotoGP-Weltmeister Marc Marquez hat sich am Donnerstag einer dritten Operation am rechten Arm unterziehen müssen. Dem Spanier wurde nach seinem Armbruch zu Saisonbeginn in Jerez im Juli eine neue Titanplatte eingesetzt. Zudem führte das Ärzteteam eine Knochentransplantation vom Beckenkamm zum Oberarm durch. Das gab sein Rennstall Honda bekannt. Marquez hatte die gesamte Saison versäumt.

Marc Marquez
Reuters/Marcelo Del Pozo

Die OP sei wegen eines zu langsam heilenden Oberarmknochens nötig gewesen. Der Eingriff habe acht Stunden gedauert. Während von Honda keine Prognosen über eine Rückkehr verlautet wurden, berichtete Motorsport.com von einem Ausfall von bis zu sechs Monaten. Dann würde Marquez beim geplanten Auftakt in Katar am 28. März fehlen.

Olympia

Die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio auf den nächsten Sommer und die nötigen Coronavirus-Maßnahmen kosten die Veranstalter zusätzliche 2,3 Milliarden Euro. Diese Zahl nannte der Geschäftsführer des Organisationskomitees, Toshiro Muto, am Freitag. Die Organisatoren, die Stadt Tokio und Japans Regierung teilen sich die enormen Zusatzkosten.

Die für dieses Jahr geplanten Sommerspiele waren Ende März wegen der Pandemie auf 2021 verlegt worden. Der Mehraufwand ergibt sich unter anderem daraus, dass die Arenen und die Immobilien für das olympische Dorf auch für das kommende Jahr angemietet werden müssen. Hinzu kommen Ausgaben für Mitarbeiter, Ausrüstung und Lagerflächen. Zuletzt hatten die Olympiamacher Pläne für Einsparungen von umgerechnet über 200 Millionen Euro vorgelegt. Ausgaben für Büroflächen, Werbung und zeremoniellen Pomp sollen gekürzt werden.

Das ursprünglich geplante Budget haben die Organisatoren bereits deutlich überschritten. Sie rechnen nun offiziell mit rund 12,66 Milliarden Euro an Kosten. Laut einer Studie der britischen Universität Oxford sind die Spiele in Tokio schon jetzt die teuersten in der Geschichte der Sommerspiele. Der größte Teil der Kosten kommt am Ende auf Japans Steuerzahler zu.

Rodeln

Das Weltcup-Finale im Kunstbahn-Rodeln geht Anfang Februar in St. Moritz in Szene. Die Schweizer übernehmen die Austragung von Peking, das die von 19. bis 21. Februar geplanten Bewerbe auf der neuen Olympiabahn aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt hatte.

In der Natureisbahn von St. Moritz wird der Weltcup von 4. bis 6. Februar erstmals seit neun Jahren wieder zu Gast sein, wie der Internationale Rodelverband (FIL) am Freitag bekanntgab.