Pferdesport

Silber für Puch bei Weltreiterspielen

Paralympics-Sieger Pepo Puch hat am Dienstag bei den Weltreiterspielen in Tryon im US-Staat North Carolina in der Para-Dressur Silber geholt.

Auf Sailor’s Blue musste sich der 52-jährige Steirer um 0,059 Prozentpunkte seiner langjährigen Konkurrentin Stinna Tange Kaastrup geschlagen geben. Die Dänin (Horsebo Smarties) kam auf 72,735 Prozent. Bronze ging an die Niederländerin Nicole den Dulk (Wallace N.O.P.).

Pepo Puch
GEPA/Walter Luger

Der britische Titelverteidiger Sir Lee Pearson musste nach einigen Fehlern aufgeben. Puch lobte seinen zehnjährigen Vierbeiner. „Er war ganz konzentriert, es ist so ziemlich alles aufgegangen. Sailor’s Blue ist ein Wahnsinn.“ Nach zwei Tagen Pause beginnt die Vorbereitung auf die Kür. Da wird Puch am Samstag versuchen, seinen ersten WM-Titel zu holen.

Olympia

Süd- und Nordkorea bewerben sich gemeinsam für 2032

Süd- und Nordkorea wollen sich gemeinsam um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2032 bewerben. Das sagte der südkoreanische Präsident Moon Jae In am Mittwoch bei seinem Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Pjöngjang. Weitere Details zu den Plänen gab es zunächst nicht.

Moon Jae-in, Kim Jong Un
APA/AP/Pyongyang Press Corps

Südkoreas Sportminister Do Jong Hwan hatte entsprechende Überlegungen bereits vor einigen Tagen geäußert. „Es ist ein Vorschlag, die Spiele in Seoul und Pjöngjang stattfinden zu lassen“, sagte er vor einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Japan und China. Zuletzt hatten im südkoreanischen Pyeongchang im Februar die Winterspiele stattgefunden, zudem war Seoul 1988 Gastgeber der Sommerspiele.

Bei den Olympischen Winterspielen in diesem Jahr hatten beide Länder ein gemeinsames Eishockey-Team der Frauen gestellt, auch bei den Asienspielen in Jakarta gab es zuletzt gemeinsame Teams. Süd- und Nordkorea hatten bei einem Gipfeltreffen nach Olympia im April unter anderem eine weitere Zusammenarbeit im Sportbereich vereinbart.

Chronik

Michael Jordan spendet 2 Mio. Dollar für Hurrikanopfer

Der ehemalige US-Basketballer Michael Jordan spendet zwei Millionen US-Dollar (1,7 Mio. Euro) für die von Hurrikan „Florence“ heimgesuchten US-Regionen. Das gab der 55-Jährige am Dienstag (Ortszeit) bekannt. Der Besitzer des NBA-Clubs Charlotte Hornets wird je eine Million Dollar an das Amerikanische Rote Kreuz und an eine Stiftung für die Hurrikanopfer überweisen.

Michael Jordan
APA/AP/Gerry Broome

Jordan wuchs in Wilmington im US-Bundesstaat North Carolina auf. Am Wochenende musste er mit ansehen, wie sein Heimatort von dem tropischen Wirbelsturm heimgesucht wurde. „Es trifft einen persönlich. Ich kenne alle diese Orte: Wilmington, Fayetteville, Myrtle Beach, New Bern und Wallace, wo mein Vater herkommt“, sagte der sechsmalige NBA-Champion.

Sobald die Straßen wieder sicher zu passieren sind, will der Doppelolympiasieger in das Hochwassergebiet reisen, um bei Freunden und Familienangehörigen nach dem Rechten zu sehen. „Florence“ war am Freitag als Hurrikan der Stärke eins von fünf auf die Südostküste der USA getroffen und hatte sich dann abgeschwächt – zuerst zu einem Tropensturm, dann zu einem Sturmtief. Als Folge des Unwetters kamen mehrere Menschen ums Leben. Medienberichten zufolge schätzen Experten den Sachschaden auf mehr als 17 Milliarden Dollar.

Formel 1

Rosberg würde Kindern Rennfahrerkarriere verbieten

Für den ehemaligen Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg (33) wäre eine Rennfahrerkarriere seiner Kinder „der größte Alptraum“. „Das würde ich nicht erlauben“, sagte er der Zeitschrift „Bunte“ (Donnerstag-Ausgabe).

Seine Karriere sei eine Nervenbelastung gewesen, sagte seine Frau Vivian. „Wir sind seit 15 Jahren zusammen und all die Jahre war die Angst mein Begleiter.“

Sie sei oft bei Nicos Rennen dabei gewesen, bei seinem letzten habe sie jedoch nicht zusehen können. Das Paar ist seit 2014 verheiratet. Vor zwei Jahren hatte der frühere Mercedes-Pilot den WM-Titel gewonnen und anschließend unerwartet seine Formel-1-Karriere beendet.

Fußball

Salzburg-Leihgabe Hwang schießt HSV zu Sieg

Absteiger Hamburger SV hat am Dienstag zum Abschluss der vierten Runde der zweiten deutschen Bundesliga bei Dynamo Dresden mit 1:0 gewonnen und damit die Tabellenführung übernommen.

Vor rund 30.000 Zuschauern und Zuschauerinnen in dem vor der Partie in Rudolf-Harbig-Stadion zurückbenannten Stadion erzielte die eingewechselte Salzburg-Leihgabe Hwang Hee-chan (69.) sein erstes Tor für die Hanseaten.

Mehr dazu in sport.ORF.at/fussball

Douglas Costa für Spuckattacke vier Spiele gesperrt

Juventus-Legionär Douglas Costa wird dem Meister in der Serie A für vier Spiele fehlen. Diese Sperre fasste der brasilianische Flügelspieler am Dienstag vom italienischen Verband aus, nachdem er am Sonntag beim 2:1-Heimsieg gegen Sassuolo im Finish die Rote Karte gesehen hatte.

Douglas Costa spuckte seinem Gegenspieler Federico Di Francesco dabei aus kürzester Distanz in dessen Mund. Davor hatte er ihm schon einen Ellbogencheck verpasst und einen Kopfstoß versucht. Der Übeltäter, der sich via Social Media bereits öffentlich entschuldigt hat, muss nun gegen Frosinone, Bologna, Napoli und Udinese zuschauen.

„Ich war mies, das ist mir bewusst und dafür entschuldige ich mich bei allen“, schrieb der 28-Jährige auf Instagram. Er wolle klarstellen, dass dieser „Einzelfall“ nicht dem entspreche, was er während seiner Karriere sonst gezeigt habe. Juve-Trainer Massimiliano Allegri sagte nach der Begegnung, das Fußballfeld sei keine „Stierkampfarena“, auch wenn Costa provoziert worden sei. „Dass er bestraft wird, ist nur richtig“, so Allegri.

Rummenigge hofft auf Reaktion nach Bellarabi-Urteil

Bayern-München-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hofft auf eine abschreckende Wirkung nach der Vierspielesperre und 10.000 Euro Geldstrafe gegen Karim Bellarabi. Weil die Bayern drei verletzte Spieler aus den ersten beiden Heimspielen in der deutschen Bundesliga beklagten, kam eine Diskussion über das harte Einsteigen gegen die Spieler des Rekordmeisters auf.

„Ich freue mich nie über Strafen von Spielern, aber in dem Fall könnte es ein Exempel sein, das man statuiert hat, um zu zeigen, dass man bereit ist, durchzugreifen“, zeigte sich Rummenigge am Dienstag mit der Reaktion des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zufrieden. In den ersten zwei Heimspielen der Saison verletzten sich Bayerns Kingsley Coman und Rafinha nach Fouls, Corentin Tolisso erlitt eine schwere Knieverletzung bei einem unglücklichen Zweikampf.

Bellarabis Verein, Bayer Leverkusen, hat die Strafe gegen seinen Spieler am Dienstag akzeptiert und wird keinen Einspruch einlegen. Der Offensivspieler war am Samstag mit Rot vom Feld verwiesen worden, nachdem er Bayern-Verteidiger Rafinha schwer gefoult hatte. Der 33-Jährige zog sich dabei einen Innenbandteilriss am linken Sprunggelenk zu und fällt mehrere Wochen aus.

Silhavy neuer Teamchef in Tschechien

Jaroslav Silhavy ist neuer Teamchef in Tschechien. Das teilte der Verband FACR am Dienstag in Prag mit. Der 56-Jährige folgt auf Karel Jarolim, der nach der 1:5-Niederlage in einem Freundschaftsspiel gegen Russland zurückgetreten war.

Jaroslav Silhavy
AP/CTK/Katerina Sulova

Silhavy galt als Favorit für den Posten, den er im nächsten Monat rechtzeitig zum Nations-League-Spiel gegen die Ukraine am 16. Oktober antritt. „Es erwartet uns keine einfache Arbeit, aber was ist heute schon einfach“, sagte der frühere Trainer des Traditionsvereins Slavia Prag.

Arsenal-Geschäftsführer Gazidis wechselt zu Milan

Geschäftsführer Ivan Gazidis verlässt den englischen Fußballclub Arsenal per Ende Oktober und schließt sich dem italienischen Traditionsverein AC Milan an.

Der gebürtige Südafrikaner leitete seit neuneinhalb Jahren die Geschicke des Londoner Premier-League-Clubs und galt als treibende Kraft hinter der Verpflichtung von Trainer Unai Emery. Gazidis Aufgaben übernehmen künftig Raul Sanllehni als Direktor Profifußball sowie Marketingchef Vinai Venkatesham in geteilter Funktion.

Bundesliga

Austria nominiert Hensel für Präsidentenwahl

Bundesligist Austria Wien bekommt schon bald einen neuen Präsidenten. Die seit 2007 andauernde Ära von Wolfgang Katzian geht noch dieses Jahr zu Ende. Diese Information teilte die Austria am Dienstag nach den turnusmäßig angesetzten Gremiensitzungen am Montagabend mit.

Der 61-Jährige möchte sich auf eigenen Wunsch ganz seiner neuen beruflichen Funktion als ÖGB-Präsident widmen. Katzians Periode wäre noch bis 2021 gelaufen. Nun wird sein Nachfolger bereits am 5. November im Rahmen der Generalversammlung gewählt. Vom Verwaltungsrat wurde Frank Hensel einstimmig für diese Position nominiert. Hensel ist ehemaliger Vorstandsvorsitzender des REWE-Konzerns.

Ehemaliger Vorstandsvorsitzender bei REWE International Frank Hensel
APA/Georg Hochmuth

„Jeder, der Wolfgang Katzian kennt, weiß, dass er seine Aufgaben immer mit violettem Herzblut erfüllte und der Austria-Familie auch in Zukunft mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Wir respektieren selbstverständlich seine Entscheidung, sind bereits dabei, die Nachfolge den Clubstatuten nach zu regeln, und werden uns den neuen Herausforderungen stellen“, sagte Austrias AG-Vorstand Markus Kraetschmer.

Leichtathletik

Götzis war 2018 hochwertigstes Mehrkampf-Event

Das Leichtathletik-Meeting in Götzis ist heuer zum insgesamt dritten Mal nach 2001 und 2017 den Leistungen nach das hochwertigste Mehrkampfevent des Jahres gewesen. Nach Saisonabschluss der großen Sieben- und Zehnkämpfe lag die Traditionsveranstaltung vor den Europameisterschaften in Berlin und dem Meeting in Talence, wo der Franzose Kevin Mayer am Wochenende einen neuen Weltrekord fixierte.

Rad-WM

Sechs ÖRV-Profis in Mannschaftszeitfahren dabei

Die Mannschaftszeitfahren der Profiteams für Damen und Herren bilden am Sonntag (10.00 Uhr bzw. 14.40 Uhr, live in ORF Sport +) den Auftakt der Rad-Straßen-WM in Innsbruck.

Vom Start im Ötztal bis ins Ziel in Innsbruck sind für die Sechserteams 54,5 bzw. 62,8 Kilometer zu bewältigen. Insgesamt sechs ÖRV-Profis in den Teams Bora (4) und Trek (2) sowie bis zu sechs ÖRV-Rennställe sind im Herren-Bewerb dabei.

Für das Bora-Team treten in dem wegen des Anstiegs nach Axams auch taktisch schwierigen Rennen Felix Großschartner, Patrick Konrad, Gregor Mühlberger und Lukas Pöstlberger an. Im Trek-Aufgebot stehen Matthias Brändle und Michael Gogl.

Zwölf der 18 Rennställe der WorldTour haben genannt. Aus der dritten Division (Continental Tour) haben Felbermayr Wels, Hrinkow Steyr, Tirol Cycling und Vorarlberg Santic ihr Startrecht wahrgenommen. Auch die Teams WSA Pushbikers und My Bike Stevens sollen dabei sein, sie schienen am Dienstagabend allerdings noch nicht in der offiziellen Entry-List des Weltverbandes (UCI) auf. Im Damen-Bewerb mit 13 Teams ist keine Österreicherin am Start.

Doping

NADA-Präsident Cepic kritisiert RUSADA-Zulassung

Die bevorstehende Aufhebung der Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur (RUSADA) löst in Österreich großen Unmut aus. „Ich habe null Verständnis für diese Vorgehensweise. Man versucht, in den letzten Tagen quasi durch ein Hintertürchen einen Schleichweg zu finden“, ärgerte sich Michael Cepic, Chef der nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA).

NADA-Chef Michael Cepic
GEPA/Matic Klansek

Das Exekutivkomitee der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) dürfte am Donnerstag der Empfehlung seines Zulassungsausschusses folgen, die seit Aufdeckung des Dopingskandals 2015 bestehende Suspendierung der RUSADA aufzuheben. Dabei hat Russland zwei Kriterien nicht erfüllt: die Anerkennung des McLaren-Reports mit seinen Ermittlungsergebnissen und den Zugang zum Moskauer Analyselabor.

„Das ist ein ganz klares Abweichen der WADA, das ist ja das Schockierende, weil die WADA interessensunabhängig handeln sollte“, meinte Cepic. „Wenn man der obersten Behörde nicht mehr trauen kann und sie nicht mehr zu den eigenen Richtlinien stehen, dann hat das System einen Riss.“ Zuvor hatte es auch schon aus den USA, Großbritannien und anderen Ländern sowie von Athletenvertretern scharfe Kritik am WADA-Einlenken gegenüber Russland gegeben.

Tennis

Referee Lahyani für „Coaching“ bei US Open suspendiert

Der bekannte Tennis-Schiedsrichter Mohamed Lahyani ist bei den beiden Oktober-Turnieren in Peking und Schanghai von der ATP ausgeschlossen worden. Der Schwede hatte bei den US Open für Schlagzeilen gesorgt, weil er bei einem Seitenwechsel vom Stuhl gestiegen war und Nick Kyrgios aufgefordert hatte, sich mehr anzustrengen.

Der Australier gewann daraufhin seine Zweitrundenpartie gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert nach klarem Rückstand noch. Die ATP erklärte den Schritt damit, dass Lahyanis Vorgehen die „notwendige Unparteilichkeit der Schiedsrichter gefährden“ könnte. Lahyani wird Mitte Oktober beim Turnier in Stockholm wieder im Einsatz stehen.