Formel 1

Das Formel-1-Team Alfa Romeo hält für die kommende Saison an der aktuellen Fahrerpaarung fest. Der Schweizer Rennstall verlängerte die Zusammenarbeit mit Pilot Zhou Guanyu um ein Jahr.

Formel-1-Pilot Guanyu Zhou (Alfa Romeo)
AP/Cal Sport Media/Justin Cooper

Der 23-Jährige, der als erster Chinese in der Motorsport-Königsklasse Rennen fährt, hatte im Frühling sein Debüt in der Formel 1 gegeben. Nach 16 von 22 Rennen liegt er mit sechs Punkten auf Platz 17. Zhous finnischer Teamkollege Valtteri Bottas besitzt bei Alfa Romeo einen Mehrjahresvertrag.

Football

Sean Shelton, der langjährige Quarterback der Raiders Tirol, beendet seine aktive American-Football-Karriere. Das gaben die Innsbrucker am Dienstag bekannt. Der 31-jährige US-Amerikaner spielte seit 2015 in Tirol und war seitdem das Gesicht der Raiders.

Quarterback Sean Shelton (Raiders Tirol)
GEPA/Daniel Schoenherr

In der abgelaufenen Saison in der European League of Football (ELF) war Shelton zum Spieler des Jahres (Liga-MVP) gewählt worden. „Eine Ära geht zu Ende“, bedauerte Raiders-Headcoach Kevin Herron die Entscheidung.

Shelton lebte seinen Traum

„Es kommt nicht sehr oft in unserem Sport vor, dass ein Importquarterback acht Saisonen für ein Team spielt“, erklärte Herron. „Bei den Raiders zu unterschreiben war die beste Entscheidung, die ich jemals getroffen habe“, sagte Shelton zum Abschied.

„Ihr alle habt einem jungen Mann geholfen, ein Mann zu werden und einem Jungen geholfen, seinen Traum zu leben. Dafür werde ich für immer dankbar sein.“ Shelton gewann mit den Tirolern jeweils fünf nationale und europäische Meistertitel.

Die National Football League (NFL) verpasst der Pro Bowl, ihrem jährlichen Allstar-Spiel am Ende der Saison, ein neues Aussehen. Das seit 1951 als Duell der von den Fans gewählten besten Spieler bestehende Aufeinandertreffen wird ab 2023 von einer Vollkontakt- zu einer Flag-Football-Partie. Dazu sollen die Akteure davor die ganze Woche in speziellen Wettbewerben ihr Können beweisen. Die erste Ausgabe des neuen Formats wird am 5. Februar mit dem Flag-Football-Spiel in Las Vegas über die Bühne gehen.

Die Pro Bowl wurde 1951 aus der Taufe gehoben und fand 21 Jahre in Los Angeles statt. Nach Jahren an verschiedenen Austragungsorten war Hawaii von 1980 bis 2009 Schauplatz des Allstar-Spiels zwischen den Vertretern der National Football Conference und der American Football Conference. Seit damals fand das aufgrund seiner geringen sportlichen Wertigkeit immer wieder infrage gestellte Spiel wieder in verschiedenen Städten, wie Miami oder Phoenix, statt.

Fußball

Österreichs neu formiertes U21-Nationalteam ist nach dem 5:1-Erfolg gegen Montenegro am Dienstag (20.30 Uhr, live in ORF Sport+) auf der Hohen Warte in Wien gegen Wales auf den zweiten Sieg in Folge aus. Mit dem Testspiel wird der erste Lehrgang mit dem Jahrgang 2002 abgeschlossen.

U21-Trainer Werner Gregoritsch zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Trainingslagers. „Das Erfolgserlebnis war sehr wichtig, weil sich ein Team dadurch viel leichter findet.“

In den Walisern erwartet Gregoritsch einen „unangenehmen“ Gegner. „Wir müssen von Anfang an voll da sein und konsequenter verteidigen“, so der Steirer.

Die globale Spielergewerkschaft FIFpro und das World Leagues Forum haben eine Vereinbarung getroffen, die Fußballprofis und die großen nationalen Ligen stärker in Entscheidungen im Weltfußball einbinden soll. Beide Vereinigungen unterschrieben am Montag bei der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) der Vereinten Nationen in Genf „das erste globale Abkommen über Arbeitsbedingungen und -rechte von professionellen Fußballspielern“, hieß es von der IAO.

Zuletzt hatte es mehrere umstrittene Wettbewerbsreformen und -ideen im internationalen Profifußball gegeben, etwa die Einführung der Nations League und die Reform der Champions League, aber auch die gescheiterte Einführung einer europäischen Super League oder alle zwei Jahre stattfindende Weltmeisterschaften.

Neben dem Termin- und Spielkalender soll sich das neue Arbeitsgremium im Männer- und Frauen-Fußball auch mit Beschäftigungsstandards, dem Umgang mit Gehirnerschütterungen und Kopfverletzungen sowie der Bekämpfung von Diskriminierung, Rassismus und Missbrauch auf und neben dem Spielfeld befassen. Die Spielergewerkschaft FIFpro vertritt mehr als 60.000 Profis, das World Leagues Forum 44 nationale Ligen mit rund 1.100 Clubs.

ÖFB-Torhüter Daniel Bachmann hat bei seinem Club Watford einen neuen Trainer bekommen. Der im Sommer aus der Premier League abgestiegene Verein bestellte am Montag den Kroaten Slaven Bilic zum Coach. Sein Vorgänger Rob Edwards wurde nach zehn Runden der laufenden Saison entlassen.

Watford liegt in der League Championship aktuell auf Platz zehn. Österreichs Internationaler Bachmann stand in allen Spielen im Tor der „Hornets“. Bilic betreute in England bereits West Ham United und West Bromwich Albion in der Premier League. Zuletzt war er in China für Beijing Guoan tätig.

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Radsport

Radprofi Lukas Pöstlberger wechselt nach sieben Jahren beim deutschen Bora-Rennstall zur australischen Mannschaft BikeExchange. Wie das Team des WM-Dritten Michael Matthews am Dienstag bekanntgab, unterschrieb der 30-jährige Oberösterreicher einen Vertrag bis Ende 2024.

Für Bora gewann Pöstlberger 2017 sensationell die Auftaktetappe des Giro d’Italia. Ein weiterer wichtiger Erfolg war 2021 ein Etappensieg beim Criterium du Dauphine.

Der vierfache Tour-de-France-Sieger Chris Froome ist beim Radfahren von einer Autotür erfasst worden und hat sich dabei am Ellbogen verletzt. Wie der Brite via TikTok mitteilte, sei er am Sonntag „getürt“ worden.

„Jemand öffnete in einem parkenden Auto direkt vor mir seine Tür. Es war buchstäblich etwa einen Meter vor mir, ich schaffte es nicht einmal bis zu meinen Bremsen“, so der 37-Jährige. „Ich prallte gegen die Tür und flog drüber.“

Der Radstar meinte, sein Ellbogen sei dabei „geschreddert“ worden. Froome appellierte an Autofahrer zu mehr Vorsicht und dazu, beim Aussteigen die „Dutch Reach“-Methode zu verwenden. Dabei verwendet man jene Hand zum Öffnen, die der Autotür abgewandt ist.

Dadurch müsse man sich drehen und würde nach hinten schauen und könne somit den Verkehr besser sehen. „Benutzt ‚Dutch Reach‘, es ist extrem hilfreich und verursacht viel weniger Schmerzen für uns Radfahrer“, so Froome.

Motorrad

Die MotoGP gastiert ab der kommenden Saison in Kasachstan. Die Rennserie unterzeichnete einen Fünfjahresvertrag mit dem Sokol International Racetrack in Almaty.

Kasachstan ist damit bereits das 30. Gastgeberland der Motorrad-WM. „Die Region ist der nächste Boxenstopp der MotoGP, damit wird die weltweite Expansion der Serie mit neuen Märkten und neuen Anhängern fortgesetzt“, so die Organisatoren in einer Aussendung.

Zudem wird weiter an einem Rennen in Indien gearbeitet, wie Rechtehalter Dorna Sports bereits zu Monatsbeginn mitteilte. Auch mit Saudi-Arabien unterzeichnete die Rennserie einen Vorvertrag.

Ski alpin

Die Energiekrise könnte diesen Winter zu vielen Ausfällen von Weltcup-Veranstaltungen im nordischen und alpinen Skisport führen, hat kürzlich der Generalsekretär des internationalen Skiverbandes, Michel Vion, gesagt. Salzburgs Weltcupveranstalter versuchen nun zu beruhigen und suchen nach Lösungen.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Soll der Wintersport auf Flutlichtevents verzichten? Diese Frage beschäftigt den Sport wegen der Energiekrise. Während der Internationale Skiverband (FIS) Ausfälle und Absagen nicht ausschließt, bereitet man sich auf dem Semmering auf den Nachtslalom vor.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Nations League

Josef Hickersberger hat im Jahr 1990 die 0:1-Blamage gegen die Färöer den Job als österreichischer Teamchef gekostet. Stefan Kuntz dürfte dieses Schicksal erspart bleiben. Der deutsche Teamchef der Türkei wird die 1:2-Pleite gegen den Außenseiter am Sonntag am letzten Spieltag der Nations League beruflich „überleben“. In der Heimat gab es allerdings herbe Kritik am Auftritt der türkischen Auswahl und natürlich auch am Trainer.

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Schach

Schachweltmeister Magnus Carlsen hat sich ausführlich zu seinem Rückzug im Duell mit Hans Niemann geäußert und dem US-Amerikaner Betrug vorgeworfen. Im Wesentlichen bestätigt Carlsen die Berichte der letzten Wochen, dass Niemann in dem Spiel gegen ihn geschummelt haben soll.

Genaueres dürfe er aber aktuell nicht sagen, auch wenn er gerne weiter darauf eingehen würde, schrieb der 31-jährige Norweger am Montag auf Twitter. „Ich hoffe, dass die Wahrheit ans Licht kommt, wie auch immer sie aussehen möge.“ Er glaube, so Carlsen, „dass Niemann häufiger (…) betrogen hat, als er öffentlich zugegeben hat.“ Beweise für einen Betrug des 19-jährigen Großmeisters Niemann liegen aber nicht vor.

Carlsen schrieb: „Wir müssen etwas gegen Betrug im Schach unternehmen. Ich werde dazu beitragen, indem ich nicht mehr gegen Spieler spiele, die in der Vergangenheit betrogen haben, da ich mir nicht sicher sein kann, was solche Spieler in der Zukunft noch tun werden.“

Überraschende Niederlage beim Sinquefield Cup

Anfang September war es zum ersten Vorfall zwischen den Kontrahenten gekommen. Beim Sinquefield Cup in St. Louis verlor der Superstar überraschend gegen Niemann und zog sich erstmals in seiner Karriere von einem Turnier zurück. Gründe nannte der Norweger damals nicht. Die Schach-Szene deutete Carlsen Ausstieg als Betrugsvorwurf gegen Niemann.

Der US-Amerikaner gab während des Sinquefield Cups in einem Interview zu, zweimal als Teenager im Alter von zwölf und 16 Jahren bei Onlinepartien betrogen zu haben, nie jedoch in Präsenz am Schachbrett.

Carlsen meinte nun, dass Niemanns Fortschritt in Vor-Ort-Spielen ungewöhnlich sei. „Während unseres Spiels beim Sinquefield Cup hatte ich den Eindruck, dass er in den entscheidenden Phasen nicht vollständig fokussiert und auf das Spiel konzentriert war, während er mir mit den schwarzen Spielsteinen auf eine Art und Weise überlegen war, die ich nur von einem kleinen Personenkreis kenne. Das Spiel beim Sinquefield Cup hat dazu beigetragen, dass sich meine Perspektive auf das Thema geändert hat“, meinte Carlsen.

Boxen

Das Duell der besten britischen Schwergewichtsboxer Tyson Fury und Anthony Joshua ist offenbar geplatzt. Der 34-jährige Fury hat am Montag einen Kampf gegen den zwei Jahre jüngeren Joshua nach Ablauf einer selbst auferlegten Frist ausgeschlossen. „Der Tag der Entscheidung ist gekommen und vorüber“, sagte Fury in einem in den sozialen Netzwerken verbreiteten Video.

Tyson Fury
Reuters/Andrew Couldridge

Es sei nach fünf Uhr am Montag und kein Vertrag sei unterzeichnet worden. Nächster Gegner werde nun der Deutsche Mahmoud Charr. „Für Joshua ist es offiziell vorbei“, sagte Fury weiter. Der Boxer hatte seinem Rivalen ein Ultimatum gestellt, trotz der mündlichen Einigung vor einigen Wochen hatte Joshua mit der Vertragsunterschrift gezögert.

Fury freut sich auf Kampf gegen Charr

Nun soll es am 3. Dezember zum Kampf gegen den 37-jährigen Charr kommen. „Ich freue mich darauf, gegen einen Mann zu kämpfen, der kämpfen will und Feuer und Verlangen hat“, schrieb Fury in einer Instagram-Story. Charr hatte Fury herausgefordert. „Gute Entscheidung. Bruder, wir werden unseren Fans die beste Show liefern“, antwortete der Deutsche. Der Kampf soll in Manchester oder Cardiff stattfinden.

Fury war zuletzt als Weltmeister des Verbandes WBC zunächst zurückgetreten, hatte aber angekündigt, für einen Vereinigungskampf gegen Vierfachchampion Oleksandr Usyk aus der Ukraine in den Boxring zurückzukehren. Usyk hatte vor einem Jahr Joshua als Weltmeister entthront und vor Kurzem auch die Revanche für sich entschieden.

Eishockey

Die Pioneers Vorarlberg haben im vierten Spiel der win2day ICE Hockey League die dritte Niederlage kassiert. Vier Tage nach dem 5:8 beim Schützenfest in Villach unterlag die Mannschaft aus dem „Ländle“ bei Vizemeister Fehervar mit 2:5 (0:0 2:1 0:4). Eine zwischenzeitliche Trendwende im Mitteldrittel dank Kevin Macierzynski (38./PP) und Jack Jacome (39.) machten die Ungarn mit einem starken Schlussdrittel zunichte.

Salzburg übernimmt Tabellenführung

Schon am Dienstag (19.15 Uhr) gastieren die Pioneers, die Tabellenvorletzter sind, bei den Capitals. Die Wiener sind das einzige noch sieglose Team der Liga, haben allerdings erst zwei Begegnungen – gegen Salzburg und den KAC – absolviert.

ICE Hockey League

Montag:

Fehervar – Vorarlberg 5:2

(0:0 1:2 4:0)

Tore: Findlay (22.), Newell (47.,59./EN), Nilsson (52./PP), Petan (57.) bzw. Macierzynski (38./PP), Jacome (39.)

Strafminuten: 4 bzw. 2

Tabelle

1. Red Bull Salzburg 4 4 0* 0** 0 14:5 12
2. TIWAG Innsbruck Haie 3 3 0* 0** 0 16:4 9
3. Bozen Südtirol Alperia 3 3 0* 0** 0 9:2 9
4. EC iDM VSV 4 2 0* 0** 2 16:14 6
5. Hydro Fehervar 4 2 0* 0** 2 12:10 6
6. KAC 4 2 0* 0** 2 11:9 6
7. Steinbach Black Wings Linz 4 2 0* 0** 2 8:9 6
8. Pustertal Wölfe 3 1 0* 0** 2 7:11 3
9. Olimpija Ljubljana 3 1 0* 0** 2 6:10 3
10. Moser Medical Graz 99ers 4 1 0* 0** 2 7:12 3
11. Migross Asiago 4 1 0* 0* 3 10:17 3
12. Pioneers Vorarlberg 4 1 0* 0** 3 9:17 3
13. spusu Vienna Capitals 2 0 0* 0** 2 1:6 0

Mehr dazu in ICE Hockey League 2022/23